So viele Ideen, so wenig Zeit

Es ist verrückt. Seit ich einmal angefangen habe, die Ideen in meinem Kopf zu Papier zu bringen, kann ich nicht mehr damit aufhören.

Ständig ploppt eine neue Story in meinem Kopf auf und will formuliert werden. Und so kommt es, dass ich gerade erst einen Roman an meine Testlesenden geschickt habe, aber meine Fantasie schon zwei weitere Romane und einen Krimi austüftelt. Wann soll ich das nur alles aufschreiben?

Dabei ist das alles nicht neu. Meine Fantasie war schon immer extrem kreativ. Ich habe mir in meinem Leben vermutlich schon um die 50 – 100 buchfähige Geschichten ausgedacht und so lange in meinem Kopf an den Formulierungen gefeilt, bis ich damit zufrieden war. Gerade so, als würde ich ein Buch daraus machen.

Das hab ich natürlich früher nicht. Aber jetzt kann ich irgendwie nicht mehr anders. Die Ideen sind da, wollen verfolgt werden und jedes Mal frage ich mich: Reicht meine Fantasie aus, um ein Buch daraus zu machen? Bisher ja.

Ich bin teilweise überrascht, wie leicht es mir fällt, mich in andere Personen hineinzuversetzen, mir ihre Lebenssituation vorzustellen, ihre Gefühle zu empfinden und ihre Gedanken zu formulieren. Manchmal ist es so real, dass es wehtut.

In gewisser Weise ist es die Flucht, zu der ich nie fähig war. Der ständige Wunsch, jemand anders zu sein. Jetzt kann ich das alles. Nicht mehr nur in meinem Kopf. Sondern in der Geschichte, die ich erzähle. Wenn ich mit meiner Hauptfigur durch Dick und Dünn gehe, mit ihr oder ihm weine und lache.

Es ist ein tolles Gefühl, diese Personen in meinem Kopf zum Leben zu erwecken und zu beobachten, wie sie sich entwickeln.

Mein Problem löst das alles nicht: Zu viele Ideen, zu wenig Zeit. Aber ich habe endlich ein Ventil gefunden, um die Kreativität auszuleben, die in mir steckt. Ich bin gespannt auf das, was da noch in mir schlummert.

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