Buchrezension: Doris Althoff – Der stumme Tod am IJsselmeer

Wir waren ja kürzlich in Nordholland und da ich Krimis und Romane mit Lokalbezug – besonders, wenn ich die Gegend kenne – sehr gerne lese, habe ich mir dieses Paperback in Alkmaar im Souvenirshop des Käsemuseums gekauft.

Darum geht’s

Die deutsche Hauptkommissarin Wallis Windsbraut will ein Sabbatjahr am IJsselmeer verbringen. Nur der Leichenwagen des elterlichen Bestattungsunternehmens, der sie mit ihrem verstorbenen Vater verbindet, kommt mit. Direkt nach ihrer Ankunft geschieht ein mysteriöser Mord am Strand von Medemblik. Die Leiche verschwindet und taucht ausgerechnet in Wallis‘ Garten wieder auf. Als dann noch eine Urne bei ihr entdeckt wird, gerät sie ins Visier der niederländischen Polizei …

Mein Fazit

Das Buch liest sich sehr locker weg und durch die teilweise sehr skurrilen Wendungen entwickelt sich die Story schnell in unvorhergesehene Richtungen.

Die Geschichte ist spannend, die Charaktere sind gut ausgearbeitet und der lokale Bezug hat mir richtig Freude gemacht. Die Darstellung aus unterschiedlichen Perspektiven hat auch sehr gut funktioniert, da man so sowohl Einblicke in die Gedankenwelt des Mörders, die Arbeit der Medembliker Polizei als auch das Leben der deutschen Kommissarin erhalten hat. Tatsächlich habe ich erst kurz vor Schluss gerafft, wer der Mörder ist.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und der Verzicht auf Blutrünstigkeiten hat der Erzählung keineswegs geschadet. Eher im Gegenteil.

Insgesamt ein spannender, gut erzählter Krimi, der bereits die Vorfreude auf eine Fortsetzung der Reihe schürt.

⭐⭐⭐⭐⭐

Hinterlasse einen Kommentar