Das Schatzi und ich überlegen schon eine Weile, wie wir euch am besten von unserem Skandinavien-Trip berichten. Wir haben einfach so viel gesehen, so viel erlebt, so viele tolle Fotos gemacht und so viel zu erzählen, dass es gar nicht so leicht ist, das alles in einen einzigen Beitrag zu packen, der dann auch noch eine Länge hat, die jemand lesen mag.
| Eine schöne Form von Rettungsringen |
Wir haben daher den Entschluss gefasst, den Urlaubsbericht in mehrere Beiträge zu teilen, fast so, als hätten wir euch zwischendurch mehrfach berichtet, was wir erlebt haben, nur mit dem Unterschied, dass ihr es erst danach erfahrt.
Was ihr erwarten dürft
In Teil 1 (also in diesem Teil) erfahrt ihr alles von der Anreise bis zum Ferienhaus.
In Teil 2 bis 6 berichten wir über die kleineren Ausflüge in der Umgebung des Ferienhauses sowie die Tagesausflüge, die wir in Schweden unternommen haben.
In Teil 7 entführen wir euch schließlich nach Kopenhagen.
In Teil 8 erzählen wir euch von den Mumins und zeigen noch ein paar besondere Fotos aus meinen beliebten Kategorien.
Ihr dürfte also gespannt auf diesen und die nächsten Beiträge zu unserem Skandinavien-Urlaub sein.
Reisebericht Teil 1
Nun will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen und beginne endlich meinen ausführlichen Reisebericht. Ihr erinnert euch sicher noch daran, was ich euch über den Ablauf erzählt habe. Behaltet das ruhig im Hinterkopf, dann wisst ihr ungefähr, was euch erwartet.
| Sweet Bees |
Anreisetag
Am Freitag vor zwei Wochen (16.06.) ging es also los. Wir flogen nach Kopenhagen und wollten uns dort mit dem Couchschlumpf und Grumpycat (Anmerkung: Hierbei handelt es sich um \“Barbie\“, die diesen Spitznamen nicht annehmen wollte. Wir haben uns daher auf diese Abwandlung geeinigt.) treffen, wobei die beiden aus Düsseldorf angeflogen kamen, ein paar Minuten nach uns starten und vor uns landen sollten. Wir kamen also in Kopenhagen an und mussten feststellen, dass der Flieger aus Düsseldorf noch gar nicht gelandet ist. Er hatte sogar fast eine Stunde Verspätung. Diese Zeit haben wir für ein paar Fotos genutzt, Schatzi-Moppel haben ihre Koffer entgegengenommen und schon mal die Fahrkarten nach Malmö gekauft.
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| Alle Koffer eingesammelt |
Als sie damit fertig waren, kamen die beiden Mitreisenden auch schon fast um die Ecke.
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| Nette Werbung am Kopenhagener Flughafen |
Nachdem auch diese beiden ihre Koffer hatten, sind wir zum Öresundexpress gegangen und über die Brücke nach Malmö gefahren. Hallo Schweden!
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| Im Öresundexpress |
Durch den verspäteten Flug aus Düsseldorf waren wir schon ziemlich spät dran und alle waren nahezu am Verhungern. Nach dem Einchecken im Hotel gab es deshalb nur noch ein schnelles, ziemlich teures Abendessen im Hotelrestaurant und danach ging es bald ins Bett.
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| Im Hotelzimmer – klein, aber fein |
Ich habe ja im \“Hallo zurück\“-Beitrag erwähnt, dass wir extrem kleine Zimmer hatten. Vor drei Jahren waren Schatzi-Moppel bereits in diesem Hotel und aufgrund der positiven Erinnerung haben sie hier wieder Zimmer gebucht. Diesmal allerdings \“kleine\“ Doppelzimmer. Dass sich diese Kammern mit Bett und Bad überhaupt \“Zimmer\“ nennen dürfen, ist schon etwas erstaunlich. Da sie aber nur für eine Übernachtung reichen sollten, konnte man damit leben.
