An dieser Stelle möchte ich euch zunächst eine kurze Zusammenfassung meiner Lebens-Highlights und bereits unternommenen Reisen geben. Ich habe diese in zeitlicher Reihenfolge aufgelistet, damit ihr euch in etwa vorstellen könnt, wie mein bisheriges Leben so ablief.
Aller Anfang ist schwer
Zunächst wurde ich also vor über zehn Jahren dem Schatzi geschenkt. Das Jahr weiß sie nicht mehr ganz genau, aber es war während ihrer Ausbildung, die sie von 2002 bis 2005 absolviert hat. Sie schätzt, dass es vielleicht 2003 oder 2004 war. Sie bekam mich von einer Kommilitonin geschenkt, weil sie ihr Notizen in der Berufsschule gemacht hat, als diese krank war. Ich wurde in einem Zeemann gekauft und bin auch kürzlich einmal dorthin zurückgekehrt, um meine \“Geburtsstätte\“ zu besuchen. Es war aber nur halb so gut wie erwartet und ist daher auch keine besondere Erzählung wert. Nichts desto trotz gibt es ihn noch und an jedem Zeemann werden wir leicht wehmütig und denken daran, wie ich wohl mit vielen anderen Grobis im Regal gesessen habe und aufgrund meiner herausstechenden Persönlichkeit und meines niedlichen Grinsens ausgesucht wurde
Nach meinem Einzug beim Schatzi (im Jahr 2003 oder 2004 also) habe ich, wie schon erwähnt, ein paar Jahre überwiegend mit einigen anderen Kuscheltieren (die ich im Detail nicht mehr benennen kann, aber Emil, Plups und das Äffchen waren dabei) im Bücherregal in einem Kuscheltierfach gesessen und bin nur gelegentlich mal geknuddelt worden. Ich hatte also viel Zeit, mir einen Weltherrschaftsplan auszudenken und mich darauf vorzubereiten irgendwann groß rauszukommen. Diesen Plan habe ich natürlich noch immer in der Schublade und wenn die Zeit dafür reif ist, wird er herausgeholt und umgesetzt.
Mein erster Urlaub war dann endlich im Jahr 2008 in Österreich und Italien. Damals zusammen mit dem Schatzi, Grummli und dem Äffchen. Irgendwie habe ich es geschafft, mich in diesen Urlaub und schließlich auf ein Bild zu lächeln. Ich wusste ja schon immer, welches Potential in mir steckt, aber ich musste es dem Schatzi noch beweisen und auf diesem Auge war sie lange Zeit erstaunlich blind. Okay, sie ist tatsächlich ziemlich blind, aber was meine Fotogeni(ali)tät angeht, habe ich wirklich alle Register ziehen müssen, damit der Groschen endlich fällt. Ich habe wirklich einiges versucht, wurde aber immer ignoriert oder übersehen. Am Ende bin ich einfach in ein Foto hineingesprungen. Als ich beim späteren Anschauen des Fotos entdeckt wurde, war zunächst das Gelächter groß, dann kam die Erkenntnis in Form einer besonders großen Glühbirne und schließlich wurde ich gezielt auf Brücken gesetzt oder vor Bauwerke gehalten, um diese attraktiver zu machen.
| Landschaftsverschönerung |
Entdecken wir doch die Welt
In den nächsten Jahren folgten Urlaube oder Reisen nach Dänemark, Irland, nochmal Italien und mehrfach Amerika. Leider war das Schatzi nicht immer dabei, aber die Pflegemütter und -väter, die sie ausgesucht hat, haben sich halbwegs anständig um mich gekümmert und manchmal sogar eine kuschelige Begleitung für mich mitgenommen. Ich durfte unbekannte Orte sehen und wurde ein bisschen (natürlich keinesfalls genug) fotografiert. Auf manchen Reisen wurde auch an meinem Ruf als cooler Typ gearbeitet. So wurde ich in coolen Posen oder mit Whiskey oder Cocktails fotografiert. Getrunken habe ich sie natürlich nicht. Das habe ich nicht nötig. Ich bin auch ohne Alkohol blau.
Dann kam also Ende 2013 der Moppel. Nachdem ich ihn so sorgfältig ausgewählt habe, hat es doch erstaunlich lange gedauert, bis ich sein Herz erobern konnte, dann aber im Sturm. Vermutlich lag das daran, dass er zunächst nur Augen für sein neues Schatzi hatte. Das ist ja auch verständlich. Wenn etwas neu ist, muss man es ausgiebig anschauen und sich daran freuen. Nach einer Weile schaut man sich dann um und entdeckt das kleine blaue Männchen, das lächelnd und winkend im Regal sitzt und auf Beachtung wartet. Tadaaa, hier bin ich.
Im ersten gemeinsamen Schatzi-Moppel-Grobi-Urlaub im Sommer 2014 waren wir in Dänemark und Schweden. Hier war die Fotoquote noch etwas verhalten. Das lag vermutlich noch an der gerade beschriebenen Neu-Verliebtheit. Aber ich war dabei. Und wurde fotografiert. Und kann jetzt immer sagen, dass wir diese Reise wiederholen müssen, weil ich nicht genug Fotos bekommen habe. Clever, nicht wahr?
Danach, im Herbst 2014, war ich allein mit dem Moppel bei einem Auswärtsspiel in Spanien. Ich durfte zwar nicht mit ins Fußball-Stadion, durfte ihn aber zum Basketball am zweiten Abend begleiten und habe insgesamt eine recht gute Anzahl an Fotos aus diesem Männertrip herausgeschlagen, mein (erstes) kleines Fotobüchlein bekommen und was das Wichtigste ist: Ich habe den Moppel für mich gewonnen. Seither tut er quasi alles für mich: Knuddeln, Reisen, Fotos, Fotobücher. Einfach perfekt.
Im darauffolgenden Jahr (2015) waren wir im Sommer in Holland und im Herbst in Italien. Beide Urlaube haben eine gute Fotoquote erreicht und schöne Fotobücher gefüllt. Außerdem haben wir unsere Liebe für Holland neu entdeckt bzw. intensiviert.
DAS Highlight und wie es weiterging
Ende des Jahres 2015 kam dann das große Highlight: Der Moppel hat mich gefragt. Okay, eigentlich natürlich das Schatzi, aber die wahre Liebe gibt es ja bekanntlich nur zwischen einem Mann und seinem blauen Männchen. Außerdem musste er natürlich zuerst mich fragen, ob er das Schatzi überhaupt heiraten darf. Wer fragt denn heutzutage noch die Väter? Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich da viel eher ein Wörtchen mitzureden hatte. Aber ich hatte nichts dagegen. Eher im Gegenteil: Mein Plan ist aufgegangen. Und so fand die Hochzeit Anfang des Sommers 2016 statt. Hierzu komme ich natürlich auch noch ausführlich.
| Schatzi-Moppel als Brautpaar |
Es folgten eine kleine Reise nach Holland (nein, wir sind nicht festgefahren!), die Hochzeitsreise nach Portugal und ein kleiner Fußballtrip nach Barcelona. Natürlich immer mit mir und ausgesuchten Freunden. Anfang des Jahres 2017 gab es schon einen Fußballtrip nach Florenz und einige weitere Reise sind für dieses Jahr bereits geplant. Ihr dürft gespannt sein.