Buchrezension: Sirkka Saltnes – Lofotentod: Trügerische Idylle

Letzten Sommer haben wir sechs Wochen in Norwegen verbracht. Davon hat es quasi fünf Wochen geregnet. Und weil alles soweit voneinander entfernt ist, haben wir es nur bis nach Trondheim geschafft, bevor wir durch Schweden wieder Richtung Süden gefahren sind. Die Lofoten haben uns zwar wahnsinnig interessiert, aber lagen nochmal über 900 km weiter nördlich als Trondheim.

Nun hatte ich die Gelegenheit auf die Lofoten zu reisen und zwar ganz ohne Aufwand. Das Rezi-Exemplar von „Lofotentod: Trügerische Idylle“ konnte ich mir also nicht entgehen lassen.

Darum geht’s

Atemberaubende Landschaften und unvergleichliche Abgeschiedenheit prägen Norwegens Lofoten.
Der perfekte Ort für die junge Polizistin Kristie, um nach dem Attentat in Oslo ein beschauliches Leben zu beginnen. Zunächst geht ihr Plan auf: Mit ihrem gemütlichen Partner Gunnar behält sie das Dorfleben und die Bürgermeisterwahl im Blick.
Dann wird ein junges Mädchen tot aufgefunden und die Idylle der Eintönigkeit zerreißt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Als ein weiteres Kind ermordet wird, gerät das Inselleben aus dem Gleichgewicht.
Wem kann man noch trauen, wenn die Schattenseiten der Menschheit bis in die friedlichsten Dörfer reichen?
Während ein Unwetter über der Insel tobt und sie von der Außenwelt abschneidet, muss sich Kristie der Frage stellen, ob das Böse wirklich von außen kam oder längst Teil der Insel ist.

(Buchbeschreibung von Amazon)

Mein Fazit

Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt, auch wenn ich mir selbst ein Leben in der Abgeschiedenheit der Lofoten sehr schnell nicht mehr vorstellen konnte.

Das lag nicht nur an Kristies etwas holprigem Start in Gimsøy, denn das Häuschen, das sie bewohnt, ist einsam und vom Vermieter nicht gerade mieterfreundlich hinterlassen worden. Dazu kommt ihr Kollege Gunnar, der das Wort Fleiß nicht gerade erfunden hat. Auch zwischenmenschlich haben Kristie und Gunnar durchaus ihr Schwierigkeiten.

Dann wird das erste tote Kind entdeckt und die Ereignisse überschlagen sich fast – zumindest, wenn man bedenkt in welch beschaulich-dörflicher Kulisse wir uns befinden.

Ich bin relativ lange im Dunkeln getappt, wer der Mörder ist und fand die Auflösung durchaus gelungen.

Der erste Teil der Lofotentod-Reihe hat mir richtig gut gefallen und Lust darauf gemacht, den nächsten Teil zu lesen, der hoffentlich irgendwann erscheint.

⭐⭐⭐⭐⭐

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