Rollende Steine in München

Ohne mich kommt ihr nicht rein

Am Montagabend haben wir einen kleinen Ausflug nach München gemacht. Wir sind natürlich nicht nur Montagabend geblieben, sondern den ganzen Dienstag und sind auch erst heute morgen wieder zurück nach Stuttgart gefahren. Aber der Reihe nach.

Anreise und erster Abend

Am Montag nach der Arbeit haben sich Schatzi-Moppel am Stuttgarter Bahnhof getroffen und einen EC nach München geentert. Ich hatte Kuschel und mein Vögelchen dabei und alle waren bester Laune. Nach einer gemütlichen etwa 2-stündigen Fahrt sind wir am Münchner Hauptbahnhof angekommen. Von dort ging es weiter mit der S-Bahn zu unserer Unterkunft bei zwei Freunden, die in einem recht neuen Wohngebiet zwischen den Haltestellen Hirschgarten und Laim wohnen. Hier sind wir gegen 20:30 Uhr eingetroffen. Die Menschlein haben sich am Tisch versammelt und mit Essen, Wein und netten Gesprächen vergnügt, während wir einen allein gelassenen Bären namens Teddy auf der Couch mit unserer Anwesenheit erfreut haben. Der Teddy hat nämlich selten (quasi nie) kuscheligen Besuch und ist in der Wohnung auch das einzige Kuscheltier. Umso mehr hat er sich über unsere Gesellschaft gefreut.

Zu Besuch bei Teddy

Gegen halb 12 sind dann allen die Augen zugefallen und wir haben unsere (vorübergehende, nicht letzte) Ruhestätte im Gästezimmer bezogen und sind alle (sogar das Schatzi) schnell eingeschlummert.

Münchner Museen und Münchner Lebensart 

Nach einer angenehmen Nacht sind Schatzi-Moppel am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr erwacht. Der Wetterbericht war immer noch mies, sodass wir nach einer Indoor-Beschäftigung Ausschau gehalten haben. Die Wahl fiel schließlich auf die Glyptothek, ein Museum mit Statuen und vielen Köpfen. Ich habe euch leider bisher einen Post über unseren Rom-Trip vorenthalten, aber ihr solltet wissen, dass wir auf solche Museen stehen.

Die Glyptothek von außen

Jedenfalls sind wir also zu dieser Glyptothek aufgebrochen. Das Wetter war wechselhaft mit einer Neigung zu spontanen Verschlechterungen, sodass eine Weile im trockenen Museum ein guter Plan schien und auch war.

Mit Schirm und Regenjacke unterwegs

Schatzi-Moppel kauften zwei Eintrittskarten, die auch bei den Antiken Sammlungen gültig war, und dan begannen wir unsere Tour durch die Ausstellung.

Hübsches Fresko

Wer bist du denn?

Es gab jede Menge Statuen zu sehen: Männer oder Frauen, bekannte oder unbekannte Personen, Statuen mit oder ohne Kopf, Köpfe mit oder ohne Nase – es war einfach alles dabei.

Ganz schön schamlos, diese alten Römer oder Griechen

Exponate besetzen – solange man halt darf

Wir hatten jede Menge Spaß dabei, die Figuren zu betrachten und Fotos mit ihnen zu machen. Leider haben wir dabei einen Museumswärter auf den Plan gerufen – der fand das nämlich gar nicht lustig, dass wir Fotos mit den Statuen gemacht haben.

Kleidung hatten die scheinbar nicht unbedingt

Bibo war auch neugierig

Leider hat der Museumswärter damit ein wirklich tolles Foto vereitelt: In einem Raum war das Relief eines Tempels nachgebaut, also die Statuen nebeneinander aufgereiht. Der Moppel hatte mich auf den Sockel gesetzt und wollte gerade ein Foto machen, als der Wärter angestürmt kam. Da wir Angst hatten, dass wir direkt rausfliegen, haben wir lieber die Biege gemacht. Ein kleines Erinnerungsfoto gibt es aber trotzdem.

Das vereitelte Relief

Danach kamen noch eine ganze Reihe Köpfe, was ich persönlich ja etwas makaber fand, und dann war die Ausstellung auch schon zu Ende.