Tag 1 – Über Lund und Kristianstad zum Ivösjön
Nach einer recht kurzen Nacht und einem ziemlich ausgiebigen Frühstück brachen wir auch schon wieder auf. Wir haben gegen 10 Uhr unseren Mietwagen (ein Skoda Octavia) abgeholt (praktischerweise war die Mietwagenfirma nur ein paar Schritte vom Hotel entfernt) und haben versucht, das Gespäck zu verladen.
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| Das Bienchen und der Mietwagen |
Es ist schon erstaunlich, dass sogar ein Skoda Octavia an seine Grenzen stoßen kann, wenn vier Leute Gepäck für 1,5 Wochen dabei haben. Mit ein bisschen gutem Willen ging aber alles hinein und wir konnten endlich starten.
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| Das vollgepackte Auto |
Lund
Da wir erst um 16 Uhr unser Ferienhäuschen beziehen konnten, aber nur eine Strecke von weniger als zwei Stunden Fahrzeit vor uns lag, hatten wir uns zu zwei Zwischenstopps entschieden. Der erste war in Lund.
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| Das Königshaus mit Turm im Park Lundagård |
Lund ist eine Studentenstadt und zugleich die elftgrößte Stadt Schwedens.
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| Das Hauptgebäude der Universität in Lund |
Wer einmal in Lund war, weiß, was diese Statistik über schwedische Städte aussagt: Sie sind klein.
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| Der Dom in Lund |
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| Auf dem zugehörigen Domplatz |
Lund an sich ist aber eine schöne Stadt und konnte unseren Ansprüchen genügen: Es gab einen großen Parkplatz am Bahnhof, einen Geldautomaten und ein paar hübsche Fotomotive.
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| Merkwürdige Kunst |
Nachdem wir eine Weile in Lund verbracht hatten, haben wir unsere Fahrt fortgesetzt und erreichten nach einer Weile Kristianstad.
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| Blumenmädels in Lund |
Kristianstad
Diese Stadt lag schon recht gut in der Nähe unseres Ferienhäuschens und sollte fürs Mittagessen und den Grundeinkauf genutzt werden.
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| Beim Bahnhof in Kristianstad |
Zunächst wurde wieder ein Parkplatz am Bahnhof angesteuert und der Weg in die Innenstadt gesucht. Hier kamen wir an einer netten Kirche vorbei, die sogleich fotografiert werden musste.
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| Die Dreifaltigkeitskirche |
Die Innenstadt selbst, die aus einem historischen Stadtkern besteht, war auch sehr hübsch.
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| Im Stadtzentrum |
Nachdem wir ein bisschen im Ort herumgelaufen waren, entschied die hungrige Meute, dass ein Taco-Restaurant sie glücklich machen sollte.
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| Look around |
Hier wurde also gespachtelt, bevor es dann zurück zum Auto und in den Supermarkt ging. Dies war für den stillen Beobachter besonders lustig. Wenn vier Leute den Grundeinkauf für eine Woche zusammentragen sollen, füllt sich so ein Wagen ganz schön schnell. Am Ende hatten sie aber alles dabei und wir konnten unsere Fahrt mit noch mehr Kram im Auto fortsetzen.
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| Eine lustige Statue |
Die restliche Fahrt bis zum Ferienhaus am Ivösjön war aber kurz, sodass der arme Octavia nicht unter der Last zusammengebrochen ist.
Unser Ferienhaus
Schließlich haben wir unser Ferienhaus erreicht und waren begeistert. Wir kannten es ja schon von Fotos und in echt war es mindestens genauso schön. Es war gemütlich eingerichtet, mit allem ausgestattet, was man so braucht und lag ganz kuschelig am Ufer des Ivösjön, dem größten und tiefsten Binnensee in der südschwedischen Provinz Schonen.
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| Doppel-Selfie am See |
Das Ferienhaus bestand aus zwei Schlafzimmern, einem Wohnzimmer, einem Bad, einer Durchgangsküche, einem Wintergarten mit Blick auf den See und einer Terrasse, auf der wir anfangs recht viel Zeit verbringen sollten.
