Ich erinnere mich noch sehr gut daran, auch wenn inzwischen viele weitere Reisen unternommen wurden, aber der erste gemeinsame Urlaub ist eben schon etwas Besonderes. Daher möchte ich heute davon berichten. Angemerkt sei noch, dass es gar nicht so leicht war, Fotos mit mir zu finden, aber ein paar konnten doch aufgetrieben werden.
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| Am südlichsten Punkt Schwedens |
Die Reisegruppe
Wie schon erwähnt, waren wir bei unserem ersten gemeinsamen Urlaub im Sommer 2014 in Skandinavien. Wir waren nur zu dritt – Schatzi-Moppel und ich – und es war nicht so leicht für mich, genügend Beachtung zu bekommen. Ich habe das Thema ja schon angedeutet: Verliebtheit, roa-rote Brille und so ein Gedöns. Trotzdem war der Urlaub fantastisch und soll daher erwähnt werden. Besonders erwähnenswert finde ich ganz zu Anfang, dass die beiden etwas mehr als eine Woche unterwegs waren, ohne sich zu streiten (das kennt man ja von anderen Paaren im ersten Urlaub ganz anders), wobei sie die Strecke und die Hotels selbst geplant haben und kein Navi im Auto hatte. Dieses wurde durch das Schatzi ersetzt, die die Karten lesen musste, während der Moppel gefahren ist. Allein hierbei sind schon diverse Morde geschehen. Aber bei uns gab es nichts dergleichen. Einzig in Stockholm gab es leichte Irritationen, weil die Welt einfach nicht mit der Karte übereinstimmen wollte. Dazu komme ich aber später noch.
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| Die Reisegruppe im Kopenhagener Park |
Kopenhagen
Wir sind also zunächst an einem Samstag Anfang August nach Kopenhagen geflogen. Es ging ziemlich früh morgens los und Schatzi-Moppel waren noch recht morgenmuffelig unterwegs.
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| Im Flugzeug |
Trotzdem hat mit der Fahrt zum Flughafen und dem Flug selbst alles geklappt und als sie endlich richtig wach waren, waren wir auch schon in Kopenhagen.
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| Erstes Foto in Kopenhagen |
Vom dortigen Flughafen ging es in die Innenstadt und erstmal zum Frühstücken. Ich weiß noch, dass das Schatzi ein vegetarisches Frühstück hatte – bei den Dänen gehört da aus irgendeinem Grund Lachs dazu. Naja, warum nicht. Das Schatzi hat dabei jedenfalls ihre Liebe zu Lachs entdeckt und mampft den seither stets und ständig munter in sich hinein. Ich bin mir sicher, dass sie damit einen entscheidenden Beitrag zum Lachssterben leistet, aber sie will es einfach nicht lassen.
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| Das vegetarische Frühstück mit Lachs |
Nach dem Frühstück und einem kurzen Abstecher in einen Park, um die Zeit zu überbrücken, denn Sightseeing mit Koffer ist echt nicht so toll, haben wir versucht, ins Hotel einzuchecken. Das war gar nicht so leicht. Denn die vom Hotel mitgeteilten Pins für die Zimmerschlösser haben bei nahezu niemandem (es waren noch eine Reihe anderer – teils schon verzweifelter – Gäste im Flur) funktioniert. Irgendwann ging es dann doch und wir konnten unser Zimmer einnehmen. Die Lage des Hotels – nahe bei Innenstadt und Hauptbahnhof – war jedenfalls perfekt, um die Stadt zu Fuß zu erkunden.
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| Nyhaven |
Dies haben wir an diesem und am nächsten Tag auch ausgiebig getan. Kopenhagen ist insbesondere für ein Wochenende (wie wir dort verbracht haben) sehr empfehlenswert: Es gibt die bunten Häuser am Nyhaven, große und kleine Anker für meine (dort begonnene) Anker-Foto-Sammlung, das Schloss Amalienburg, die kleine Meerjungfrau, den Zoo (in den wir es leider nicht geschafft haben), das Tivoli (das wir auch nicht besucht haben), einige Parks, Christiania und vieles mehr. Wir haben auch eine Bootsfahrt gemacht, in Parks herumgelegen und abends Cider am Wasser getrunken.
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| Ein Anker in Kopenhagen (leider ohne mich) |
Südschweden – von Malmö nach Stockholm
Am Montag ging es schließlich weiter nach Schweden. Hierfür sind wir mit der Bahn über die Öresund-Brücke nach Malmö gefahren. Das war schon ein besonderes Erlebnis, auch wenn man leider nicht so viel sehen konnte. In Malmö haben wir die nicht besonders große Stadt samt Parks erkundet und die Malmöer Stadtmusikanten kennengelernt. Die sind ähnlich wie die in Bremen, aber nicht übereinander, sondern in einer Reihe in der Fußgängerzone. Wenn ich mich richtig erinnere, waren es auch keine Tiere, sondern etwas merkwürdig aussehende Menschen.
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| Ein Anker mit mir (vermutlich in Malmö) |
Am Abend kamen Schatzi-Moppel auf die Idee, den Turm (korrekt heißt er Turning Torso) zu besuchen. \“Der ist ja gleich dahinten.\“ Dass dies nicht ganz zutreffend war, sollten die beiden irgendwann merken, denn auch nach längerer Gehzeit waren sie dem Turm nicht wirklich näher gekommen. Schließlich waren sie nahe genug dran, um ein Foto zu machen, eine kleine Pause einzulegen und sind schließlich wieder umgekehrt.
