Wochenendtrip zum ersten Hochzeitstag

Ja, wo geht\’s denn diesmal hin?

Ihr als treue Leser wisst, dass Schatzi-Moppel und ich schon einiges unternommen haben. Da fragt ihr euch sicher, welchen Trip sie sich für das Pfingstwochenende, an dem auch der erste Hochzeitstag lag, überlegt haben. Dieses Geheimnis darf ich nun lüften: Wir waren in Straßburg. Nicht mal 1,5 Stunden mit dem ICE von Stuttgart entfernt und schon in Frankreich. Frankreich ist für uns alle ein unbeschriebenes Blatt. Durchgefahren zu sein, zählt nicht. Und mehr als das hat noch keiner von uns in Frankreich gemacht.

Frankreich als Land der Liebe, als Land von Käse und Wein und der puren Lebensfreunde klingt für eine Reise zum ersten Hochzeitstag ja auch sehr passend. Der erste Hochzeitstag ist die Baumwollhochzeit und der erste wichtige (Jahres-)Tag im Eheleben, vom Tag der Hochzeit an sich mal abgesehen. Kurzum: Er taugt durchaus als Anlass für eine nette kleine Reise.

Ankunft in Straßburg

Ich packe meinen Koffer

Da es erst am Samstagvormittag losgehen sollte, haben wir am Freitagabend in aller Ruhe gepackt. Das Schatzi hat für Moppel und sich selbst gepackt, Moppel und ich haben ausgesucht, wer mitkommt. Okay, das stand schon eine Weile fest, aber dieser Entschluss musste natürlich nochmals geprüft werden. Und so wurde als #TeamStraßburg eine Erweiterung vom #TeamAusflug zusammengestellt: Neben Fischi, Bienchen, Kuschel und mir haben wir noch Bibi mitgenommen. Der Krümel hat zwar lange diskutiert, dass es sicher gute Kekse gibt, aber wir haben ihn überzeugt, zu Hause zu bleiben und sich die Kekse einfach bringen zu lassen.

Nun hieß es also noch einmal schlafen und dann ging es quasi auch schon los.

Lustige Müllcontainer für ein schönes Stadtbild

Die Reise beginnt

Nach einem normalen Tagesbeginn mit aufstehen, duschen und frühstücken ging es gut gelaunt bei bestem Wetter zum Stuttgarter Bahnhof. Da man in Frankreich eine Sitzplatzreservierung braucht (auch, wenn man nur 3 Minuten durch Frankreich fährt, weil der Bahnhof direkt hinter der Grenze liegt), hatten wir also diesmal reservierte Sitzplätze. Diese haben wir bezogen, uns zurückgelehnt und sind losgedüst.

Leider wurde unsere Laune in Straßburg erstmal ein wenig getrübt, denn als wir aus dem Zug ausgestiegen sind, erwartete uns schwül-heißes Wetter mit fetten Wolken am Himmel. Aber davon lassen wir uns ja nicht aufhalten. Wir hatten schließlich Regenjacken (und ich meinen Merlin-Regenmantel) dabei und auch Schirme. Es konnte also nicht allzu viel schief gehen.

Bon Jour, Straßburg

So zogen wir los richtig Innenstadt und damit auch in die Richtung, in der unsere Ferienwohnung liegen sollte. Unterwegs musste aber zunächst ein Mittagessen her. So ergab es sich, dass Schatzi-Moppel nach ein wenig Herumirren einen Tisch bei Liesel (genauer gesagt Chez Tante Liesel) gefunden haben, ein total süßes, kleines Lokal in einem kleinen Gässchen.

Bei Tante Liesel

Vom Essen und vom Wein waren Schatzi-Moppel auch sehr angetan. Ja, ihr habt richtig gelesen: Wein – und das schon zum Mittagessen. Ich sag\’s euch: Das ist der Sittenverfall. Die Beiden haben echt sofort die französischen Sitten übernommen und schon mittags Wein getrunken. Später haben sie das vielleicht ein kleines bisschen bereut, denn das extrem schwüle Wetter hat ihnen doch etwas zugesetzt. Aber sie haben sich im Laufe des Nachmittags erholt, also alles gut.

Schöne Wanddekoration bei Tante Liesel – passend zum Ausflugsmotto

Nach Wein, leckeren Essen und einem Apfelkuchen

Traumhafter Apfelkuchen

hinterher ging es schließlich in Richtung Unterkunft, wo unsere Vermieterin schon wartete.

Auf dem Weg zur Unterkunft

Das Einzimmer-Apartment lag im Stadteil Le Petite France gegenüber vom Krankenhaus und nur wenige Gehminuten von der Innenstadt entfernt. Ziemlich perfekt also. Es war auch sehr gemütlich eingerichtet und hatte alles vor Ort, was man sich so wünscht.

