Wo ich schon mal dabei war, habe ich direkt beide noch offenen Teile der Prielhagen-Reihe gelesen und schwelge wie immer in Ostsee-Harmonie.
Teil 5: Süße Wintertage am Leuchtturm

Darum geht’s
Ein Tag ohne Praline ist ein verlorener Tag.
Heiligabend ist Sophies letzter Arbeitstag. Dann schließt die kleine Konditorei Lemm in Berlin für immer ihre Pforten. Für Sophie der Startschuss in ein neues Leben: Sie will sich selbstständig machen.
Bevor sie im neuen Jahr einen eigenen kleinen Laden eröffnen wird, zieht sie für einige Wochen nach Prielhagen in eine einsame Kate. Inmitten von Dünen, Möwengeschrei und Wellenrauschen will sie ihre eigene Pralinenkollektion entwerfen.
Elias ist Fitnessmodel, Ernährungscoach und Influencer. Um endlich in Ruhe seinen ersten Ratgeber schreiben zu können, zieht er sich in ein Ferienhaus an die Ostsee zurück. Aber was zur Hölle macht eine Konditorin in seiner Küche? Inklusive Bergen von Zucker, Marzipan und Schokolade? Die Frau muss auf der Stelle weg – doch Elias hat nicht mit Sophies Sturkopf gerechnet.
(Buchbeschreibung von Amazon)
Mein Fazit
Dass ich Teil 4 gelesen habe, ist schon eine Weile her, daher waren mir nicht mehr alle Namen direkt in Erinnerung – das Flair von Prielhagen aber schon. Und Sophie mochte ich von Sekunde eins. Ganz im Gegensatz zu Elias, der mir mit seinen fanatischen Ansichten direkt auf die Nerven ging. Genauso ergeht es Sophie allerdings auch. Anders als ich kann sie aber mit schwierigen Situationen deutlich gelassener umgehen und legt eine große Menge Optimismus an den Tag, von der ich mir öfter eine Scheibe abschneiden könnte.
Und obwohl sich beide Protagonisten anfangs furchtbar mit ihren gegensätzlichen Lebensentwürfen in die Haare kriegen, sprühen da Funken. Trotzdem fragt man sich natürlich direkt, wie das funktionieren soll. Aber das Geheimnis ist im Grunde wie in jeder Beziehung: Neben Liebe benötigt man eine große Portion Humor und Toleranz sowie die Fähigkeit, den anderen sein zu lassen, wie er*sie eben ist.
Ob das den beiden Sturköpfen gelingt, müsst ihr selbst lesen, aber so viel sei verraten: Es ist wie immer eine ganz bezaubernde Geschichte.
⭐⭐⭐⭐⭐
Das einzige, was ich nicht verstehe, ist, wie Sophie so schnell so einen großen Instagram-Account etabliert hat. Ich habe meinen schon mehrere Jahre, poste durchaus interessante Sachen, aber bei mir klappt das irgendwie nicht 😅
Teil 6: Neue Zeiten am Leuchtturm

Darum geht’s
»Manchmal muss man einen Fehler im Leben zweimal machen, um das Richtige zu tun.«
Jola ist Architektin und zieht nach Prielhagen, um dem alten Fabrikgelände neues Leben einzuhauchen. Bereits am Tag des Spatenstichs kommt es jedoch zu Komplikationen, die das gesamte Projekt gefährden.
Da kann Jola zwei Dinge ganz gewiss nicht brauchen: Herzklopfen und Bauchkribbeln. Doch genau das empfindet sie in Gegenwart des attraktiven Landschaftsgärtners Henrik. Als sich die beiden näherkommen, verhält sich Henrik auf einmal eigenartig und abweisend. Was hat er zu verbergen?
(Buchbeschreibung von Amazon)
Mein Fazit
Anders, als ich es aus den anderen Prielhagen-Teilen in Erinnerung habe, starten wir direkt mit einer bekannten Person in der weiblichen Hauptrolle: Jola ist die beste Freundin von Sophie, die wir bereits in Teil 5 kennengelernt haben.
Groß ist das Kribbeln zwischen Jola und Hendrik von Anfang an und so stolpern beide Herz über Kopf in eine romantische Liasion, die eine plötzliche und (für mich leider nicht so unerwartete) Wendung nimmt. Nichts desto trotz mochte ich die Liebesgeschichte und die gesamte Story drumherum sehr. Es gab sehr spannende Aspekte rund um das Skelett, dessen Hintergründe gut aufgelöst werden.
Man erfährt auch noch einiges über die schon lieb gewonnenen Figuren aus Prielhagen und deren persönliche Entwicklung – inklusive dem einen oder anderen Happyend.
⭐⭐⭐⭐⭐
Über die gesamte Prielhagen-Reihe
Ich bin gar nicht sicher, ob „Neue Zeiten am Leuchtturm“ der letzte Teil der Prielhagen-Reihe ist. Für mich hat er sich aber so angefühlt und auch, wenn ich die Stadt und alle Bewohner sehr mag, finde ich, dass wir hier einen guten Schlusspunkt erreicht haben.
Es waren tolle Geschichten und ich fand es jedes Mal schön, in jedem weiteren Teil etwas über den weiteren Weg der bereits bekannten Protagonisten zu erfahren. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass das Konzept nicht für einen siebten Teil trägt. Womöglich irre ich mich und lasse mich dann gerne eines besseren belehren.
Für den Moment bedanke ich mich für viele tolle Stunden Leseurlaub an der Ostsee, auf die ich gerne zurückblicke.