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| Turning Torso |
Am nächsten Tag (Dienstag) haben wir unseren Mietwagen, natürlich einen Volvo, in Malmö in Empfang genommen (das Bienchen ist immer noch traurig, dass es nicht dabei war und ich kann mich gar nicht so viel dafür entschuldigen, wie ich möchte) und unsere Rundfahrt durch Schweden begonnen.
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| Moppel mochte den Mietwagen sehr |
Erster Stopp war dabei Ystad, wobei wir auf einem Bauernhof in einem Dorf in der Nähe übernachtet haben. Ystad wollte das Schatzi unbedingt besuchen, da hier die Wallander-Krimis spielen, von denen sie eine ganze Menge gelesen hat. Der Ort an sich war aber eher langweilig und schnell erkundigt. Unsere Bauernhof-Übernachtung war dafür ziemlich skurril. Die Inhaber sprachen im Grunde weder deutsch noch englisch, sodass eine Verständigung mit Händen und Füßen notwendig war, die dafür aber erstaunlich gut geklappt hat. Außerdem liefen auf dem Hof diverse Tiere frei herum, so z. B. ein bunter Strauß und natürlich eine Reihe von Katzen.
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| In Ystad (soweit ich mich erinnere) |
Nach einer Nacht in dieser Idylle ging es weiter die Küste entlang. Hier war geplant, einfach zu fahren und zu schauen, wo wir landen. Zunächst gab es eine Rast in Åhus, das sich als interessanter Ort entpuppt hat, nicht zuletzt weil hier der Absolut Vodka hergestellt wird, aber für eine Vodka-Verkostung war es doch noch zu früh am Tag. An diesem Tag haben wir es noch bis nach Kalsrkrona geschafft, ein Ort, in dem eine Freundin vom Schatzi während des Studiums war. Hier haben wir in ein Hotel eingecheckt und den Abend genossen.
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| Ein Park in einer Stadt in Südschweden |
Am darauffolgenden Tag (Donnerstag) sind wir weiter nach Norden gefahren, haben einen Abstecher nach Öland gemacht und dort das Schloss Sandvik besucht. Schließlich haben wir uns für die Nacht in Norrköping eingefunden. Der Ort war trotz seiner Parks und ganz netten Innenstadt, keine Stadt, die man zwingend ein zweites Mal besuchen muss. Unser sehr nettes B&B hätte man jedoch auch noch eine weitere Nacht sehr gut bewohnen können. Die Zimmer waren so liebevoll eingerichtet und es gab selbst gebackenes Brot und eigenes hergestellte Marmelade zum Frühstück.
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| Norrköping |
Stockholm
Trotz allem sind wir am Freitag Richtung Stockholm aufgebrochen. Hier waren wir dann, bis wir schließlich am Dienstag zurückgeflogen sind. Als wir mit dem Auto in Stockholm ankamen, fühlten wir uns zunächst wie in einer anderen Welt. Vorher das doch rechte flache und ruhige Land Schwedens mit kleinen, bunten Häusern und freundlicher Gemütlichkeit, wurden wir hier von Hochhäusern und geschäftiger Hektik überrumpelt. Daher haben Schatzi-Moppel einen kurzen Moment gebraucht, um sich zurecht zu finden (will sagen, das Hotel wurde nicht beim ersten Anlauf gefunden, aber gefunden wurde es schließlich doch). Der Mietwagen blieb dann auch am Freitag am Hotel stehen und wurde nur noch einmal bewegt, um ihn am Samstagmorgen zur Rückgabestation zu bringen. Auch dies gestaltete sich etwas schwierig und Schatzi-Moppel sind dabei kurzzeitig aus der Fassung geraten, aber die Station wurde gefunden, der Mietwagen abgegeben und danach war alles wieder gut.
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| In Stockholm |
In der übrigen Zeit (also, als keine Mietwagen herumgefahren werden mussten) haben wir die Stadt erkundet, die doch um einiges größer war als Kopenhagen, sodass man nicht alles zu Fuß erreichen konnte, sondern öfter mal auf die U-Bahn (Tunnelbana oder kurz die \“T\“) zurückgreifen musste. Dies war aber auch mal eine willkommene Abwechslung und in Stockholm wirklich nicht schwierig. In jedem Fall gab es auch hier wieder genug zu sehen: Gamla Stan (die Altstadt Stockholms), das Vasamuseem Djurgården oder die diversen Parks der Stadt. Wir haben bei Weitem nicht alles geschafft. Vielleicht lag das auch daran, dass Schatzi-Moppel zweimal bei Ulla essen mussten, ein Restaurant in der Nähe vom Skansen und damit nicht gerade direkt in der Innenstadt gelegen.
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| Bei Ulla |
Es verbleibt also sowohl in Kopenhagen, als auch in Stockholm und in Dänemark und Schweden sowieso noch einiges zum Anschauen und nicht zuletzt zum Fotografieren (nach Möglichkeit mit mir), sodass noch weitere Skandinavien-Trips folgen können. Ganz egal, wo es dann hingeht, ich freue mich schon darauf.
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| Karten habe ich natürlich auch geschrieben |
Kleiner Ausblick
Diesen Sommer verschlägt es uns erneut nach Kopenhagen, Malmö und in die Nähe von Åhus. Es werden also auf jeden Fall noch einige Fotos und Geschichten aus Lönneberga folgen.
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| Moppel und die unerreichbare Meerjungfrau in Kopenhagen |
