Im Hintergund die vielen Köpfe

Aus der Reihe Grobis stellen Statuen nach – Sorry, Bibo!

Anschließend begaben wir uns in die Antiken Sammlungen, in der sich überwiegend altes Porzellan und Kleider befanden. Gut, dass die damals noch keine Polterabende gemacht haben, sonst gäbe es ja gar keine alten Schüsseln mehr.

Bibo gefallen die Schüsseln

Es gab einige echt schöne Exponate, die sich sicher auch gut in unserem Küchenschrank machen würden, aber wir haben eingesehen, dass wir nichts mitnehmen konnten und lieber alles da gelassen. 

Das wäre eine schöne Suppenterrine gewesen

Nachdem wir auch die zum Teil recht ausgefallenen Kleider angeschaut haben, ging es noch in den Keller, wo der passende Schmuck ausgestellt war.

Gewagte Kleider

Schöner Schmuck

Danach waren wir auch schon am Ende der Ausstellung und sind wieder in die Gegenwart zurückgekehrt.

Die Antiken Sammlungen von außen

Draußen erwartete uns ein gerade trockener Himmel und wir begaben uns zu Fuß Richtung Innenstadt.

Grüß Gott, Herr Churfürst

Beeindruckendes Gebäude

Der orts(un)kundige Reiseleiter Moppel hat uns kurz vor dem Marienplatz in die U-Bahn gelotst und eine Station bis zum Sendlinger Tor fahren lassen. Dort angekommen, hat er festgestellt, dass der von uns gesuchte Viktualienmarkt näher am Marienplatz ist, sodass wir direkt umgedreht und zurückgefahren sind. Am Marienplatz haben wir uns dann auf die Suche nach dem Viktualienmarkt gemacht. Schatzi-Moppel wollten mal wieder Tee kaufen. Bis zum Teeladen sind wir allerdings nicht gekommen, denn wir wurden von einem Platzregen überrascht. Wir retteten uns vor ein Brauhaus, wo ein Blick auf die Karte eigentlich dafür sprach, weiterzugehen, denn die Preise waren nicht ohne. Ein Blick in den Himmel sprach jedoch dafür, einzukehren, koste es, was es wolle. Und so kehrten wir also ein. Schatzi-Moppel bestellten typisch bayerische Mittagsgetränke (Bier und Radler) und ebensolches Essen (Rindswürstel bzw. Pfleischflanzerl mit Kartoffelbrei).

Die Fleischpflanzerl

Nach dieser Stärkung hatte sich das Wetter wieder etwas beruhigt und wir machten uns draußen auf die Suche nach dem Teeladen.

Die Rindswürstel

Dieser war leider inzwischen umgezogen. Wir liefen also hin und stellten fest, dass er nicht mehr da war. Vielmehr war er also inzwischen zum Karlsplatz umgezogen. Dank eines kleinen Bogens, den uns der Reiseleiter einschlagen ließ, sind wir nochmal am Sendlinger Tor vorbekommen und konnten es nun auch fotografieren.

Das Sendlinger Tor

Der Teeladen versteckte sich schließlich in den Stachus Passagen und als wir hier ankamen, goß es auch schon wieder wie aus Kübeln.

Wasser hatten wir auch ohne die Dame genug

Danach haben wir uns auf den Rückweg zu unserer Übergangswohnung gemacht. Hier wurde noch ein wenig entspannt, Tee getrunken und gekuschelt, bevor dann endlich das eigentliche Highlight des Tages anstand: Das Rolling Stones Konzert.

Leider, und ich finde das wirklich sehr bedauerlich, durfte ich nicht mitkommen. Die Sicherheitsbestimmungen waren aber eindeutig: Nur persönliche Kleindung, Geldbeutel, Handy und Schlüssel. Keine Taschen, Schirme usw. Also auch kein Grobi. Der kurzzeitig vom Schatzi aufgeworfene Vorschlag, Kuschel mitzunehmen, wurde von mir direkt abgelehnt. Wenn ich nicht gehe, geht der Kuschel auch nicht. Punkt. Außerdem wäre es viel zu gefährlich gewesen, der Kleine hätte ja leicht verloren gehen können. Auf gar keinen Fall!

