Am vergangenen Wochenende haben wir einen kleinen Trip nach Straßburg gemacht. Hier waren wir nun schon zum zweiten Mal, das erste Mal haben wir die schöne Stadt in Frankreich letztes Jahr zum ersten Hochzeitstag von Schatzi-Moppel besucht (Näheres über den Ausflug vom letzten Jahr erfahrt ihr hier).
Anlass der diesjährigen Reise war das Fußballspiel Straßburg gegen Nizza. Der Moppel hatte dem Schatzi zu Weihnachten Karten für dieses Spiel geschenkt, was auf den ersten Blick komisch erscheint, aber auf den zweiten Blick eigentlich ganz logisch ist. Zum einen hat uns diese Stadt ganz hervorragend gefallen und ein weiterer Trip hierher schien sehr reizvoll. Außerdem ist Lucien Favre, unser ehemaliger Trainer, den das Schatzi ganz toll fand, inzwischen Trainer von Nizza. Und zum Schluss muss man sagen, dass wir erst letzten Herbst in Arnheim festgestellt haben, wie interessant es ist, wenn man im Ausland als neutraler Fan im Stadion ist. Man wird nicht bepöbelt oder wie ein gemeingefährlicher Krimineller behandelt, sondern kann einfach Spaß am Spiel haben. Ihr seht, es macht Sinn.
Da das Spiel leider erst vor zwei Wochen terminiert worden war (die Franzosen sind offensichtlich noch langsamer als die DFL), musste die Planung ein bisschen spontan erfolgen. Ein Hotelzimmer hatten wir in weiser Voraussicht schon vor einer Weile gebucht (natürlich kostenfrei umbuch- und stornierbar) und nun galt es nur noch die An- und Abreise zu klären. Da keine Sparpreise mehr bei der Bahn zu bekommen waren, haben wir uns für eine Fahrt mit dem Flixbus entschieden. Das war extrem günstig und die geplante Fahrzeit auch nicht viel länger als mit der Bahn.
Wir mussten dafür am Samstagmorgen um kurz vor 11 Uhr in Kornwestheim sein, denn dort fuhr der Bus ab. Leider hatten wir den unhöflichsten Busfahrer überhaupt und das Schatzi war schon recht genervt, als es endlich losging. Ungünstigerweise fand an diesem Wochenende eine Vollsperrung der A8 in beide Richtungen auf Höhe von Pforzheim statt, sodass wir bis zum Zwischenstopp in Karlsruhe sehr lange unterwegs waren und uns durch viel Stau auf den Ausweichstrecken quälen mussten.
Nach einer halben Stunde Pause ging es von dort weiter, allerdings erst, nachdem der Busfahrer das Schatzi wegen ihres Rucksacks angemault hatte (dieser lag im Gepäckfach über ihrem Sitz, wie die automatische Flixbus-Durchsage am Anfang der Fahrt es erbeten hatte, aber der Fahrer wollte, dass der Rucksack unter ihrem Sitz lag, was nicht gut ging, da eine Sitzbefestigung im Weg war). Sei\’s drum. Der Rest der Fahrt nach Straßburg ging dann immerhin schneller und recht problemlos und wir waren alle happy, als wir den Bus verlassen konnten. Es war gegen 15 Uhr am Nachmittag und schönes Wetter (sonnig, aber nicht zu warm).
Wir liefen in die Innenstadt, besorgten zuerst bei einem Supermarkt etwas zu trinken und natürlich ein paar Kekse für den Krümel. Danach suchten wir uns ein nettes Lokal, wo wir draußen sitzen und Schatzi-Moppel etwas essen und trinken konnten. Es wurde natürlich direkt das französische Bier getestet und für gut befunden, auch das Essen war ganz hervorragend.
Nach dieser Stärkung haben wir eine kleine Runde durch die umliegenden Gassen gedreht, hier und da ein Foto gemacht und sind schließlich zu unserem Hotel gegangen, um einzuchecken und unsere Sachen loszuwerden.
Außerdem haben wir auch Trini, das Äffchen und den Kuschel aus Sicherheitsgründen (und weil sie es so wollten) im Hotelzimmer gelassen.
Danach bin ich mit Schatzi-Moppel zum Stadion aufgebrochen. Wir hatten uns entschieden, zu Fuß zu gehen, denn das Stadion war etwa 30 Minuten zu Fuß entfernt, mit der Straßenbahn wäre man auch etwas über 20 Minuten (inklusive Fußweg) unterwegs gewesen.
Das Stade de la Mainau fasst nicht ganz 30.000 Zuschauer, ist also doch etwas kleiner als der Borussiapark, in dem 25.000 Zuschauer mehr Platz finden. Dadurch war drumherum zwar ein bisschen los, aber irgendwie auch nicht wahnsinnig viel. Außerdem gab es direkt neben dem Stadion einen kleinen Fluss, den wir sehr hübsch fanden.
