
Endlich. Endlich konnte ich den Ausflug nach Langeoog nachholen, den ich damals verpasst habe. Unsere Clique war im Urlaub in der Windmühle in Carolinensiel, vermutlich so 2004. Weil ich mich mit meiner besten Freundin gestritten hatte, bin ich nicht mit nach Langeoog gefahren, sondern haben den Tag allein lesend auf einer Liege vor der Windmühle verbracht und mir einen schrecklichen Sonnenbrand auf den Füßen geholt.
Aber nun, 20 Jahre später, konnte ich endlich nach Langeoog reisen. Die liebe Lotta Petersen hat nämlich Blogger*innen für ihr Buch gesucht und ich hatte das Glück, ausgewählt worden zu sein.
Darum geht’s
Vor dem Altar stehengelassen, Job verloren und Wohnung weg! Viel schlimmer könnte es für Fenja nicht kommen. Wie gut, dass es Omi gibt, die auf Langeoog ihren kleinen Buchladen Watt & Worte führt und immer ein Plätzchen für ihre Enkelin hat. Perfekt, um abzuschalten und Abstand von allem zu bekommen.
Aber da ist plötzlich Paul, der diesen Sommer im Buchladen aushilft und in dessen Nähe Fenjas verräterisches Herz schneller schlägt.
Zwischen Dünen, Meer und Büchern kommen die beiden sich näher, aber kann Fenja ihr Misstrauen überwinden und hat eine Sommerliebe überhaupt eine Chance?
(Buchbeschreibung von Amazon)
Mein Fazit
Vom ersten Moment an habe ich mit Fenja mitgefiebert. Dabei ist ihr Start wirklich übel. Zum Glück konnte sie zu ihrer Oma nach Langeoog fahren, um ein wenig Abstand zu bekommen und ihr Leben zu ordnen.
Eine Omi wie Ebba hätte ich auch gerne gehabt. So herzlich, so liebenswert und so bücherverrückt. Und wie schön wäre es, jeden Sommermorgen in ihrem Garten zu frühstücken?
Der Buchladen, alle Menschen auf der Insel und das ganze Flair sind einfach so toll, dass ich mich fallen lassen und genießen konnte.
Und dann war da auch noch Paul. Was für ein toller Mensch, den Fenja genau zum richtigen Zeitpunkt getroffen hat. Viel Liebe für Paul!
Wer jetzt denkt, das Buch wäre langweilig und hätte keinen Spannungsbogen: Weit gefehlt! Es gibt einige Aufs und Abs in den Wochen, die wir Fenja begleiten dürfen, und bei Weitem ist nicht immer alles harmonisch.
Ich hatte so viel Freude beim Lesen, habe gelacht, ein bisschen geweint und geschwelgt in dieser Insel-Idylle, die auch mit Sturm und Regen noch wundervoll ist, dass ich wirklich traurig war, als das Buch zu Ende war. Das ist immer ein gutes Zeichen. Außerdem hat es sich so flüssig gelesen, dass man nur so durch die Seiten fliegt.
Ich freue mich schon sehr auf Teil 2 und darauf, irgendwann tatsächlich nach Langeoog zu reisen.
Liebe Lotta, vielen Dank, dass ich dieses großartige Buch lesen und rezensieren durfte. Es war mir ein Vergnügen.
⭐⭐⭐⭐⭐