Das Konzert- Highlight des Ausflugs leider ohne uns

Wir mussten also in der Wohnung zurückgelassen werden, hatten aber erstklassigen Grobifon-Empfang und hatten ein paar Fotos erbeten.

Schatzi-Moppel starteten um kurz nach 17 Uhr und wählten den Weg über Moosach zum Olympiapark, über den sie recht unkomliziert anreisen konnten. An der Haltestelle Olympiapark angekommen, wurde zunächst ein Kiosk um zwei Bier erleichtert und dann reihten sie sich in die Menschenmenge ein. Schatzi-Moppel ließen sich bis zum Olympiapark treiben, wo sie sich aufgrund einer Ausschilderung in eine schier endlose Schlange für die Besucher des Innenraums einreihten. Der Moppel ging schließlich etwas zu essen besorgen, während das Schatzi die Stellung hielt.

Es ging immer mal wieder ein Stück nach vorn und die beiden hatten sich recht gut im Blick. Bis plötzlich ein Ruck durch die Schlange ging, der fast nicht mehr endete. Von einem Ordner etwa 100 m weiter erfuhr das Schatzi dann, dass man durch alle Eingänge zum Innenraum gelangen konnte. Die Ausschilderung war also absolut unsinnig. Darauf hin zerschlug sich die Schlage hinter ihr und das Schatzi bildete nun quasi das Ende. Kurz darauf war auch der Moppel mit dem Essen da und sie setzten ihren Weg Richtung Eingang fort. Inzwischen (um 19:15 Uhr) hatte auch die Vorband zu spielen begonnen. Nach etwa 1,5 Stunden (insgesamt) waren sie endlich drin. Dann wurden flux die Toiletten aufgesucht, neues Bier gekauft und am Merchandise-Stand geschaut. Zunächst wurde aber nichts gekauft, da die Schlange wieder sehr lang war und die Preise auch durchaus zu überlegen waren.

Spaß bei den Stones

Im Anschluss suchten Schatzi-Moppel den Eingang zum Innenraum und fanden ihn schließlich auch.

Das Bühnenbild

Nach einer Weile hatten sie auch einen Platz gefunden, von dem aus die Bühne gut zu sehen war. Nicht viel später (gegen 20:30 Uhr) rollten die gealterten Steine auf die Bühne und lieferten zwei Stunden lang eine super gute Show.

Das ging gut ab

Der Klang über Grobifon war spitze und wir konnten den Spaß erahnen, den Schatzi-Moppel und die anderen etwa 80.000 Zuschauer hatten. Glücklicherweise gab es auch nur eine recht kurze und nicht allzu starke Regenschauer, sodass das Wetter das Konzert nicht vermiesen konnte.

Blick auf den Innenraum

Am Ende des Konzerts waren Schatzi-Moppel total schlau. Das ist ungewöhnlich, daher hebe ich es extra hervor. Sie brachen zum Beginn der Zugaben auf und liefen südlich vom Park davon. Ziel war es, einen Bus oder eine U-Bahn zu finden, die sie näher an die Stadt bringen würde, notfalls auch ein Taxi. Zuerst erreichten sie einen Merchandise-Stand, wo noch schnell ein T-Shirt gekauft wurde. Wie aus dem Nichts stolperten sie anschleißend über eine Tramhaltestelle mit einer wartenden Tram, die zum Hauptbahnhof fuhr! Was für ein erstklassiger Zufall. Diese brachte sie viel schneller als erwartet und mit nur einem Umstieg in die S-Bahn wieder zu uns zurück und um halb 12 lagen wir auch schon alle im Bett und schlummerten bald tief und fest.

Heute morgen klingelte der Wecker dann schon um kurz nach 6, denn bereits gegen halb 8 ging unser Zug zurück nach Stuttgart. Das hat aber alles ganz hervorragend geklappt und nach einem kurzen Arbeitstag ist es nun schon Mittwochabend. Am Freitag setzen wir dann unsere Deutschland-Tour nach Osten fort. Hierzu dann nächste Woche mehr.

2 Kommentare zu „Rollende Steine in München“

  1. Uih Uih das hätte ja böse ausgehen können. Stell dir nur vor man hättet euch in Haft genommen. Dann müssten Schatzi und Moppel alleine nach Hause fahren . Was meinst du was der Rest von der Kuschelbande denen erzählt hätte.😱

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