Durch die Einlasskontrolle kamen wir recht zügig hindurch und haben uns erstmal ein wenig umgesehen. Es gab Essens- und Getränkestände, einen Stand mit Makeup und Nagellack, den wir recht komisch fanden und einen Bereich mit DJ und einer riesigen Weinflasche. Dazu waren alle recht entspannt. Da Straßburg gerade recht weit unten in der Tabelle steht und Nizza recht weit oben, rechneten wir mit einem Spiel, bei dem beide Mannschaften möglichst gewinnen wollen würden.
Schatzi-Moppel haben dann noch schnell etwas zu essen und zu trinken geholt und dann haben wir unsere Plätze gesucht.
Diese Plätze waren auf der Haupttribüne, recht nah an der Heimkurve, wo die ganze Zeit ordentlich Stimmung gemacht wurde. Mir hat natürlich am besten der \“Allez les bleu\“-Gesang gefallen. Gästefans gab es nicht so arg viele und von dort kam auch keine Stimmung, aber wir hatten ja mit unseren blauen Freunden auch genug Action. Und natürlich haben wir auch Lucien gesehen 😉
Von den Gesängen haben wir auch ein Video gemacht.
In der Halbzeitpause gab es Musik und Tanz, was witzig aussah und uns viel besser als das Torwandschießen im Borussiapark gefallen hat. Auch hiervon haben wir ein kleines Video gemacht.
Kurz vor Ende des Spiels fing es an zu schütten, hatte aber nachgelassen, als wir das Stadion verlassen haben. Wir haben daher den Rückweg zum Hotel wieder zu Fuß angetreten, um ungefähr auf Höhe des Parks nahe dem Busbahnhof von einem Gewitter überrascht zu werden. Unterstellmöglichkeit erstmal Fehlanzeige. Schatzi-Moppel haben dann gezeigt, dass doch noch etwas Fitness in ihnen steckt und sind bis zum nächsten Gebäude gerannt. Hier haben wir uns untergestellt, bis das Gewitter ein wenig nachgelassen hatte und haben dann das restliche Stück des Weges zum Hotel zurückgelegt. Im Hotel angekommen, haben Schatzi-Moppel die nassen Sachen zum Trocknen aufgehängt, wir haben uns alle eingekuschelt und sind bald eingeschlafen.
Am nächsten Morgen hat der Wecker leider schon vor 8 geklingelt, weil das Schatzi dachte, dass es nur bis 9 Uhr Frühstück gäbe (Hinweise im Internet haben ja noch nie geirrt). Wie wir dann vor Ort festgestellt haben, war das nicht so, denn wir waren einige der ersten beim Frühstück und als wir später nach halb 10 ausgecheckt haben, war immer noch gut was los im Frühstücksraum. Mich hat das aber nicht gestört, denn so hatten wir mehr Zeit, noch ein wenig die Stadt zu erkunden und Fotos zu machen. Anfänglich war es noch etwas wolkig und frisch, aber bald kam die Sonne raus und es wurde sehr angenehm.
Auf unserem Weg durch die Stadt haben wir verschiedene Ecken fotografiert und hatten sehr viel Spaß. Das Äffchen, das noch nie bei einem Ausflug in eine andere Stadt dabei war, hat die Aufregung sehr genossen, und Trini, der uns schon nach Arnheim begleitet hat, war sehr begeistert davon, eine andere ausländische Stadt kennen zu lernen.
Zwischendurch haben wir dann aber auch mal ein kleines Päuschen gemacht, um Schatzi-Moppel nicht zu überanstrengen.
Danach sind wir auf das Dach eines Gebäudes gestiegen (das Barrage Vauban), von wo man einen wundervollen Blick auf den Rhein, die Schleusenanlagen und die Stadt an sich hatte.
Anschließend haben wir noch eine kleine Runde durch die Stadt gedreht
und sind schließlich in unserem Lieblingsrestaurant eingekehrt, der Chez Tante Liesel, wo wir extra einen Tisch reserviert hatten. Für Schatzi-Moppel gab es einen leckeren Wein und fantastisches Essen. Obwohl beide vom Hauptgang schon recht satt waren, kamen sie am Nachtisch nicht vorbei, der ebenfalls super gut war.
Danach hatten wir noch ein Stündchen Zeit, bis unser Bus abfahren sollte. Wir schlenderten gemütlich Richtung Busbahnhof, wo wir noch ein wenig im Park saßen und die Ghandi-Statue fotografiert haben.
Als endlich der Bus einfuhr, war die Freude groß, denn wir hatten wieder den gleichen überaus sympatischen Busfahrer wie auf der Hinfahrt. Diesmal haben wir einen Teil der Rückbank belegt und unsere Rucksäcke direkt im Fußraum untergebracht. Glücklicherweise war die Sperre auf der A8 vorzeitig aufgehoben worden, sodass wir recht gut durchgekommen sind und fast planmäßig zu Hause waren.
Ich hoffe, ihr hattet beim Anschauen der Bilder auch so viel Spaß wie wir auf unserem kleinen Trip.





































































































