Heute war irgendwie ein blöder Tag. Wobei auch nicht richtig blöd, aber wir hatten ein bisschen Pech. Eigentlich begann es recht gut, es gab ein leckeres Frühstück und wir sind zügig losgefahren mit einer Menge Plänen im Gepäck.
Erstes Ziel war der Mount Peg mit einer Höhe von etwas über 1000 Fuß. Fahrzeit dorthin ca. 10 Minuten. Nachdem wir unser Auto auf dem leeren Parkplatz abstellt hatten, haben sich Schatzi-Moppel an den Aufstieg gemacht. Der Summit Trail führte stetig bergauf zum Gipfel, den wir nach einer halben Stunde erreicht haben. Hier bot sich ein recht schöner Ausblick mit Tendenz zu Sonne, die durch die Wolken lugt.
Nach einer Fotopause ging es wieder zurück zum Auto. Als nächstes wurde der Mount Ascutney angesteuert, der etwas über 3000 Fuß hoch ist. Hier wollten wir zwei Wasserfälle besuchen. An der Einfahrt zum Park hat das Schatzi die Gebühr gezahlt und hat dem Moppel die “Anweisung“ des Rangers weitergegeben, durch das gelbe Tor zum Parkplatz zu fahren. Leider kam aber nach dem gelben Tor für lange Zeit kein Parkplatz, stattdessen ging es stetig bergauf. Am Ende der Straße waren wir dann auf dem Gipfelparkplatz und weniger als eine Meile vom Gipfel entfernt. Also geht man halt mal hin. Es war allerdings total neblig und kalt. Der Gipfel war vollkommen verhangen und quasi nicht zu sehen. Naja, schön ist anders.
Auf dem Rückweg zum Parkplatz hat es sogar noch angefangen zu regnen, sodass Schatzi-Moppel versucht haben, rasch zurückzukommen. Im Auto wurde nochmal der Plan gecheckt und der Parkplatz gesucht, der zum Wasserfall gehört. Danach sind wir vom Berg wieder runtergefahren und haben den anderen Parkplatz angesteuert. Der war vollkommen überfüllt, es hat nach wie vor geregnet und der Wanderweg zum ersten der beiden Wasserfälle war über eine Meile lang. Wir beratschlagten kurz und entschieden, ein anderes Ziel aufzusuchen.
Als neues Ziel wurde die Quechee Gorge, eine Schlucht, ausgewählt in der Hoffnung, dass es dort halbwegs trocken ist. Dem war leider nicht so. Eine Schlucht bei Regen wirkt wenig verlockend. Also wurde Woodstock, unser Übernachtungsort, ins Navi eingegeben. Der sah im Vorbeiflitzen gestern Abend ganz nett aus.
Das Wetter hier war ganz passabel, allerdings haben wir auch nach längerer Suche keinen Parkplatz gefunden. Der Plan wurde daher aufgegeben und wir wollten ins B&B fahren.
Da Woodstock so voll gewesen war, wollten wir es umfahren und sind mal wieder auf einer “Special-Google“-Straße gelandet. Mit ein bisschen Zittern haben wir die Straße gemeistert und zum Hotel gefunden. Dort gab es eine kleine Erholungspause für Schatzi-Moppel und ein bisschen Gekuschel und Gekicher für uns.
Danach sind wir noch zur Covered Bridge unweit des B&Bs spaziert, wo es noch ein paar nette Fotos gab.
Fürs Abendessen sind wir nochmal kurz losgefahren, es gab – wie quasi immer – Burger und Pommes und noch einen netten Fotospot für Fienchen.
Nun verbringen wir den Abend im B&B mit unseren amerikanischen Freunden und finden die Fotos des Tages gar nicht so übel. War also doch ein ganz schöner Tag. Fotos lügen nicht. Außerdem kann ja auch nicht jeder Tag grandios sein, nicht mal im Urlaub.


