Inzwischen sind wir an unserer zweiten Station in Almere angekommen – eine gute Gelegenheit, um über unseren restlichen Aufenthalt in Groede zu berichten 😉
Montag, 06.07.2020
Für den Montag hatten Schatzi-Moppel eine weitere, recht großzügige Radtour geplant. Sie haben alles bereit gelegt und teilweise auch eingepackt – den Knuffi und mich haben sie leider vergessen. Wir haben gerufen und geschimpft, aber sie haben nichts gemerkt und sind ohne uns losgefahren.
Von Billy, dem Glühwürmchen, weiß ich, dass das Schatzi irgendwann auf die Idee kam, Fotos zu machen und da fiel endlich auf, dass JEMAND fehlt, daher haben die anderen drei ein Foto bekommen.
Im weiteren Verlauf diskutierten Schatzi-Moppel, ob sie mich noch abholen oder nicht und als sie plötzlich an einem Schild vorbeifuhren, auf dem \“Groede 3 km\“ stand, hat der Moppel eine Entscheidung getroffen: Während er zur Ferienwohnung gerast ist, um uns abzuholen, ist das Schatzi weiter entlang der geplanten Route gefahren. Irgendwann haben wir uns alle auf einer Bank mit Blick auf die Westerschelde wieder getroffen 😊 Und so richtig böse konnte ich den beiden irgendwie nicht sein.
Wir sind dann noch ein Stück gemeinsam weiter geradelt, bis wir eine Pause im Strandpavillon Van Houten gemacht haben. Dort war es etwas rustikal, was Schatzi-Moppel ja lieber haben als Etepete, und das Essen war richtig lecker.
Nach dieser Stärkung konnte es weitergehen. Natürlich sind wir noch eine Weile auf der Düne entlang geradelt und wir konnten auch den Breskenser Leuchtturm nochmal sehen.
Am Ende der Runde standen beim Moppel fast 40 km auf dem Tacho, das Schatzi hatte mindestens 35 km. Die beiden waren ganz schön platt am Ende und viel mehr als Wäsche waschen und herumhängen, haben sie am Montag nicht mehr geschafft.
Dienstag, 07.07.2020
Ich war wirklich nicht sicher, ob Schatzi-Moppel am Dienstag in der Lage sein würden, sich wieder aufs Faltrad zu schwingen, aber ausnahmsweise schien schon morgens die Sonne. Außerdem wurden wir bereits um 7 Uhr von einer spontanen Baustelle vor dem Fenster geweckt und so einen Tag muss man doch nutzen, oder?
Die ausgesuchte Radtour war diesmal etwas vage. Wir wollten ein bisschen am Meer Richtung Osten radeln, da wir dort noch nicht waren. Am Anfang haben wir uns zwar leicht verfahren, sind so aber nochmal am bekannten Strand und dem aktuellen Lieblingsleuchtturm vorbeigekommen.
Etwas später haben wir eine fragwürdige Statue entdeckt.
Der Radweg führte dann quer durch Breskens, aber hinter dem Ort haben wir es irgendwann zurück ans Meer geschafft und hach, war das schön da!
Lustigerweise hat das Schatzi bei der ersten Fotopause festgestellt, dass sie einen blinden Passagier dabei hatte: ein Marienkäfer saß auf ihrem Hosenbein, der scheinbar ans Meer wollte.
Während wir so weiter radelten, hörte das Schatzi plötzlich jemand ihren Namen rufen, zweimal. Sie dachte natürlich, es wäre der Moppel, radelte etwas schneller und rief nach ihm. Er stritt aber alles ab und machte sich noch etwas über sie lustig, bis er plötzlich eine WhatsApp von einem Stadionkumpel bekam, der gerade an uns vorbei gefahren war.
Wir debattieren kurz und drehten dann um, um ihm hinterherzufahren.
Allerdings war das nicht so leicht, denn in die andere Richtung hatten wir kräftigen Gegenwind. Das Aufholtempo ließ sich daher nicht lange halten, stattdessen musste noch eine Pause gemacht werden, die wir gleich für Fotos genutzt haben.
In Breskens brauchten Schatzi-Moppel erstmal eine kleine Stärkung, so sehr hatte sie die Aufholjagd geschafft.
Danach haben sie den Stadionkumpel gesucht, der mit seinen Freunden draußen an einem Restaurant saß. Es wurde also ein bisschen gequatscht über den lustigen Zufall und die verrückte Zeit, denn im Stadion hat man sich ja nun seit Monaten nicht mehr sehen können. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Fahrradladen sind wir zurück zur Ferienwohnung geradelt und dann war es mit Radeln auch erstmal gut.
Etwas später am Nachmittag haben wir noch ein paar Fotos in Groede gemacht, denn Groede ist auch ein echt schöner Ort. Aber schaut selbst:
Nach dem Abendessen haben wir eine Weile diskutiert, ob wir nochmal zum Leuchtturm fahren (mit dem Auto) oder nicht. Eigentlich wollten wir einen Sonnenuntergang dort mitnehmen, aber es war einfach abends immer bewölkt oder hat sogar geregnet. Auch am Dienstagabend hatten wir eine dichte Wolkendecke und leichten Nieselregen, aber schließlich haben wir dann doch ein paar Freunde geschnappt und sind losgedüst. Es war zwar echt frisch, aber sooo cool!
Ich finde, das hat sich doch wirklich gelohnt 😊
Mittwoch, 08.07.2020
Mittwoch war dann auch schon Abreisetag. Leider hat es ordentlich geregnet und das Auto im Regen beladen, ist irgendwie nicht so toll. Trotzdem hat der Moppel das Taschenpuzzle gelöst und schließlich konnten wir losfahren.
Es ging durch den Tunnel unter der Westerschelde von Terneuzen Richtung Middelburg und von dort direkt nach Westkapelle, unser ganz persönlicher Happy Place. Und wie es sich gehört, hat es aufgehört zu regnen als wir ankamen, sodass wir die relevanten Spots abklappern konnten.
Als wir weiterfuhren, hat der Regen wieder angefangen und im Grunde bis jetzt angehalten. Dafür haben wir nun in Almere ein kleines (von außen) blaues Häuschen für die nächsten zehn Tage ganz für uns und haben es uns auch schon gemütlich gemacht.