Skandinavien Teil 5

Erstaunlicherweise sind wir schon in Teil 5 der Skandinavien-Reihe angekommen und ihr fragt euch sicher, was da wohl noch kommen mag. No Filler, just Knüller – da könnt ihr sicher sein.
 
Im heutigen Teil 5 berichte ich euch von Midsommar und unserem Ausflug nach Ahus. 
Ein Gruppenfoto mal anders

Midsommar

Über die Schweden muss man wissen, dass sie neben Weihnachten Midsommar als wichtigstes Fest überhaupt ansehen. Dabei erstrecken sich die Feierlichkeiten über zwei Tage: Midsommar an sich ist jedes Jahr am ersten Samstag nach dem 21. Juni. Am Freitag davor beginnen am Nachmittag die Feierlichkeiten und die Geschäfte sind ab einer bestimmten Zeit geschlossen. Zu vergleichen ist dies in etwa mit Heiligabend (Christmas Eve), der Freitag von Midsommar ist quasi Midsommars Eve. 
Normales (aber nicht weniger schönes) Gruppenfoto
Traditionell tragen die Schweden Blumenkränze im Haar und es wird getanzt und gefeiert, was das Zeug hält. 

Auf der Bank vor der Kirche

 

Ahus – Woher kennen wir das noch gleich?

Ahus war ein Zwischenstopp auf meiner Reise mit Schatzi-Moppel vor drei Jahren. Wir haben hier leider nur ein paar Stunden auf der Durchreise verbracht, aber es hat uns wahnsinnig gut gefallen und wir waren damals in einem superschönen Café mit angeschlossenem Künstleratelier zum Mittagessen. 
Die Kunstgalerie
Bei der Planung der Schwedenreise wollten wir zunächst ein Ferienhaus in Ahus mieten, da dies aber extrem teuer war, haben wir uns für eine andere Lage entschieden und zugleich beschlossen, Ahus zumindest einmal in diesem Urlaub zu besuchen. 
Fund in einer Seitenstraße

Von Vodka und Midsommar-Closings

Wir hatten im Laufe der Woche herausgefunden, dass es am Freitagnachmittag in Ahus eine Feier auf dem Dorfplatz geben sollte und hofften, dass am Vormittag noch einiges geöffnet haben würde, insbesondere die Absolut Vodka Fabrik, die wir besichtigen wollten. 
Bisschen Vodka gefällig?
Wir machten uns also schon recht früh am Freitagmorgen nach Ahus auf den Weg. Dort angekommen, parkten wir (nicht am Bahnhof, sondern in der Nähe des Hafens) unseren Mietwagen und suchten sogleich den Vordereingang von Absolut. Schon auf dem Weg dorthin begannen wir zu erahnen, was uns gleich erwarten würde und so war es dann auch: Geschlossen wegen Midsommar. Schade. 
Vor der (geschlossenen) Tür von Absolut Vodka
Wir machten ein paar wenige Fotos von außen und begannen, Ahus zu erkunden.
Die Vodka Fabrik – ob der Kessel voller Vodka ist?
Unser Weg führte uns zunächst durch die Hauptstraße und entlang des Kanals, wo wir eine Brücke überquerten und auf der anderen Seite durch schöne Wohngebiete spazierten. 
Ein Haus im schönen Wohnviertel
Unterwegs hatten wir schon das kleine Café entdeckt, das aber leider noch nicht geöffnet hatte (Betonung auf \“noch\“, denn die meisten Geschäfte und Lokale hatten ja entweder gar nicht offen oder schlossen am frühen Nachmittag).
Etwas später im Café
Zur Überbrückung der Wartezeit steuerten wir nach dem Spaziergang am Kanal den Marktplatz an, wo später die große Sause steigen sollte, und die dahinter liegende Kirche, wo wir eine Weile ausruhten und die teils schon recht alten Grabsteine bewunderten. 
Die Marienkirche mit Friedhof davor
Immer wieder begegneten uns unterwegs (aber nicht auf dem Friedhof) Schweden mit Blumenkränzen im Haar, beim Picknicken und Alkohol trinken. 
Alter Baum im Friedhofsgarten
Außerdem schien die vorherrschende Farbe Weiß zu sein. 
Die Brücke über den Kanal