Blumiges Straßburg

Shopping-Time 

Nachdem unsere Vermieterin uns ein paar Tipps gegeben hatte, ging es auch schon wieder los. Schatzi-Moppel hatten den Samstag zum Shoppen auserkoren, da sie im Vorfeld herausgefunden hatten, dass die Läden am Samstag nur bis 19 Uhr offen haben würden und am Sonntag und Montag alles geschlossen sein sollte. Zunächst wurde also ein kleiner Abstecher zum Supermarkt für den Erweb von Getränken​ und Süßigkeiten gemacht und dann noch im Elsässer Spezialitätenladen etwas Wein und Senf gekauft.

Voll viele Brücken

Dies alles wurde dann fix in die Unterkunft getragen, wo wir eines Dramas gewahr wurden. Die Schuhe vom Moppel waren hin. Und zwar wirklich. Der eine Schuh war schon durchgelaufen und durch den Regen, der inzwischen draußen herunterkam, auch durchgeweicht, der andere war nah dran. Also wurde beschlossen, zunächst neue Schuhe für den Moppel zu kaufen. Wir verließen also wieder das Apartment auf der Suche nach einem Schuhladen. Wir irrten eine Weile durch den Regen bis wir endlich einen Adidas-Store fanden. Nach erstaunlich wenig Sucherei im Laden (das Auffinden der richtigen Größe hat länger gedauert) war ein Model favorisiert und sodann auch gekauft worden. Dieses Paar wurde gleich imprägniert und angezogen, während die alten im Mülleimer gegenüber gelandet sind. Adieu, ihr einstmals treuen Treter.

Schön gestaltete Innenstadt

Nach diesem notwendigen Kauf stellten wir fest, dass die Ladenschließzeit erstaunlich schnell näher gerückt war. Aber das Schatzi hatte ja noch gar nichts gekauft! Also irrten wir weiter durch die Geschäfte auf der Suche nach einem Mitbringsel für das Schatzi, schauten hier und dort und verwarfen wieder.

So schön hier

Schließlich schubste der Moppel sie in einen Laden, wo sie sogleich eine ganze Reihe schöner Teile fand. Sie sammelte von verschiedenen Ecken Kleidungstücke und ließ sich noch welche vom Moppel, ihrem persönlichen Shopping-Berater anreichen, als plötzlich die Verkäuferin auf sie zustürzte und auf französisch beschimpfte. Naja, beschimpft hat sie sie vermutlich nicht, aber wir haben halt kein Wort verstanden. Eine Nachfrage auf englisch ergab, dass uns die gute Dame darauf aufmerksam machen wollte, dass der Laden in 10 Minuten schließen würde. Das Schatzi stürmte also in die Umkleide, probierte an, befand für gut oder scheußlich oder ließ sich vom Moppel eine andere Größe bringen. Am Ende entschied sie sich für ein Kleid und drei Oberteile, rannte damit zur Kasse, bezahlte und sah draußen auf die Uhr: 18:57 Uhr. Das nenne ich effektives Shopping.

Glückliches Bienchen

Der erste Abend in Straßburg 

Leider regnete es immer noch in Strömen und bei Schatzi-Moppel meldete sich schon wieder der Hunger (möglicherweise auch die Wein-Lust, wer weiß…). Sie wählten also ein Lokal aus (Le Lohkäs), bestellten Wein und etwas zu essen und schienen wieder zufrieden. Nach dem Abendessen hatte der Regen zwar etwas nachgelassen, aber richtig schön war es draußen nicht.

Straßburg im Regen

Fotos unterm Schirm

Wir haben trotzdem noch ein paar wenige Fotos gemacht und dabei auch eine Brücke überquert, die – als wir uns wieder umgedreht haben – plötzlich gesperrt war, weil ein Sightseeing Boot herannahte. Das war ein ganz nettes Schauspiel und machte gleich Lust auf die Bootsfahrt, die wir für den nächsten Tag (bei hoffentlich besserem Wetter) geplant hatten.

Das Sightseeing-Boot

Au revoir, Brücke

Irgendwann mussten wir dann aber zurück zu unserer Unterkunft, um das Champions League-Finale anzuschauen, dass (wenig überraschend) Real Madrid gewann. Während des Spiels und danach entspannten wir uns alle langsam, wurden müde und gingen schließlich schlafen.

Bereit fürs Schlummi

Tag 2 in Straßburg 

Der Sonntag begann gemütlich und zunächst noch mit einigen Wolken, aus denen noch ein paar Regentropfen fielen. Aber als wir nach dem üblichen Morgenritual (nur ohne Frühstück) schließlich loszogen, kam schon die Sonne heraus. Anfangs war es noch etwas frisch, wurde aber im Laufe des Tages noch wärmer.

Immer machen die Quatsch

Zunächst mussten die Raubtiere gefüttert werden und so gab es ein typisch französisches Frühstück im Le Kougelhopf: Baguette, Marmelade, Croissant und Gugelhopf sowie natürlich Tee. Anschließend waren Schatzi-Moppel ausreichend gestärkt, um auf Fototour zu gehen. Als erstes kamen wir zum Münster, wo sich das Schatzi wegen der Tickets für die Bootstour angestellt hat und Moppel mit dem #TeamStraßburg Fotos gemacht hat.