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| Auf der Terrasse |
An diesem Samstagnachmittag haben wir uns also eingerichtet und dann nach und nach die unmittelbare Umgebung des Ferienhauses erkundet. Dazu gehörte natürlich auch das Seeufer und der See.
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| Die Couch im Wintergarten mit Blick zur Terrasse |
Im Wintergarten gab es ein Korbstühlchen, das wie für das #TeamAusflugplusBibo gemacht war, sodass wir einen hervorragenden Blick auf alles hatten.
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| Unser Korbstuhl-Ausblick |
Spaß auf, am und im See
Von hier aus durften wir z.B. zusehen, wie Schatzi-Moppel eine Bootsfahrt unternommen haben, die zunächst daran zu scheitern schien, dass sie nicht vom Steg wegkamen. Als sie diese Hürde nach einer gefühlten Ewigkeit genommen hatten, ging es extrem lustig weiter. Das Schatzi hatte nämlich plötzlich extreme Angst, zu kentern und zu ertrinken oder durch den Wind so weit vom Ufer weggeweht zu werden, dass sie es nicht zurückschaffen würden.
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| Gemütlicher Nachmittag am Anfang des Stegs |
Sie sind daher nicht viel weiter als bis zum Ende des Schilfes in unserer \“Ufereinfahrt\“ gekommen, bevor das verängstigte Schatzi den Ruder-Moppel zum Umdrehen überredet hat. Dieser war ein wenig verärgert, weil seine Ruderfähigkeiten in Frage gestellt wurden, hat sich aber recht schnell wieder beruhigt.
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| Am Bootssteg (man beachte das Ende der Schilfzone) |
Auch der Couchschlumpf und Grumpycat haben eine Bootsfahrt gemacht. Sie haben es recht zügig geschafft, vom Steg abzulegen und auf den See hinauszurudern. Sie haben es in der weiteren Folge allerdings auch geschafft, in ein kleines Schilfgebiet zu fahren, statt drum herum und hatten ein wenig zu kämpfen, um dieses wieder zu verlassen. Das war auch sehr lustig anzuschauen.
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| Die Schilfgebiet genau im Visier |
Der See wurde auch am Ufer erkundet, sowohl vom Bootssteg aus, als auch vom Mini-Strand ein paar Meter von diesem Steg entfernt. Der Mini-Strand hatte auch einen sehr kleinen Steg, der nicht direkt mit dem Land verbunden war. Hier musste man sich allerdings gegen eine Schar Mücken zur Wehr setzen und das Schatzi hätte fast Bekanntschaft mit einer Seeschlange (oder was immer es war) gemacht. Ihr Gesichtsausdruck, als sich das Seeungeheuer blitzschnell aus dem Gras vor ihren Füßen herausschlängelte und ins Wasser verschwand, war einfach großartig. Leider hat der Moppel davon kein Foto gemacht.
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| Das Schatzi am Mini-Strand |
Selbstverständlich musste auch der See an sich von innen heraus erkundet werden. Da es am Anfang des Urlaubs noch recht warm war, stand dieser Unternehmung ja eigentlich auch nichts entgegen. Man warf sich also in Badekleidung und begann vom Ufer aus ins Wasser zu waten. Leider gibt es hiervon keine Fotos, da sich alle vier ins Wasser gewagt haben, aber da wir auf unserem Ausguck saßen, konnten wir alles bestens verfolgen und euch nun davon berichten.
| Der kleine Steg am Mini-Strand |
Der Couchschlumpf und Grumpycat machten den Anfang und wagten sich anfangs Meter um Meter nach vorn, denn das Wasser stieg nur langsam an. Auch das Schatzi wagte sich zügig hinterher. Das Schlusslicht bildete der Moppel, der ganz heldenhaft direkt vom Ende des Bootsstegs ins Wasser eintauchen wollte.
| Das Schilf an unserer \“Ufereinfahrt\“ |
Es hat allerdings eine ganze Weile und viel Mimimi gebraucht, bis auch er im Wasser war. Als die Badegruppe am Ende des Schilfs der erwähnten \“Ufereinfahrt\“ war (ihr erinnert euch: Dies war der Punkt, an dem Schatzi-Moppel die Bootstour abbrachen, weil das Schatzi befürchtete, zu ertrinken.), ging ihnen das Wasser etwa bis zum Bauchnabel. Ihr seht, das ist schon eine extrem gefährliche Wassertiefe, wenn man in einem Ruderboot sitzt.