Entspannen im Künstlercafé und am Strand

Schließlich kehrten wir zum Café zurück kurz nachdem es geöffnet hatte und ließen uns im lauschigen Innenhof nieder.
Der Eingang zum Café-Innenhof
Nach einer kleinen Stärkung beschlossen wir, die Zeit bis zum Beginn des Midsommar-Festes am Strand zu verbringen. 
Fischi und Fischi im Künstler-Café
Wir schnappten unser Auto und fuhren die paar Minuten bis zum Strandparkplatz. 
Der Innenhof des Cafés
Das Wetter war an diesem Tag zwar nicht besonders warm, aber zumeist sonnig (und in der Sonne war es eigentlich auch ganz angenehm) und relativ windstill, sodass wir sehr gut am Ostesee-Strand sitzen konnten, was wir auch eine wirklich lange Zeit getan haben. 
Entspannen am Strand
Das Schatzi, der Couchschlumpf und Grumpycat sind ein wenig im und am Wasser herumgelaufen, während der Moppel mit uns relaxt und Fotos von allen Beteiligten gemacht hat. Grumpycat ist natürlich wieder von Vögeln angegriffen worden, was für uns ein großer Spaß war, für sie wohl eher weniger.
Der Angriff der Killer-Möwen
Nachdem wir die Ostsee für eine lange Weile genossen hatten, haben wir uns auf den Rückweg zum Auto gemacht und sind wieder Richtung Innenstadt gefahren. 
Was riecht hier eigentlich so komisch?

Das Midsommar-Fest

Inzwischen war es etwas schwieriger einen Parkplatz zu finden, denn auf dem Dorfplatz ging bereits die Post ab. Nachdem wir schließlich doch einen Parkplatz gefunden hatten, sind wir zu besagtem Dorfplatz gestürmt und haben uns in die Menschenmenge eingereiht. 
Midsommar-Fest
In der Mitte des Platzes gab es einen Midsommarbaum (ähnlich dem bei uns bekannten Maibaum), um den herum viele Schweden tanzten. Alle (sogar viele Männer) trugen Blumenkränze im Haar und waren in ausgelassener Stimmung. 
Der Midsommar-Baum
Es gab lustige Musik und schon bald waren wir in der tanzenden Meute untergegangen. Letzteres traf vor allem auf Grumpycat zu. Sie hat den Tanz gefilmt und nicht gemerkt, dass sich die Reihe um sie herum geschlossen hat. Ihr Gesichtsausdruck, als sie gemerkt hat, dass sie quasi vollständig von tanzenden Schweden umgeben war, war einfach grandios. 
Grumpycat in Panik
Leider hat sich die Ansammlung von Tanzbären nach unserem Geschmack viel zu schnell ausgelöst und plötzlich standen wir nur noch mit vereinzelten Schaulustigen herum, die scheinbar genauso überrascht über das abrupte Ende waren wie wir. 
Fischi tanzt ein bisschen mit
Wir haben dann aber den Zeitpunkt genutzt, um noch schnell in einem (bald schließenden) Supermarkt ein wenig Cider für den Abend zu kaufen und zu unserem Ferienhaus zurückzukehren. Da dies unser letzter Abend im Ferienhaus war, musste schon mal gepackt und geputzt werden, damit die Abreise am nächsten Morgen etwas schneller und entspannter gehen würde. Unsere privaten Midsommar-Feierlichkeiten mussten also etwas kleiner ausfallen als bei den meisten Schweden. 
Zum Abschluss nochmal am Kanal

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