Tag 10: Vermont – Teil 1

Bevor ich euch vom heutigen Tag berichte, muss ich erzählen, was uns heute Abend im B&B passiert ist. Es gibt hier ein kleines Wohnzimmer für die Gäste und Schatzi-Moppel saßen dort mit einem Tee, um sich ein wenig von der Fahrerei zu erholen. Bibo, Kuschel und ich saßen auf dem Sideboard neben zwei Trollen, als unsere Gastgeberin hereinkam. Sie schaute uns an und fragte dann Schatzi-Moppel, ob wir zu ihnen gehören oder ihre eigenen sind. Wie sich herausstellte, hat sie Bibo und mich im Arbeitszimmer sitzen. Also natürlich nicht wirklich uns beide, sondern zwei amerikanische Doppelgänger. Die beiden hat sie dann zu uns herübergebracht und wir durften Fotos machen. Die beiden sind auch immer noch da, sprechen zwar nur englisch, aber kichern ist ja international, sodass es keine Verständigungsprobleme gibt.

Nach dieser lustigen Begebenheit muss ich euch aber nun endlich vom heutigen Tag und den vielen Wasserfällen, die wir gesehen haben, berichten. Am Morgen gab es zunächst ein sehr nettes Frühstück in unserem süßen B&B in St. Johnsbury.

Danach sind wir zunächst noch etwas nach Norden gefahren, um den Lake Willoughby in der Nähe von Glover (hat wohl ein Chinese buchstabiert) zu besuchen. Leider war das Wetter heute morgen nicht so schön. Es hat anfangs geregnet und war später fast den ganzen Tag bewölkt. Blauen Himmel gibt es also heute eher weniger zu sehen.

Aufgrund des trüben Wetters haben wir uns hier nicht lange aufgehalten, sondern sind zum ersten Wasserfall des Tages gefahren. Das waren die Moss Glen Falls bei Stowe. Man musste ein Stück durch den Wald und über Holzplanken laufen und wurde dann mit einem tollen Wasserfall belohnt. Der Moppel ist sogar ein wenig herumgeklettert, um zu besseren Fotostellen zu gelangen.

Nach einem kleinen Mittagessen für Schatzi-Moppel bei einem Subways haben wir Ben & Jerrys besucht. Es war natürlich schade, dass der Krümel nicht dabei war, aber wir haben alle an ihn und den Kuschelkeks gedacht. Leider waren die Wartezeiten für die Besichtigung sehr lang, deshalb waren wir nur im Souveniershop und haben ewig für ein Eis angestanden.

Anschließend ging es über die VT-100, eine der schönsten Straßen Amerikas nach Süden. Die Straße führt quer durch die Green Mountains und bietet sehr schöne Ausblicke auf den Wald drum herum. Wie ihr schon in den letzten Tagen bemerkt habt, ist das Laub noch nicht so bunt, wie es sein könnte, aber es sieht trotzdem schon recht schön aus. Da wir heute wieder einiges an Strecke zurücklegen mussten, haben wir diesmal nicht so oft angehalten, sondern uns auf bestimmte Spots konzentriert.

Der nächste Stopp waren die Warren Falls. Es ging wieder ein paar Schritte durch den Wald bis wir am unteren Ende des Wasserfalls ankamen. Hier war leider nicht viel zu sehen und auch die waghalsigen Annäherungsversuche vom Moppel haben nicht recht geholfen.

Zum Glück sind wir auf dem Rückweg an einer höher gelegenen Stelle vorbeigekommen, wo man viel schöner auf den Wasserfall sehen und ihn auch ganz gut fotografieren konnte.

Danach sind wir zügig zu den Moss Glen Falls weitergefahren. Nein, ihr habt euch nicht verlesen und ich habe mich auch nicht verschrieben, die heißen wirklich gleich. Die zweiten sind aber bei Granville, ein gutes Stück weiter südlich als die ersten, und direkt an der Straße. Versehentlich waren wir erst daran vorbei gefahren, haben aber noch schnell gedreht, um doch noch kurz anhalten und fotografieren zu können. Ich finde, das hat sich wirklich gelohnt.

Nun mussten wir aber ein bisschen Gas geben, um noch rechzeitig unser Hotel in Woodstock (bei Killington) zu erreichen. Das hat auch alles sehr gut geklappt und nach einem Abendessen im Ort sitzen wir nun wieder im Wohnzimmer und kichern mit unseren amerikanischen Freunden.

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