Sabbatical Teil 20: Hejdå Schweden

Viel zu schnell war es Zeit, von Schweden Abschied zu nehmen. Es ist verrückt: In einem Monat hat uns der Alltag schon wieder. Aber die Zeit bis dahin wird noch ausgiebig genutzt. Zuletzt also mit den letzten Tagen in Schweden, die wir an der Westküste südlich von Göteborg verbracht haben.

Donnerstag, 31. August 2023

Zunächst mussten wir wie üblich unsere Sachen packen und die Ferienwohnung in Motala verlassen, die wir zum Abschluss natürlich auch noch fotografiert haben.

Dann fuhren wir in südlicher Richtung am Vänern entlang, auf den wir auch noch ein paar schöne Ausblicke erhaschten.

Nach einer knappen Stunde Fahrzeit hielten wir in Gränna, der Heimat der schwedischen Zuckerstangen (= Polkagrisar). Dort waren wir kurz in einem Laden, mussten den Krümel aber schnell wieder einfangen, bevor er im Zuckerrausch durch die Straßen eskalieren konnte.

Die restliche Strecke verlief zum Glück ohne Zwischenfälle und wir waren froh, als wir an unserem nächsten Ferienhaus angekommen waren. Wir hatten nämlich gerade alles ausgeladen, da fing es an zu regnen und hörte auch an diesem Tag nicht wieder auf. Das war schade, denn wir übernachteten in einer alten Windmühle, die wir dadurch gar nicht fotografieren konnten.

Freitag, 1. September 2023

Der Vormittag startete mit Regen, glücklicherweise hörte er jedoch bald auf und die Wolken lichteten sich zaghaft. Mit einiger Mühe schafften wir es, Schatzi-Moppel zu einem Ausflug zu überreden. Wir fuhren in das etwa 20 Minuten nördlich gelegene Varberg. Zunächst gab es in einem hübschen Café ein kleines Mittagessen, dann bummelten wir ein bisschen herum.

Und ohne Vorwarnung standen wir plötzlich am Meer. Ich musste zweimal hinschauen, um den Ausdruck auf den Gesichtern von Schatzi-Moppel richtig einzuordnen. Waren die etwa glücklich? Meine Güte, da fahren wir wochenlang durch die tollsten Landschaften – hohe Berge, riesige Fjorde, dies, das, Ananas – und wir hätten einfach nur die ganze Zeit am Meer sein müssen? Aber naja, es ist halt auch schön!

Da wir einen Leuchtturmbesuch geplant hatten, war der Fanti dabei, saß aber noch im Auto. Nach kurzer Beratung beschlossen wir, zu dem Leuchtturm an der Promenade entlang zu Fuß zu gehen und den Fanti dafür abzuholen. Diese Aufgabe übernahm das Schatzi, während der Moppel mit uns an der Festung herumlief und fleißig knipste.

Nach etwa einer halben Stunde trafen wir uns wieder. Der Fanti war richtig aufgeregt und hüpfte erstmal auf dem Anker und den Felsen herum. Pieti konnte ihn schließlich ein wenig beruhigen.

Gemeinsam gingen wir in Richtung Subbe Fyr, der stetig näher kam. Besser kann man den ersten Leuchtturmbesuch nach Wochen nicht zelebrieren.

Schließlich hatten wir ihn erreicht und genossen den Anblick in vollen Zügen.

Danach gingen wir noch ein paar Schritte die Promenade hinunter, kehrten aber bald um, denn der Rückweg war schon weit genug.

Zurück im Ort kehrten wir nahe der Strandpromenade in einen Biergarten ein, der eine perfekte Wahl war: Leckeres Essen, gute Musik und schöne Stimmung. Nur der Fanti wurde ein wenig verwundert beäugt.

Leider wurde es im Schatten schnell frisch, weshalb wir uns schließlich auf den Heimweg machten. Was für ein schöner Tag!

Samstag, 2. September 2023

Der Samstag startete zwar sonnig, es stellte sich aber bald heraus, dass ein kühler Wind wehte, wodurch es nicht so schön war wie am Vortag. Trotzdem brachen wir am späten Vormittag zu einem Ausflug auf. Unser erstes Ziel war der Morups Tånge Fyr. Dieser liegt idyllisch am Naturschutzgebiet Morups Tånge. Auf dem Weg dorthin mussten wir sogar über eine Kuhweide fahren (nicht im Bild).

Anschließend ging es weiter nach Falkenberg. Dort suchten wir uns einen Parkplatz und zogen los, wobei der Fanti im Auto blieb. Als wir die Innenstadt erreichten, befanden wir uns plötzlich mitten in einer Oldtimer-Ausstellung. Das Bienchen war begeistert.

Irgendwann hatten wir uns durch den Trubel hindurchgekämpft und suchten ein nettes, ruhiges Café auf. Danach setzten wir unseren Stadtbummel fort und gingen zum Fluss Ätran, der quer durch die Stadt verläuft. Dort landeten wir direkt an der historischen Brücke Tullbron.

Auf der linken Flussseite setzten wir unseren Weg fort in Richtung Skrea Strand, der bei gutem Wetter sehr beliebt ist. Der Weg dorthin war leider nicht so hübsch, denn auf der anderen Flussseite standen riesige Industriebauten. Der Strand mit seinem ewig langen Steg gefiel uns dagegen sehr gut.

Bevor wir uns auf den Rückweg in die Innenstadt machten, gab es noch ein Eis. Außerdem haben wir unterwegs eine kleine Pause mit Blick auf die Altstadt eingelegt.

Zurück am Auto steuerten wir noch unser letztes ToDo für diesen Tag an: Den Lövstaviken Fyr, den der Fanti am liebsten mitgenommen hätte, so niedlich klein war der.

Als wir wieder an unserer Mühle waren, haben wir noch ein paar Fotos von außen gemacht.

Den restlichen Tag haben wir gemütlich in der Ferienwohnung verbracht und unsere Weiterreise vorbereitet.

Sonntag, 3. September 2023

Heute morgen war uns das Wetter fast egal, denn es hieß Abschied nehmen. Und zwar nicht nur von der Mühle, sondern von Schweden an sich. Nachdem wir alles gepackt und im Auto verstaut hatten, mussten wir noch ein bisschen putzen und natürlich Fotos machen. Der Grundriss der Mühle war folgendermaßen: Im Erdgeschoss waren Küche und Bad, im 1. Stock das Wohnzimmer und ganz oben das Schlafzimmer.

Schließlich waren wir fertig und düsten los. Unterwegs gaben wir noch den schwedischen Pfand in einem Supermarkt ab und brachten unser restliches schwedisches Bargeld unter die Leute. Dann ging es weiter an Malmö vorbei und über die Öresundbrücke nach Dänemark.

Am Nachmittag sind wir in unserer Ferienwohnung auf der Insel Møn angekommen. Die ist (mal wieder) in einer alten Dorfschule und ziemlich hübsch. Ich habe mir im Geografie- äh Schlafzimmer erstmal angesehen, wohin es im nächsten Sabbatical geht.

Nach einem kleinen Einkauf haben wir uns erholt, der Moppel auf der Couch während das Schatzi mit Raffi noch einen kleinen Spaziergang gemacht und tatsächlich ein bisschen Meer gefunden hat.

Für die nächsten Tage ist recht schönes Spätsommerwetter vorhergesagt, weshalb wir uns schon darauf freuen, die Gegend zu erkunden.

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