Maison Kammerzell

Das Straßburger Münster
So viele süße Lebkuchenmännchen

Das Münster in klein

Aus der beliebten Reihe: Grobis stellen Statuen nach

Inside Palais Rohan

Das Bienchen in seinem Element

Als das Schatzi wieder da war, informierte uns ein Blick auf die Uhr, dass wir noch etwa 2,5 Stunden bis zur Bootstour Zeit hatten. Bevor wir losstürmten, um weitere Fotospots zu besuchen, wurde mit meinem Einverständnis ein Lebkuchenmännchen gekauft, also ein plüschiges, das man nicht essen kann. Die waren einfach zu niedlich.

Bibo mit dem Lebkuchenmann, genannt Ginger

Brücken-Sightseeing

Und er ist auch wirklich klein, also konnte ich mal ein Auge zudrücken. Und ihr hättet sehen sollen, wie Schatzi-Moppel gestrahlt haben.

Am Ufer der Ill

Danach ging es aber zügig los: Palais Rohan, entlang am Ill-Ufer und quer durch die Gassen der Stadt. Bevor wir zum Platz der Repulik und dem Nationaltheater kommen konnten, meldete sich bei Schatzi-Moppel schon wieder der Hunger. Hmpf. Diesmal stürtzen sie sich auf Flammkuchen und spülten diese mit frisch gebrautem Bier herunter (Lokal: Au Brasseuer).

Im Au Brasseur

Danach haben wir noch zügig die weiteren Ecken aufgesucht und sind dann zum Bootsanleger zurückgekehrt, wo wir fast schon direkt aufs Boot konnten.

Unterwegs an der Ill mit der Kirche Saint Paul im Hintergrund

Ziemlich hübsche Schule

Am Platz der Republik

Palais du Rhin

Kirche Saint-Pierre-le-Jeune

Auf der etwas über einstündigen Tour sahen wir auf angenehme und bequeme Weise sehr viel von Straßburg, wobei wir eine ganze Menge Fotos schossen, von denen leider auch einiges gelöscht werden musste, denn wir hatten ein geschlossenes Boot, in dessen Scheiben sich immer wieder etwas gespiegelt hat, insbesondere die rote Leoparden-Frau vor uns, die wir als nicht-Foto-verschönernd eingestuft haben.

Der doppelte Grobi auf Bootstour

Die Leoparden-Frau, die die meisten Fotos unbrauchbar gemacht hat

Nach der Bootstour liefen wir erst ein wenig herum und suchten dann schließlich zum Lesen (und Wein trinken) einen Biergarten auf. Die kurze Erholungspause half allen ganz gut, sodass noch ein paar Fotos gemacht werden konnten.

Im Biergarten

Auf dem weiteren Weg stürmten Schatzi-Moppel noch einen Wein- und Käseladen und ließen sich eine Käseplatte zum Wein schmecken. Das muss man in Frankreich ja auch mal gemacht haben.

Gemütlich am Flußufer

Schließlich mussten wir aber zu unserem Apartment zurückkehren, um einen Pulli für den Moppel zu holen. Und wisst ihr was: Schatzi-Moppel haben schon wieder geschwächelt und eine Pause eingelegt. Was war da bloß los mit denen?

Am Brunnen vor dem Tore

Irgendwann waren sie dann wieder fit genug, um loszuziehen und ein Abendessen-Lokal zu suchen. Leider war bei Tante Liesel kein Platz mehr frei, sodass sie schließlich im Au-Point Saint Martin gelandet sind, wo es deftiges elsässisches Essen gab. Hier wurde selbstverständlich auch auf den ersten Hochzeitstag angestoßen.

Fröhlichen Hochzeitstag

Als sie irgendwann wankend dieses Lokal verließen, wurde noch ein kleines Gruppenfoto gemacht und beschlossen, dass es für den Tag nun aber gut sein sollte.

#Klassenfahrt

So haben wir leider nicht das beleuchtete Münster sehen können, aber damit kann ich ganz gut leben. So haben wir wenigstens einen Grund, nochmal wieder zu kommen. Stattdessen ließen wir den Abend also gemütlich in unserem Apartment ausklingen.

Gute Laune am Abend

Tag 3 – Heimreise 

Leider war unser kleiner Trip an diesem Tag auch schon wieder zu Ende. Es wurde zunächst geduscht, gepackt und schließlich brachen wir auf.
 

Unterwegs-Fund

Wir liefen eine Weile kreuz und quer herum, um eine Frühstücksmöglichkeit für Schatzi-Moppel zu finden. Schließlich gab es ein belegtes Baguette auf die Hand und etwas später noch ein Schokocroissant in einem Lokal mit einer recht merkwürdigen Bedienung.

Der Bahnhofsvorplatz – ganz europäisch

Der futuristische Bahnhof von außen

Im Straßburger Bahnhof

Danach ging es dann auch leider schon zum Bahnhof, es gab noch ein paar wenige Fotos und schließlich stiegen wir in den ICE und fuhren zurück nach Stuttgart.

Angekommen in Stuttgart

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