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| Lustiger Baum am See |
Jedenfalls kämpften sie alle etwas länger oder kürzer bis sie vollständig im Wasser waren. Dies konnte jedoch nicht dadurch erreicht werden, dass sie immer weiter in den See gingen, denn dieser flachte so langsam ab, dass sie schon sehr weit hätten laufen müssen. Der tiefste Punkt, den sie erreichten, war in etwa ein Waserstand bis leicht über dem Bauch. Der Rest des Körpers, der noch herausgeschaut hat, musste dann als noch in die Fluten geworfen werden.
| Der Mini-Strand |
Es war extrem lustig anzuschauen, wie viel Mimimi das bisschen Wasser auslösen konnte. Ich habe mich allerdings nicht getraut, offen darüber zu lästern, ihr wisst ja, wie wasserscheu ich selbst bin. Dieser Badeausflug wurde am Folgetag nochmals unternommen und war nicht weniger lustig für uns. Es ist wirklich schade, dass ich das nicht fotografieren konnte. Als nächstes muss ich also eine Grobicam entwickelt, mit der ich Fotos von Schatzi-Moppel machen kann, wenn sie beide dazu nicht in der Lage sind.
| Auf unserem Bootssteg |
Aktivitäten im Ferienhaus
Das gute Wetter der ersten Urlaubstage wurde aber nicht nur mit Wasserspielen verbracht, sondern auch mit viel Erholung und lesen. Die Terrasse wurde sehr ausgiebig genutzt und es wurden eine Menge Seiten unterschiedlichster Bücher verschlungen. Beim Schatzi hieß das, dass sie fünf Bücher durchgelesen hat. Der Couchschlumpf hatte nur ein Buch dabei, dies war allerdings Stephan King´s ES. Er war also eine Weile beschäftigt und hat im Laufe der Zeit eine leichte Panik vor roten Ballons entwickelt.
| Im Hintergrund das Boot mit dem Couchschlumpf und Grumpycat |
Obwohl eine ganze Menge Spiele mitgenommen worden waren, gab es nur einen Spieleabend mit Kniffel. Irgendwie ergab sich nicht mehr, da alle an ihren Büchern hingen. Im Grunde war das aber nicht weiter tragisch, Hauptsache alle waren zufrieden und das waren sie.
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| Fischi, der Trinker |
Selbstverständlich gab es auch Hausarbeit wie kochen, spülen, Müll rausbringen und Wäsche waschen, aber nach meiner Einschätzung haben sich alle redlich bemüht und der Haushalt lief ganz gut.
Das Schatzi hatte sich extra einen Block mit Ausmalpostkarten mitgebracht, aber nur eine angefangen auszumalen. Scheinbar war sie doch genug anderweitig beschäftigt.
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| Endlich wieder Somersby Cider |
Selbstverständlich wurde auch viel Sonne getankt, geredet, Musik gehört, getrunken und Spaß gehabt. Ein wirklicher guter und erholsamer Einstieg in den Urlaub.
| Hinten links seht ihr unser Ferienhaus |
Am Montag unternahmen wir vormittags einen kleinen Ausflug und beschlossen dabei, dass am Dienstag ein richtiger Ausflug unternommen werden musste. Hiervon berichte ich euch dann in Teil 2.




























Es ist sehr schön deinen Erzählungenzu folgen, fast als wäre man dabei gewesen.😉
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Das ist so lieb von dir, vielen Dank 🙂
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