Zu Besuch in der Heimat der Roten Bullen

Am vergangenen Wochenende führte uns #borussiaauswärts nach Leipzig. Hier stand am Samstagabend das Topspiel gegen den RB an. Man kann vom Verein halten, was man will, für einen Wochenendausflug taugt es in jedem Fall. In Vorbereitung der Reise habe ich außer Kuschel auch den Roten Baron Elmo und Robbie als Begleitung ausgewählt.

Anreise mit Hindernissen

Am Freitagnachmittag um kurz vor 17 Uhr sollte die Reise nach Osten beginnen. Ich sage absichtlich sollte, denn leider fielen Planung und Realität doch ziemlich weit auseinander. Geplant war, dass Schatzi-Moppel die 70 Minuten Umstiegszeit in Frankfurt für ein Abendessen mit unseren Freunden aus Oberursel nutzen wollten. Leider sind wir aber in Stuttgart nicht abgefahren, da der Zug zu voll war. Dieses Problem war erst nach einer Stunde behoben, weshalb unsere Umstiegszeit in Frankfurt auf das absolute Minimum für diesen Bahnhof geschrumpft war, nämlich 10 Minuten. Das Abendessen war also schon abgesagt worden, bevor wir Stuttgart überhaupt verlassen hatten. Wir sind dann in Frankfurt aus dem einen Zug gestürzt und mussten uns an der Augsburger Mannschaft, die am Samstag in Frankfurt spielen sollte, auf dem Bahnsteig vorbeidrängeln, um am Ende des Bahnsteigs noch kurz eine Wegzehrung für Schatzi-Moppel zu schnappen und dann auf dem Nachbargleis bis zu unserem Wagen im nächsten Zug zu rennen.

Aufgrund dieses Zeitdrucks habe ich auch gar nicht gemosert, dass man mich ja mit einem der Augsburger Spieler hätte fotografieren können. Das Schatzi lief ja beispielsweise neben Marcel Heller herum, das hätte sich im Grunde schon angeboten. Aber gut, es war keine Zeit und so haben wir zumindest den Anschlusszug bekommen. Man muss sich auch mit den kleinen Dingen zufrieden geben.

Am Leipziger Bahnhof
Dieser Anschlusszug brachte uns dann recht gemütlich und nahezu pünktlich bis nach Leipzig. Dort erwarteten uns eine Schulfreundin vom Schatzi und deren Freund, nennen wir sie \“die Gärtner\“. Ich erkläre euch später noch, warum. Wir fuhren dann jedenfalls mit der Gärtnerin im Auto in ihre Wohnung nach Leutzsch, wo bei einem Absacker der Abend noch ein wenig ausklang. Schon recht weit nach Mitternacht fielen schließlich alle ins Bett und schlummerten nahezu direkt ein.

Sightseeing

Am Samstag stand Sightseeing auf dem Programm. Für Teil 1 fuhren wir zunächst mit der Gärtnerin durch Leipzig und sie zeigte uns verschiedene Sehenswürdigkeiten. Für uns Kuschlis war das aber etwas doof, weil wir nur im Auto daran vorbeigefahren sind und keine Fotos machen konnten. Aber Anhalten war aufgrund des Verkehrs auch wirklich nicht drin.

Lageplan vom Völki

Ausgestiegen sind wir dann am Völkerschlachtdenkmal, auch das \“Völki\“ genannt.
 

Das Völki von vorn …

Während wir so darauf zu liefen, stellte die Gärtnerin fest, dass sie ihr Handy zu Hause vergessen hatte. Sie ließ uns also dort zurück und fuhr wieder nach Hause. Wir sind ein wenig am Völki herumgelaufen und haben schließlich Freunde getroffen.

… und von der Seite

Dieses Pärchen mit kleiner Tochter treffen wir häufig bei Auswärtsspielen, zuletzt im Dezember 2016 in Barcelona. Die drei zu treffen ist immer sehr nett, so auch diesmal.

Ausblick Richtung Stadt

Wir sind dann gemeinsam durch ein paar Parks geschlendert, bis wir zu einer Tram-Haltestelle kamen.

Im Park

Von dort sind wir gemeinsam Richtung Innenstadt gefahren.

Der alte Bayerische Bahnhof

Allerdings mussten wir uns dann am Bayerischen Bahnhof trennen, um in eine andere Tram umzusteigen.
 

Blick Richtung Innenstadt mit bunter Tram

Diese brachte uns nämlich etwas aus der Innenstadt heraus zum Garten der beiden Gärtner.

An der neuen Tram-Haltestelle

Das kann ich euch jetzt also erklären: Die beiden Gärtner haben einen Schrebergarten gepachtet, in dem sie verschiedenste Sachen anbauen bzw. angebaut haben, wie z.B. Erdbeeren, Tomaten, Zucchini und noch allerhand mehr. Es gibt aber auch einen netten Grillplatz. Da es recht schön sonnig war, wurde selbstverständlich zum Mittagessen gegrillt: Thüringer Rostbratwurst und Rostbrätel. Ganz hervorragend. Ich konnte alle bis in die Tasche hinein schmatzen hören.

Nach dem gemütlichen Mittagsteil haben wir dann einen kurzen Abstecher in die Wohnung vom Gärtner gemacht, damit sich Schatzi-Moppel stadiontauglich umziehen konnten. Anschließend ging es mit der Tram wieder in die Innenstadt, wo Teil 2 der Sightseeing-Tour auf dem Programm stand:

Vor der Thomaskirche

Wir liefen von der Thomaskirche beginnend vorbei an Auerbachs Keller 

In der Passage von Auerbachs Keller
Das Schild am Eingang von Auerbachs Keller

und dem Marktplatz,

Am Markplatz

der Alten Waage,

An der Alten Waage

der Goethestatue

Goethe, alter Freund 

und der Alten Börse,

Die Alte Börse

der Moritzbastei

Im Hintergrund die Moritzbastei

und dem Gewandhaus

Der Springbrunnen am Gewandhaus

bis wir schließlich zum Augustusplatz kamen.

