Da heute das Wetter mal wieder etwas ungemütlich ist, haben wir beschlossen, im Ferienhaus herumzuhängen und ein bisschen die Seele baumeln zu lassen. Das ist natürlich auch ein passender Moment, um den Blog weiter zu schreiben 🙂
Montag, 13.07.2020
Am Montag sind wir zur vorerst letzten Radtour aufgebrochen: Die schon lange geplante Gooimeer-Umrundung. Allerdings muss man sagen, dass Schatzi-Moppel nach den Radtouren der letzten Tage deutlich weniger motiviert waren als bisher. Sie radelten also eher ziemlich gemütlich vor sich hin, überquerten mit einiger Mühe die Hollands Brug, die IJmeer und Gooimeer trennt, und wurden erst etwas wacher, als wir in Naarden ankamen. Naarden ist eine Festung und ein Ortsteil der Gemeinde Gooise Meren, liegt in der Provinz Nord-Holland und ist bereits mehrere Jahrhunderte alt. Ganz anders als Almere also.
Dann haben wir uns einen Platz gesucht, um unsere Falträder abzustellen und erstmal die Kanonen bewundert.
Anschließend sind wir ein wenig durch die Gassen gelaufen und haben einige Eindrücke fotografisch festgehalten.
Nach einer Weile des Herumstromerns überkam Schatzi-Moppel der Hunger und so haben sie vor einem netten Restaurant ein Zwei-Gänge-Menü (beide hatten die gleiche Vorspeise, aber unterschiedliche Hauptgerichte) zu sich genommen.
Im Anschluss sind wir zurück zu unseren Falträdern gegangen und endlich weiter gefahren. Es lag nämlich noch einiges an Strecke vor uns.
Nach einigen Kilometern durch den Wald
erreichten wir das größte Skigebiet der Niederlande und staunten nicht schlecht.
Schon kurz darauf erreichten wir Huizen und auch hier mussten wir eine ganze Menge Fotos machen, weil es ein richtig hübscher Ort ist. Aber seht selbst:
Nachdem wir Huizen durchfahren hatten, kamen wir an eine Brücke, wo wir feststellen mussten, dass das Tracking bzw. das lange Pausieren die Uhr vom Moppel quasi leer gezogen hatte, weshalb er nun das Tracking beenden musste. Wir setzten dieses dann ab hier auf dem Handy fort. Ihr seht am Ende daher diesmal die Strecke in zwei Teilen.
Der zweite Teil der Strecke zog sich irgendwie. Zunächst überquerten wir die Stichtse Brug, die zwischen Gooimeer und Emmeer verläuft, um dann in einem Bogen zum Wasser zurückfahren. Ab hier mussten Schatzi-Moppel einige Kilometer gegen den Gegenwind anstrampeln. Es war zwar eine wirklich hübsche Strecke, um langsam vor sich hin zu radeln, aber man merkte schon, dass echt die Luft raus war.
Schließlich haben wir dann doch irgendwann Almere erreicht. Kurz vor unserem Ferienhaus haben wir uns nochmal auf einer Bank niedergelassen, den Blick über das Gooimeer schweifen lassen und uns gefreut, dass wir diese Strecke – wenn auch mit einiger Mühe – geschafft haben.
Die Umrundung waren insgesamt etwa 35 km und auch, wenn es diesmal etwas anstrengender war, war es doch eine tolle Tour.
Dienstag, 14.07.2020
Für Dienstag war verhältnismäßig wechselhaftes Wetter vorhergesagt. Erst überlegten wir, im Ferienhaus herumzugammeln, aber irgendwie überkam Schatzi-Moppel in der Mittagszeit doch die Lust, etwas zu unternehmen und so machten wir einen Autotrip nach Utrecht. Zuerst steuerten wir einen Parkplatz außerhalb des Stadtzentrums an, der nicht ganz so teuer sein sollte. Knapp 15 € für 3,5 Stunden Parken fanden wir zwar nicht gerade günstig, aber ein richtig außerhalb der Stadt gelegener Park & Ride Parkplatz, von dem aus man mit dem Bus ins Zentrum fahren muss, erschien uns in Zeiten von Corona nicht sinnvoll.
Wir brachen also unverzüglich auf und steuerten zu Fuß die Innenstadt an. In Utrecht wird gerade extrem viel gebaut. Story of my life, könnte man sagen, da ich z.B. auch die Rialtobrücke in Venedig und das Seefahrerdenkmal in Lissabon nur in Gerüsten gesehen habe. Zu Anfang unserer Spaziertour durch die Stadt hatten wir noch recht gutes Wetter, welches aber im Laufe der Zeit schlechter werden sollte. Wir haben also versucht, schnell ein paar Fotos zu erhaschen.
Schatzi-Moppel sind ab und zu in irgendwelche Läden gegangen, was aber recht anstrengend war. In den Niederlanden gibt es keine Maskenpflicht in Geschäften und irgendwie fühlt sich das nicht richtig an. Wir haben also nur möglichst leere Läden betreten und unsere Besuche kurz gehalten. Der Moppel hat ein paar Kleinigkeiten gekauft, das Schatzi nur ein paar Socken. Eigentlich war sie auf der Suche nach einer Jeans, aber das war ziemlich erfolglos.
Nach einer Weile machten wir uns Richtung Nijntje-Museum auf. Da wollte Willy unbedingt hin. Vor Ort wurde uns aber gesagt, dass das Museum nur etwas für Kinder sei und bei näherer Betrachtung wollten wir lieber nicht in einem Museum herumlaufen. Wir haben daher nur den Museumsshop besucht, ein paar Souveniers gekauft und waren schließlich noch im Cafè des Museums, um einen Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen.
Selbstverständlich durfte auch das Foto mit Nijntje nicht fehlen.
Zum Schluss haben wir in der Stadt noch kurz ein paar Fotos gemacht, bevor wir schließlich zügiger Richtung Auto gegangen sind, da der Regen stärker wurde. Wir haben es aber noch rechtzeitig geschafft, bevor Schatzi-Moppel ganz nass waren.
Mittwoch, 15.07.2020
Bereits am Dienstagabend entstand die Idee, nach Lelystad zum Outletcenter zu fahren, um gezielt nach einer Jeans für das Schatzi zu schauen. Auf der Hinfahrt haben wir die Route über den Deich genommen, die wir mit dem Fahrrad dann doch nicht gemacht hatten. Cool war das da aber schon.
In Lelystad sind Schatzi-Moppel also kreuz und quer durch das Outletcenter gelaufen, das glücklicherweise wie eine Stadt angelegt war. Man war also unter freiem Himmel und jeder Laden hatte sein eigenes Häuschen. Der Moppel hat erneut ein paar Sachen für sich gefunden, das Schatzi ging leider komplett leer aus. Wer kam auch auf die Idee, dass eine Jeans für drei Monate reichen würde?
Ein bisschen frustriert haben wir daher irgendwann den Heimweg angetreten und nochmal auf dem Deich für ein paar Fotos angehalten. Trotz allem war es ein recht schöner Tag.
Donnerstag, 16.07.2020
Inzwischen ist es schon weit nach der Mittagszeit und bei uns wird weiterhin gekuschelt. Die Humans lesen, bereiten sich gedanklich auf die Weiterreise am Samstag vor und hoffen darauf, dass der Regen gleich aufhört und man nochmal vor die Tür gehen kann. Falls heute noch etwas Spannendes passiert, werde ich euch im nächsten Blogpost davon berichten.






















