Buchrezension: J. L. Carlton – Pas de deux / Frühling in Paris

Ich gebe zu, ich war unsicher, ob dieses Buch was für mich ist. Immerhin geht es ums Ballett. Und damit habe ich mich bisher eher wenig beschäftigt. Aber wie das Buch so einsam auf dem Rezi-Tisch beim letzten Treffen der Stuttgarter Bücherträume lag, musste ich es einfach mitnehmen – nicht nur wegen des hübschen Lesezeichens.

Darum geht’s

Jason Dubois will um jeden Preis der Star des Pariser Balletts werden. Doch um dieses Ziel zu erreichen, benötigt er dringend Hilfe. Denn obwohl technisch perfekt, fehlt es seinen Darbietungen an Ausdrucksstärke und Emotionalität.
Diese Hilfe erhält er – wenn auch nicht ganz freiwillig – von Mike Collins, dessen vielversprechende Tanzkarriere vor einigen Jahren durch einen folgenschweren Unfall jäh beendet wurde. Obwohl Jason als schwierig gilt, arbeiten beide Männer beharrlich daran, Jasons Traum zu verwirklichen. Aus anfänglicher Abneigung wird schließlich Freundschaft – und vielleicht noch etwas mehr. Doch dann geschieht etwas Unvorhergesehenes, das alles, was Mike und Jason gemeinsam erreicht haben, zu zerstören droht.

(Buchbeschreibung auf Amazon)

Mein Fazit

Auch nach dem Lesen des Buches habe ich keine Ahnung von den Figuren im Ballett. Darum geht es aber im Grunde auch nicht. Vielmehr steht die Geschichte von Jason und Mike im Mittelpunkt, die allerdings erst im Laufe des Buches dorthin rückt. Anfangs geht es nämlich vor allem um Jasons Karriere und insbesondere um seinen (nicht vorhandenen) Ausdruck beim Tanzen.

Jason ist zu Beginn wirklich ein Kotzbrocken, den man nicht so richtig leiden kann. Das ändert sich im Laufe der Geschichte, wenn auch zunächst unbemerkt und in kleinen Nuancen. Doch diese Entwicklung war so spannend, dass es mich richtiggehend gefesselt hat.

Der Schreibstil ist etwas gehoben und dem Thema durchaus angemessen, liest sich aber gut und flüssig, sodass das Buch dadurch sehr rund wird.

Die spicy Szene gegen Ende hätte ich persönlich nicht unbedingt gebraucht, aber das ist mein eigener Geschmack, denn die Geschichte hätte für mich auch gut ohne funktioniert. Gestört hat sie mich aber auch nicht.

Alles in allem bin ich sehr froh, dass „Frühling in Paris“ den Weg zu mir gefunden hat, denn das Lesen hat Spaß gemacht, die Geschichte war interessant und spannend. Außerdem war es meine erste Gay Romance. Ich finde, queere Bücher benötigen deutlich mehr Aufmerksamkeit (immerhin schreibe ich selbst in diesem Bereich) und dieses Buch ist ein sehr guter Einstieg in diese „Welt“.

Danke, dass ich das Buch lesen und rezensieren durfte.

⭐⭐⭐⭐

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