Am Strand liegen und zwei schöne Romane über Sylt lesen – das hatte ich mir wirklich toll ausgemalt. Leider haben mich sowohl das Wetter als auch die Bücher ein bisschen enttäuscht. Eigentlich möchte ich keine negativen Rezensionen schreiben, aber nachdem ich so viel Zeit in diese beiden Bücher gesteckt habe, geht es ihr nicht anders.
Teil 1: Autorenherz und Notenklänge im Wind
Darum geht’s
Lisa Körner hat alles, was sie braucht – außer einem funktionierenden Leben. Nach einer kräftezehrenden Scheidung und einer epischen Schreibblockade ist die talentierte Schriftstellerin reif für die Insel. Zum Glück hat ihre Agentin Fenja eine rettende Idee: Ein Rückzugsort auf der wunderschönen Insel Sylt soll Lisa die dringend nötige Ruhe und Inspiration bringen.
Doch kaum auf Sylt angekommen, findet Lisa sich nicht in friedlicher Einsamkeit, sondern im musikalischen Chaos ihrer nächtlichen Nachbarn wieder. Besonders ein unsichtbarer, aber umso faszinierenderer Nachbar sorgt für Herzklopfen. Und als sein Freund Chris auftaucht, wird aus nächtlicher Ruhe ein kreativer Melodiensturm.
Zwischen Dünen und Meeresrauschen, nächtlichen Musik-Sessions und Sonnenuntergängen, entdeckt Lisa mehr als nur ihre Schreibkraft wieder. „Autorenherz und Notenklänge im Wind“ ist eine charmante Geschichte voller Humor und Sehnsucht, die Spass auf Sommer, Meer und die unvorhersehbaren Wege des Herzens macht. Pack deine Koffer und lass dich von Lisas Abenteuer auf Sylt mitreißen – ein Buch, das nach Meer duftet und deine Seele streichelt.
(Buchbeschreibung von Amazon)
Mein Fazit
Leider hat mich dieses Buch gar nicht mitgenommen. Der Schreibstil ist langatmig, hat zu viele Füllwörter, Wortwiederholungen und Schachtelsätze. Ich habe zwischendrin wirklich fast die Lust verloren, weiterzulesen, habe es dann aber doch durchgezogen, weil ich ja auch noch Teil 2 hatte.
Als Intro fand ich die Idee, ein Kapitel aus Sicht der Möwe zu lesen, ganz witzig, aber später hat es irgendwie nicht mehr gepasst. Woher weiß eine Möwe zB was ein Laptop ist, kennt aber den Begriff Feuerlöscher nicht? Das war alles überhaupt nicht rund.
Die Geschichte von Lisa und Matt konnte immerhin gegen Ende mein Interesse wecken. Lange Teile des Buches kam aber leider überhaupt keine Spannung auf und dann war das Buch abrupt zu Ende. Die letzten 10% im Buch waren nämlich Nachklapp und Ausblick auf andere Bücher.
Es tut mir leid, ich habe das Buch wirklich mögen wollen und ihm immer wieder eine Chance gegeben, aber es konnte mich leider nicht überzeugen.
⭐⭐⭐
Teil 2: Farbkleckse und Melodien im Wind
Darum geht’s
Im Sommer auf Sylt finden der Musiker Chris, nach einem Jahr voller Erfolge, und die nach Stille suchende Mascha unerwartete Wege des Herzens. Ihre durch praktische Entscheidungen und Verlust geprägte Welt wird durch gegenseitige Begegnungen sanft verändert. In der Abgeschiedenheit der Dünen entdecken sie, dass die wahre Kunst des Lebens darin besteht, den eigenen Melodien und Träumen zu folgen. Während Chris in der Stille neue Songs schafft, entdeckt Mascha ihre Leidenschaft für die Malerei neu und findet eine neue Stimme
Mein Fazit
Auch der zweite Teil konnte mich leider weder begeistern noch überzeugen. Der Schreibstil, der mich schon im ersten Teil gestört hat, hat natürlich auch im zweiten Teil gar nicht für mich gepasst.
Die Geschichte von Mascha und Chris wirkte wie ein Abklatsch der Story aus dem ersten Buch und auch die Wendung, die hier eingebaut wurde, um Spannung zu erzeugen, war vorhersehbar und einfach nicht zündend.
Schließlich endet das Buch, ohne dass man wirklich weiß, wie die gemeinsame Geschichte der beiden weitergeht und ob es mit ihnen oder für sie funktioniert.
Auch Teil 2 ist damit leider für mich gefloppt. Einzig die schönen Cover bleiben mir in guter Erinnerung. Sehr schade.
⭐⭐⭐