Habe ich in der Vorstellungsrunde nicht irgendwas vergessen?

Vielleicht auch irgendwen? Nur wen? Ach ja, Schatzi-Moppel natürlich! Die beiden gehören ja auch irgendwie zur Kuschelrunde.

Schatzi-Moppel heißen natürlich nicht wirklich Schatzi-Moppel. Ich nenne sie aber gerne so, weil es einfach zu ihnen passt. Das Schatzi nennt den Moppel meistens Schatzi, was ich ziemlich verwirrend finde, deshalb bleibe ich bei Moppel. Schatzi-Schatzi klingt auch irgendwie blöd und wenn ich beide mit Schatzi bezeichne, blickt ihr auch gar nicht mehr durch, wer gemeint ist.

Schatzi 

Mein Schatzi
Das Schatzi heißt eigentlich Elke und ist sozusagen mein Frauchen, wäre ich ein Hund. Das bin ich natürlich nicht. Ich bin ein Monster, aber ein ganz liebes, solange ich nicht gerade frech bin. Sie hat mich jedenfalls vor über zehn Jahren geschenkt bekommen. Anfangs war ich eher ein Anschaupüppchen, aber irgendwann hat sie entdeckt, wie viel schöner so ein Foto ist, wenn ich drauf bin. Jedes langweilige Empire State Building oder eine nichtssagende Tower Bridge sehen gleich viel schöner aus, wenn ein kleines blaues Männchen in die Kamera lächelt. Seither habe ich schon viele Urlaube unternommen und tausende Fotos verschönert. Außerdem ist das Schatzi mein Ghostwriter – ihr sage, was sie schreiben soll und sie schreibt. Dieser Blog (bzw. das zugrunde liegende Buch-Manuskript) ist also eine Gemeinschaftsarbeit von ihr und mir. 

Moppel 

Mein Moppel
Der Moppel – im wahren Leben Marcel genannt – ist der Mann vom Schatzi. Das war nicht immer so. Früher war das Schatzi mit einem anderen Mann zusammen, nennen wir ihn Grummli. Er konnte auch nett sei, aber meistens hat er gegrummelt und er hat das Schatzi definitiv nicht glücklich gemacht. Weil ich dieses Trauerspiel nicht mehr mit ansehen konnte und wollte, habe ich den Moppel gesucht. Das war gar nicht so leicht. Aber dank bester Beziehungen und guter Komplizen habe ich es geschafft, dass sich ihre Wege auf einem Weihnachtsmarkt gekreuzt und schließlich verschlungen haben. Inzwischen sind die beiden verheiratet und die glücklichsten beiden Menschen, die ich kenne. Zugegeben, ich kenne nicht so viele Menschen, aber das ist mir eigentlich egal, denn ich kenne die beiden wichtigsten. 
Der Moppel ist in jedem Fall völlig anders als der Grummli. Er ist ein fröhlicher, aber nicht zu geschwätziger Rheinländer und macht das Schatzi glücklich. Okay, manchmal treibt er sie auch zur Verzweiflung, weil er typische Männer-Angewohnheiten an den Tag legt: Er hört nicht zu und vergisst alles. Das Schatzi hat sich aber damit arrangiert. Sie hat sich einfach einen Chef gesucht, der genauso verwirrt und vergesslich ist, sodass sie tagsüber nicht aus der Übung kommt. 

Was man über beide wissen sollte

Schatzi-Moppel arbeiten in den typischen Halsabschneider-Branchen: Anwälte und Banken. Da sie damit aber haufenweise (sprich: mehr, als ein Grobi tragen kann) Geld für eine schöne Wohnung in bester Höhenlage von Stuttgart und noch schönere Ausflüge und Urlaube verdienen, werfe ich leichtfertigt meine Moral über Bord und freue mich darüber.

Die beiden teilen auch einige gemeinsame Hobbies und Vorlieben. An erster Stelle natürlich ihre unendliche und bedingungslose Liebe zu mir. Danach kommt selbstverständlich lange nichts. Dann kommt ihre Liebe zum Fußball, die wir alle drei gemeinsam haben. Borussia Mönchengladbach soll es sein, obwohl wir in Stuttgart wohnen. Dadurch ergeben sich einige Reisen, die uns nicht nur regelmäßig ins Rheinland führen, wo wir noch eine Zweitwohnung mit Zweitkuschelrunde haben (dazu später mehr), sondern auch zu diversen Auswärtsspielen in verschiedene Städte und manchmal sogar in andere Länder. Action gibt es also eigentlich immer genug. Gemeinerweise darf ich nicht immer zu den Auswärtsspielen mitfahren bzw. mit ins Stadion gehen. Aber zumindest tun Schatzi-Moppel ehrlich zerknirscht, wenn sie mich nicht mitnehmen. Ich nehme ihnen das mal ab und im Grunde geht es ja auch um meine Sicherheit, also hat es wohl so seine Richtigkeit.

Weitere Hobbies der beiden sind Serien und Filme schauen sowie Bücher und Musik, was man schon dadurch merkt, dass sich im Wohnzimmer extrem viele CDs und Bücher ansammeln. Serien und Filme schauen sie zum Glück überwiegend online, sonst würde die Wohnung definitiv aus allen Nähten platzen. Eine weitere gemeinsame Begeisterung haben Schatzi-Moppel für Tee und Gewürze entdeckt, sodass sie bei Ausflügen gerne Zeit in einschlägigen Etablissements verbringen und ich sie hin und wieder daran erinnern muss, was der eigentliche Sinn und Zweck des Ausflugs war: Fotos! Von mir!
Wir drei unterweg

Elkzilla 

Zum Schatzi muss ich noch etwas ergänzen: Wir nennen sie auch häufig (natürlich liebevoll) Klong oder Elkzilla. Sie hat einfach eine unglaubliche Anziehungskraft, sich selbst oder Dinge gegen Dinge zu klongen, die könnte ihr euch gar nicht vorstellen. Jeder Porzellanladen-Besitzer würde ein Schild aufhängen \“Zutritt für Elkzilla verboten\“, wenn er von ihrer Existenz wüsste. Es ist allerdings erstaunlich und geradezu ein Mysterium, dass dabei so wenig (nämlich fast nichts) kaputt geht. Der Moppel ist davon nach wie vor völlig fasziniert, ich habe mich schon daran gewöhnt, dass Klong zwar gerne Klong macht, aber die Sachen dabei meistens unversehrt lässt.

Im Übrigen geht von ihrer leicht unkoordinierten Art auch eine große Gefahr für ihre Mitmenschen aus. Man weiß nie, wo ihre Hände oder Füße gerade hinfliegen. Der Moppel ist inzwischen Meister im Ausweichen von Schlägen und Tritten geworden, die natürlich rein zufällig in seine Richtung erfolgt sind. Es muss wie ein Unfall aussehen! Am Anfang war er aber noch nicht so versiert und hat sich den einen oder anderen blauen Fleck eingefangen. Er hat sich aber stets mit Zwicken und Kitzeln gerächt, sodass er weder psychisch noch physisch bleibenden Schäden davongetragen hat. Zumindest glaube ich das, aber man weiß ja nie.

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