Vertretung gesucht
Zum DFB-Pokal Halbfinal-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wollten Schatzi-Moppel mich nicht mitnehmen. Darüber war ich zunächst ziemlich sauer. Wie können die einfach verreisen (und sei es auch nur kurz) und zum Fußball gehen und mich nicht mitnehmen? Alles Gemecker hat aber nichts genützt. Sie befanden mich für zu groß (lächerlich!) und hatten Angst, dass ich kaputt gehe (diese Angst haben sie ja immer und nehmen mich trotzdem ganz oft mit) oder den Ordnungskräften zum Opfer falle (das will natürlich niemand). Schließlich habe ich mich in mein Schicksal gefügt und überlegt, ob ich nicht jemanden mitschicken kann, der sozusagen als Schlüsselanhänger getarnt, gute Livebilder und ordentlichen Ton über das Grobifon vermitteln kann.
Die Wahl fiel schließlich auf Basti, den Igel. Basti hat ja vor seiner kürzlich erfolgten Auswanderung zu uns, in Thüringen als Spion gearbeitet. Dadurch ist er natürlich ideal vorgebildet. Außerdem ist er klein und hat einen Schlüsselanhängerhaken. Perfekt. Und einverstanden war er auch.
![]() |
| Basti als Schlüsselanhänger |
Reisevorbereitung
Bevor es nun losgehen konnte, habe ich ihn entsprechend gebrieft. Dazu gehörte zum einen die ausführliche Erklärung der Vorgänge. Der kleine Spitzel ist schließlich noch nie Bahn gefahren, war noch nie bei einem Fußballspiel und die Kuschelfreunde im Rheinland kannte er auch nicht. Ich habe also intensiv mit ihm zusammen gesessen und ihm alle erforderlichen Informationen vermittelt. Diese hat er sehr gut aufgenommen und war so bestens für den Ausflug gerüstet.
![]() |
| Lagebesprechung |
Nun konnte es also losgehen. Noch kurz eine Nacht schlafen, alle nochmal kuscheln und auf geht\’s.
![]() |
| Bis bald, Freunde! |
Auf dem Weg zum Spiel
Naja, es ging dann aber doch nicht direkt los, sondern erst haben Schatzi-Moppel noch etwas mehr als einen halben Tag gearbeitet. Basti durfte also das Büro vom Schatzi besuchen und sich dort einmal umschauen. Er hat auch netterweise Fotos gemacht.
![]() |
| Schatzi beim Arbeiten zusehen |
Um kurz nach 14 Uhr hat das Schatzi beschlossen, dass sie nun genug gearbeitet hat und hat sich auf dem Weg zum Hauptbahnhof gemacht.
![]() |
| Hier gibt es ja noch mehr Kuscheltiere?! |
Der Zug fuhr zwar erst um kurz vor halb 4 ab, aber sie hat dort einfach noch ein wenig herumgehangen und sich seelisch und moralisch auf das Spiel vorbereitet.
Bevor der arme Basti wirklich gelangweilt war, ging es dann aber endlich wirklich los: Auf zum Zug, auf nach Mönchengladbach!
![]() |
| Zug auschecken |
Im Zug hat er sich natürlich erstmal ein wenig umgeschaut, das war ja vollkommen unbekanntes Terrain für ihn. Er fand es aber ganz spannend und hat die Fahrt genossen. Die vorbeirauschende Welt war wirklich beeindruckend für den kleinen Kerl.
![]() |
| Beim Rausschauen während der Fahrt |
Nach einem Umstieg im gegnerischen Frankfurt, der allerdings recht unspektakulär vonstatten ging, fand sich Basti schließlich in Köln wieder.
![]() |
| Hallo, Rhein 🙂 |
Hier durfte er dann auch mal aus der Tasche schauen und ein Foto machen, bevor es im Regio nach Rheydt und von dort mit dem Shuttlebus weiter ins Stadion ging.
![]() |
| Am Kölner Hauptbahnhof |
Ausnahmsweise hat der Zeitplan mal gepasst und so kamen Schatzi-Moppel mit gutem Puffer am Stadion an.
Im Stadion
Nach kurzem Besuch am Fischbrötchenstand am Biergarten ging es endlich hinein. Vor dem Spiel durfte sich Basti in Ruhe umschauen. Er war ganz schön beeindruckt, denn das Stadion ist echt groß (über 54.000 Plätze), es war laut, kalt und alle schienen furchtbar aufgebracht.
![]() |
| Im Stadion gibt\’s viel zu sehen |
Zu Beginn des Spiels zündelten die Frankfurter ordentlich Pyrotechnik, sodass Basti beschlossen hat, den Rest des Spiels lieber hörend in der Tasche zu verbringen. Ich habe ihm beigepflichtet, denn das mache ich ja normalerweise genauso.
![]() |
| Der Gästeblock in Flammen |
Er musste sich ganz schön lange und ganz schön viel Geschimpfe anhören, denn das Spiel endete nach Verlängerung und Elfmeterschießen mit 6:7, sodass Frankfurt ins Finale zieht und wir alle recht traurig waren.
![]() |
| Hoffnungsvoll vor dem Elfmeterschießen |
Kurzes Hallo und Heimreise
Nach dem Spiel ging es zum Shuttlebus und mit einer (glücklicherweise gerade noch erreichten) Sonder-S-Bahn nach Korschenbroich ins WG-Zimmer.
Hier warteten schon die dort wohnenden Kuschelfreunde auf Schatzi-Moppel und den grobifonisch angekündigten Besucher. Sie haben ihn wie gewohnt herzlich aufgenommen und ihm einen gemütlichen Schlaf-/Kuschelplatz für die Nacht angeboten.
![]() |
| Schlafplatz gefunden |
Mehr oder weniger ausgeruht ging es am nächsten Morgen zurück nach Stuttgart. Bevor es losging, hat Basti noch einen alten Bekannten von mir getroffen: Hugo. Das ist ein Wolf im Schafspelz, der Ussel 2 (siehe Beitrag über Holland) gehört. Die beiden haben noch ein schönes Foto zusammen gemacht und dann ging es zum Zug.
![]() |
| Hugo und Basti |
Die Zugfahrt wurde ganz überwiegend für ein weiteres Schläfchen genutzt, bevor es noch für ein paar Stunden ins Büro ging.
![]() |
| Zug-Schlummi-Decke |
Wir waren ganz schön happy, als alle drei Ausflügler am Abend wieder zu Hause waren, auch wenn sie und wir immer noch geknickt über das Halbfinal-Ausscheiden waren. Aber so ist das eben. Manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen.
![]() |
| Mitten rein ins Getümmel |