Ein Konsum – wo gibt\’s denn sowas? In Leipzig!

Am Augustusplatz haben wir noch eine kleine halbe Runde um die Oper herum bis zum Schwanenteich gedreht.



Skulpturenkunst die 1.
In der Kürze der Zeit haben wir also wirklich viel mitgenommen.

Skulpturenkunst die 2.

Am Schwanenteich war es leider Zeit für den Abschied, denn Schatzi-Moppel hatten beschlossen, uns nicht mit ins Stadion zu nehmen, sondern den beiden Gärtnern mitzugeben.

Am Schwanenteich

Diese haben uns auch gut und sicher in unsere \“Wochenend-Wohnung\“ gebracht, wo wir den Abend entspannen und einem spannenden Fußballspiel lauschen konnten.

Das Fußballspiel

Wie sich herausstellte, war es ganz gut, dass wir Schatzi-Moppel nicht zum Fußball begleitet haben, denn es sollte ein feucht-fröhlicher Abend werden. Es begann mit einem ordentlichen Regenguss, als die beiden noch am Augustusplatz waren, um sich mit dem Kumpel zu treffen, den sie bereits am Vormittag am Völki mit Frau und Kind getroffen hatten, diesmal allerdings ohne Frau und Kind, die im Hotel bleiben wollten.

Elmo stellt den Alkoholpegel von Schatzi-Moppel nach

Die drei gaben sich also direkt dem Alkohol hin, während sie sich auf den Weg zum Stadion machten. Dort angekommen, ließ der Regen langsam nach. Der Alkohol floss trotzdem weiter. Im Stadion angekommen, wurden Plätze gesucht (es gab hier im Übrigen nur Sitzplätze, obwohl die drei Stehplatz-Karten hatten) und auf den Anpfiff gewartet. Das Spiel war eine recht aufregende Partie, die schließlich mit einem 2:2 geendet hat. Wir am Grobifon befanden dieses Ergebnis für gerechtfertigt und zugleich erfreulich, denn es war spannend und unsere Mannschaft hat sich gute Aktionen und Chancen erspielt. Wir hoffen, dass dies als positives Zeichen gewertet werden und bald wieder ein  Sieg (gegen Stuttgart?) erspielt werden kann.

Kleiner Ersatz für ein fehlendes Stadionfoto

Nach dem Spiel zogen die drei Trinker gemeinsam mit zwei weiteren Freunden, die sie im Stadion getroffen hatten, in die Innenstadt, um noch ein Abendessen zu sich zu nehmen. Hier sind auch die beiden Gärtner wieder zur illustren Runde dazu gestoßen. Nach Pizza, Pasta, Wein und Bier ging es schließlich für Schatzi-Moppel und die beiden Gärtner zurück zu uns. Das gab ein großes Hallo, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Erstaunlicherweise hielt sich der Alkoholpegel in Grenzen, sodass noch ein bisschen gekuschelt und dann geschlummert werden konnte.

Im Leipziger Zoo

Am Sonntag stand bei strahlendem Sonnenschein ein Besuch im Leipziger Zoo an. Die Gärtnerin hat uns begleitet und nach dem Frühstück ging es los. Wir kamen zwischen 10 und halb 11 an und haben die kurze Schlange am Eingang zügig zurückgelegt.

Die recht kurze Schlange am Eingang

Nach einer Orientierung auf dem Parkplan haben wir uns auf den Weg gemacht und kamen zunächst an Pinguinen,

Bei den Pinguinen

Bienen, Vögeln, Schneeleoparden

Der Schneeleopard beim Sommerschlaf

und dem Lippenbär vorbei. Anschließend verschlug es uns ins Gondwanaland.

Welcome to Gondwanaland

Hierbei handelt es sich um eine riesige Halle, in der man den Tropenwald live erleben kann. Zunächst haben wir die Jacken in ein Schließfach gestopft und dann die Bootstour mitgemacht, die kurz nach dem Eingang kam.

Schiff, ahoi!

Auf dieser Fahrt hat man erst ein bisschen (ur)geschichtliches Wissen erhalten und schließlich noch einen kleinen Teil des Regewalds durchschippert.

Kleiner Wasserfall

Den Rest mussten wir dann zu Fuß erkunden, was aber auch sehr schön war.

Der Schabrackentapir

Da es im Gondwanaland aber sehr warm und stickig war, waren wir auch ganz froh, als wir das Haus nach etwa einer Stunde wieder verlassen konnten.

Hallo? Geht\’s noch? Da liegt ein Krokodil hinter mir!

Nach dem ausführlichen Besuch im Regenwald, ging es weiter zu den Elefanten und den Tigern.

Der ist leider nicht echt

Nacheinander versteht sich, nicht gleichzeitig.
Statuen haben so weiche Streichelhände

Wir waren natürlich ziemlich begeistert von beiden und etwas traurig, dass der MiniFant (MiFa) nicht dabei war.

Was für niedliche Elefanten

Auch Raffi hat eindeutig gefehlt, aber da der Besuch im Zoo ziemlich spontan war, waren wir schon froh, dass zumindest Robbie dabei war.

Ein gut getarnter Tiger
Im Anschluss an die Elefanten und Tiger verschlug es uns zum Mittagessen. Hierbei ist etwas total Lustiges passiert, was man sich gar nicht ausdenken kann: Wir haben Schatzis Bruder mit Familie getroffen! