Holpriger Start in den Urlaub – Malta Teil 1

Endlich Urlaub! Ihr glaubt gar nicht, wie dringend wir den brauchen! Nachdem wir gefühlt Monate darauf gewartet haben, ging es gestern endlich los. Zunächst mussten Schatzi-Moppel noch ein bisschen arbeiten gehen, aber am Nachmittag sind wir endlich gestartet. Allerdings verlief der Start in den Urlaub ein wenig holprig.

Anreisetag

Als das Schatzi nach einem recht stressigen Arbeitstag um halb 4 eilends das Büro verlassen hat, musste sie zunächst feststellen, dass die U-Bahn nicht planmäßig fuhr. Scheinbar hatte es einen Unfall gegeben und einen folgenden Notarzt-Einsatz, sodass eine Weile nichts Richtung Bahnhof gefahren war. Zum Glück kam dann eine U-Bahn, die das Schatzi samt Begleitung (Fischi, Bienchen, Basti und Bruce) und Gepäck noch rechzeitig zum Bahnhof gebracht hat, wo der Moppel mit uns (Bibo, Kuschel, Elmo und ich) schon leicht nervös gewartet haben. Alle zusammen hüpften wir schnell in den Zug und fuhren nach Frankfurt. Dort mussten wir noch einmal in die S-Bahn wechseln und schließlich waren wir um kurz  nach 18  Uhr und damit zwei Stunden vor Abflug am Frankfurter Flughafen. Massenhaft Zeit also.

Aber weit gefehlt. Als erstes verbrachten wir etwa 45 Minuten am Schalter für Check-in und Kofferabgabe. Dort wurden wir informiert, dass das Boarding um 19:20 Uhr beginnen würde und wir unbedingt pünktlich sein sollen. Okay, gute 20 Minuten noch. Wir eilten zur Sicherheitskontrolle, wo uns fast der Schlag getroffen hat. Dort war nämlich eine wahnsinnig lange Schlange vor uns. Die Uhr in der Raummitte rückte immer weiter vor und war irgendwann an 19:20 Uhr vorbei, wir waren aber noch lange nicht dran. Zum Glück waren hinter uns noch ein paar Personen, die wir am Schalter gesehen hatten oder die sich als Mitreisende herausstellten. Trotzdem stieg die Nervosität beachtlich. Endlich waren wir dran und schließlich auch durch. Im Laufschritt ging es zum Gate, wo zwar das Boarding bereits begonnen hatte, aber noch genug Menschen anstanden. Also gab es noch einen Abstecher aufs stille Örtchen und danach in den Shuttlebus zum Flugzeug.

Dort bezogen wir unsere Plätze und warteten auf den Start, der auch nur wenige Minuten verspätet gegen 20:20 Uhr erfolgen konnte. Während des Fluges haben Schatzi-Moppel nicht nur gemerkt, dass sie kein Abendessen hatten und es im “Bordbistro“ auch nichts vernünftiges zum Bestellen gab, sondern auch, dass wir kein einziges Foto am Flughafen gemacht haben. So haben wir erstmal ein paar Fotos im Flugzeug gemacht und uns sehr gefreut, dass das Schatzi zumindest die Wasserflasche aufgefüllt hatte. Immerhin gab es dann an Bord für jeden ein Fläschchen Wasser und ein Sandwich mit Thunfisch und Oliven. Etwas speziell, aber ganz okay.

Nach etwas über 2 Stunden Flugzeit sind wir schließlich auf Malta gelandet. Ihr müsst euch das Schatzi so vorstellen: Todmüde, hungrig, durstig, Kopfschmerzen. Konzentration? Eher nicht vorhanden. Sie lief  einige  Personen vor uns die Treppe hinunter und ehe wir es richtig realisieren konnten, lag sie am Boden. Scheinbar war der Abstand zwischen letzter Stufe und Boden (für sie) unerwartet weit gewesen, dadurch war sie ins Straucheln geraten und konnte sich nicht wieder “einfangen“, sondern ist stattdessen der Länge nach hingefallen. Oh weh. Der erste Kontakt mit Malta war der Boden vom Rollfeld 😔

