Hörbuch-Rezension: Stephan King – Mr. Mercedes

Kürzlich haben wir ein weiteres Hörbuch von Stephan King, gelesen von David Nathan, abgeschlossen.

Darum geht’s

Ein Mercedes S 600 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.
Eine wirtschaftlich geplagte Großstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.

(Buchbeschreibung von Amazon)

Mein Fazit

Wie immer war ich begeistert von David Nathan, meiner Meinung nach einer der besten Hörbuch- Sprecher überhaupt. Er liest jedes Buch derart lebendig, dass man vollkommen in die Geschichte gezogen wird.

Die Geschichte an sich war allerdings schwierig. Brady ist ein richtig unsympathischer Typ. Klar, das soll er sein, aber manche Aspekte seiner Person gingen für mich weit über das Erträgliche hinaus, weshalb ich mehr als ein Mal schlucken und mit mir ringen musste, ob ich das Buch nicht abbrechen will.

Die Gegenseite, also die Story von Detective aD Bill Hodges, hat mir dagegen richtig gut gefallen. Bill ist ein interessant-schrulliger Typ im Ruhestand und seine Entwicklung in der Ermittlung, die ihn eigentlich nichts mehr angeht, von der er aber trotzdem nicht die Finger lassen kann, hat wirklich Spaß gemacht.

Insgesamt ist Mr Mercedes ein Buch, das bei mir gemischte Hörgefühle verursacht hat, aber durchaus spannend und mitreißend war. Mit den Details aus Bradys Leben muss man sich dabei irgendwie arrangieren. Trotzdem bin ich gespannt auf Teil 2 – Finderlohn – und hoffe, dass mich kein zweiter Brady erwartet.

⭐⭐⭐⭐

Hinterlasse einen Kommentar