Brettspiel-Eindruck: Golem

  • 1 – 4 Personen (Best: 2 – 3)
  • 90 – 120 Minuten
  • Komplexität: 4,02 / 5
  • Rating bei BGG: 7,5

Aufgrund eines tollen Angebotes und viel Lob (👋@pileofhappiness ) hatte es Golem vor einem Jahr in unsere Sammlung geschafft und wartete seitdem darauf, endlich entdeckt zu werden.

Jetzt war es soweit und beim Erlernen und den ersten zwei Runden der Erstpartie rauchten die Köpfe. Expertenspiele sind bei uns noch etwas Besonderes und Golem gehört mit seiner Vielfalt definitiv in diese Kategorie.

Dabei gefällt uns insbesondere die auf der Spielerhilfe gut dargestellte Struktur des Spiels.

1. Wir bereiten eine Runde vor.
2. Wir bewegen unsere Golems vorwärts.
3. Wir führen Murmel-Aktionen und die Rabbi-Aktion durch.
4. Der Startspieler der nächsten Runde wird bestimmt.
5. Die Aktion des Rundencharakters kann, wenn die Murmelfarben stimmen, genutzt werden.
6. Wir bekommen Einkommen und eine Aufwertung.
7. Am Ende kontrollieren wir, ob wegen des Golems (Wissens-)Kosten anfallen.

Im Spieler-Bereich können wir uns entweder auf der Forschungsleiste (um mehr Bücher kaufen zu können), im Golem-Bereich (was verschiede Möglichkeiten freischaltet) oder dem Artefakt-Bereich durch Aufwertungen verbessern, was sowohl Einkommen (besonders vielfältig bei den Artefakten) bringt, als auch für die Siegpunkt- Multiplikation relevant ist.

Bei den Aktionsfeldern bekommt man mehrere Dinge, grob eingeteilt in: Arbeit, Golem, Artefakt, Forschen und Spiegel(ung der oberen Aktionen). Passen funktioniert in einer Variante vom Grand Austria Hotel, eine der Aktionsmurmeln wird entfernt und man wirft die Murmeln erneut. Abhängig von der Murmelfarbe bewegen sich auch unsere Studenten, was Golemkosten senkt und Einkommen bringt.

Die Golems als hilfreiche, aber gefährliche Worker (rechts lauern Minuspunkte) sind ähnlich spannend wie die Murmel-Mechanik. In den drei Spielerbereichen will man am liebsten in allen viel tun, aber wer viele Punkte will, muss sich zwangsläufig fokussieren.

Hinter dem düsteren Cover verbirgt sich ein tolles Spiel mit viel Tiefe, schönem Material und einigen Grübelkomponenten. Golem von Flaminia Brasini, Virginio Gigli und Simone Luciani ist ein sehr gut gelungenes Eurogame, das mehr Bekanntheit verdient hätte.

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