Zumindest konnte sie aufstehen und laufen und so verfrachteten  wir sie in den Shuttlebus, parkten sie dann im Flughafengebäude neben dem Gepäckband und schoben sie schließlich, als wir beide Koffer hatten, Richtung Ausgang. Inzwischen war es bereits nach 23 Uhr und wir alle ziemlich fertig. In der Halle draußen standen zig Leute, die jemanden abholen wollten und nach kurzer Suche hatten wir unseren Fahrer gefunden. Dieser brachte uns ins (zugegebenermaßen recht noble) Hotel in Attard, wo wir freundlich begrüßt und ins Zimmer begleitet wurden. Dort konnten wir die Verletzungen vom Schatzi prüfen (linkes Knie, linke Hand und linke Schulter geprellt und zum Teil blau, aber sonst alles okay) und die Minibar um zwei Bier erleichtern. Ziemlich schnell ging es dann aber ins Bett, was sehr gut und wichtig war.

Erster Urlaubstag

Der erste Urlaubstag startete recht angenehm. Wir wachten kurz vor dem Wecker auf, Schatzi-Moppel hüpften durch Bad und Dusche und dann ging es zum Frühstück. Das muss extrem gut gewesen sein, wurde uns berichtet. Auch ein Blick vom Balkon an unserem Zimmer war recht vielversprechend.

Danach haben wir uns per Taxi zum Flughafen begeben, um unseren Mietwagen abzuholen. Das Wetter war extrem aprillig, Regen und Sonne gaben sich die Klinke in die Hand und zwar im Minutentakt. Am Mietwagenschalter ging alles recht reibungslos vonstatten. Anschließend gingen wir unseren roten (!) Flitzer suchen. Bevor wir losfahren konnten, mussten wir die von der Mietwagenfirma angegebenen Schäden prüfen und fanden noch zwei weitere. Wir fuhren daher am Flughafen vor und meldeten diese noch nach. Danach konnte es endlich losgehen.

Nun begann aber im Grunde das Drama: Auf Malta herrscht Linksverkehr. Dies ist schwieriger als man denkt, denn man sitzt nicht einfach nur auf der anderen Seite, es ist einfach alles anders. Dazu fahren die Leute wie die Verrückten, es gibt extrem viel Verkehr und die Straßen sind zum Teil grauenvoll. Selbst das Bienchen wirkte gestresst, wie es da auf der falschen Seite hing und immer in die falsche Richtung geschaut hat. Auch das Zurechtfinden an sich war schwierig.

Mit  ein  bisschen Glück  haben  wir es  schließlich nach Marsaxlokk geschafft, ein recht  hübscher Küstenort mit Uferpromenade, Kirche, Restaurants und einem kleinen Markt. Nach einem Mittagessen sind wir hier noch ein wenig spazieren gegangen, haben die bunten Boote bestaunt und Fotos gemacht.

Anschließend sind wir zum Auto zurück gegangen und nach Tarxien gefahren. Auch dies war eine kleine Odyssee, denn allein die Spur zu treffen, ist nicht so leicht, wenn man auf der falschen Seite sitzt, vom Abbiegen und Einparken ganz zu schweigen. In Tarxien haben wir die Tempelanlage besichtigt und einmal mehr dem recht wechselhaften und manchmal sehr ungemütlichen Wetter getrotzt.

Nach diesem historischen Abstecher beschlossen wir, nach Vittoriosa zu fahren, laut Reiseführer ein sehr lohnenswerter Ort. Wir fuhren also los, hatten aber erneut erhebliche Schwierigkeiten, den Weg zu finden oder zu befahren, sodass wir spontan beschlossen, ins Hotel zurückzukehren, eine Pause zu machen und dann weiter zu sehen.

Schnell stellte sich aber heraus, dass weder das Wetter noch die Aussicht auf eine weitere Autofahrt Schatzi-Moppel wieder aus dem Zimmer locken konnten. Da es inzwischen kurz vor 17 Uhr war, haben wir die beiden gelobt und beschlossen, morgen mit dem Bus nach Valetta zu fahren. Zum Glück gibt es Restaurants im Hotel 🙂

2 Kommentare zu „Holpriger Start in den Urlaub – Malta Teil 1“

  1. Echt viel los bei euch, ihr solltet doch auf euch aufpassen. Ich hoffe es geht dem Schatzi gut so das sie die nächsten Urlaubstage genießen kann. Ich drücke die Daumen das es mit demWetter noch besser wird.✊✊🌞🌞 Trotzdem sehr schön e Fotos.

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