Eigentlich wollte ich ja meine Schreibhilfe schon gestern bitten, euch von unseren ersten Tagen in Almere zu berichten, aber gestern war sie irgendwie zu fertig dazu, also musste dieser Blogpost bis heute warten und wird nun noch ein wenig länger.
Donnerstag, 09.07.2020
Unser Aufenthalt hier in Almere begann mit einem waschechten Regentag. Tatsächlich hat es irgendwie den ganzen Tag geregnet, sodass wir uns im Ferienhaus eingekuschelt und viel gelesen haben.
Zwischendurch hatte uns der Wetterbericht einmal vorgegaukelt, dass es eine Weile trocken bleiben würde, sodass Schatzi-Moppel tatsächlich das Haus verlassen haben, aber das Wetter hatte den Wetterbericht wohl nicht gesehen, denn im Grunde hat es gar nicht aufgehört zu regnen. Trotzdem sind Schatzi-Moppel ein wenig durch unseren Ortsteil Almere-Haven gestromert, bevor sie wieder die Gemütlichkeit des Ferienhäuschen aufgesucht haben.
Freitag, 10.07.2020
Auch der Freitag begann verregnet. Wir konnten also das gemütliche Herumlungern zunächst einmal fortsetzen. Für den Nachmittag war allerdings eine Wetterbesserung angesagt, die wir sehnsüchtig erwarteten. Auch hiervon war das Wetter allerdings nicht richtig informiert worden, denn statt ab 13 Uhr wurde es erst nach 16 Uhr etwas weniger wolkig und irgendwann kam die Sonne heraus. Wir sind also schnell zu einer kleinen Radelrunde aufgebrochen, um bei erst noch starker, später auflockernder Bewölkung ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen.
Wir sind dabei ein bisschen kreuz und quer geradelt und haben einfach mal ein paar Eindrücke der Stadt gesammelt. Das besondere an Almere ist ja, dass die Stadt, die etwa 25 km östlich von Amsterdam liegt, erst im Jahr 1975 gegründet wurde und zwar auf einem extra hierfür trockengelegten Stück Land, das vorher Wasser war. Die Stadt hat also historisch in dem Sinne nichts zu bieten, aber landschaftlich und vor allem für Radfahrer ist sie ein Traum. Es gibt ein sehr gut versponnenes Netz aus Radwegen und ich denke, es wird nicht möglich sein, dass wir alle Ecken (\“Fiets-Knoopunte\“) abfahren, aber heute wollten wir uns zumindest mal einen kleinen Überblick verschaffen.
Die Radrunde war insgesamt knapp 25 km lang und ein guter Einstieg, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Leider fehlt am Anfang der Aufzeichnung ein Stück, aber das ist nicht entscheidend.
Samstag, 11.07.2020
Für heute hatten wir eigentlich die Umrundung des Gooimeeres geplant, die etwa 40 km lang ist. Irgendwie kamen Schatzi-Moppel aber nicht aus den Puschen und als wir dann die Wettervorhersage angeschaut haben, zog gerade ein Regenguss auf. Den haben wir also abgewartet und währenddessen beschlossen, den Plan zu ändern und die lange Tour auf den Sonntag zu verschieben, an dem das Wetter beständiger werden sollte.
So kam es, dass der Moppel vorschlug, einfach mal in eine bestimmte Richtung zu radeln und dann umzudrehen, wenn es \“reicht\“. Geplant war, dass wir damit so zwischen 30 und 40 km landen würden.
Tja, ich kann verraten, dass das nicht geklappt hat, denn am Ende ist die Runde 50 km lang gewesen. Zwischendurch war sie aber wirklich schön. Es lässt sich gar nicht so richtig zusammenfassen, wo wir überall waren – auf jeden Fall grob nördlich Richtung Lelystad, kurz am Markermeer und durch viel Natur – aber wir haben wirklich tolle Ecken gesehen. Lasst einfach die Fotos mal auf euch wirken.
Auf dem Rückweg Richtung Almere traf uns dann etwas unerwartet der Gegenwind und hat das Schatzi bald vom Faltrad gepustet. Trotzdem gab es auch hier so schöne Ecken, die wir fotografieren mussten.
Irgendwann eierte das Schatzi aber nur noch so dahin und der Moppel sah seinen verwegenen Wochenmarktplan in Gefahr, denn dieser sollte nur bis 16 Uhr geöffnet sein und es war bereits nach halb 4. Aus diesem Grund beschlossen die beiden, sich für den Moment zu trennen. Der Moppel wollte losdüsen und einkaufen und das Schatzi sollte langsam nach kommen um ihn dann dort zu treffen.
Gesagt, getan. Der Moppel radelte los, das Schatzi eierte hinterher. Natürlich hatte sie ihn schnell aus den Augen verloren und musste selbst navigieren.
Als sie am Marktplatz angekommen war (kurz vor 16 Uhr), hielt sie also nach dem Moppi Ausschau, konnte ihn aber nicht entdecken. Wie sich herausstellte, hatte sich dieser verfahren und war noch unterwegs 🙂 Er trudelt aber auch einige Minuten später ein, konnte noch ein bisschen Gemüse und Obst ergattern und dann machten wir uns schließlich auf den Heimweg.
Dort wurde nach dem Duschen dann nochmals der Supermarkt aufgesucht, um weiteren benötigten Sachen einzukaufen. Den restlichen Abend verbrachten Schatzi-Moppel ziemlich geschafft auf dem Sofa.
Sonntag, 12.07.2020
Der Sonntagmorgen begann mit schwerem Ächz. Das Schatzi hatte sich wohl etwas übernommen und nun hatte sie ein wenig mit den Nachwirkungen zu kämpfen. Nach einer Weile lesend und Tee trinkend auf der Couch ging es ihr aber bald etwas besser und sie war in der Lage, sich den verwegenen Plan vom Moppel anzuhören. Die Gooimeer-Umrundung sollte erneut verschoben werden, die neu überlegte Route sah sehr interessant aus und wäre auch nur etwas unter 35 km lang. Klang theoretisch machbar.
Wir radelten also gemütlich los und waren erfreut, dass niemand direkt mit dem Rad zusammenbrach.
Erneut ging es ein wenig kreuz und quer (aber diesmal nach Plan) durch Almere bis wir einen See erreichten, den wir halb umrundeten, um im weiteren Verlauf ans Ijmeer zu kommen. Von dort radelten wir am Meer entlang durch Almere Poort. Nach einem Zwischenstopp zum Essen und Stärken in Almere Strand ging es schließlich Richtung Ferienhaus in Almere Haven.
Unterwegs haben wir sehr oft angehalten und Fotos gemacht, denn der Weg oder das Drumherum war wirklich unfassbar schön.
Überraschenderweise war die Tour dann schlussendlich wirklich nur etwa 34 km lang und obwohl Schatzi-Moppel am Ende geschafft waren, waren sie doch nicht so fertig wie am Samstag.
Vielleicht können wir dann morgen endlich die Gooimeer-Runde fahren, bevor es am Dienstag wieder ordentlich regnen soll.


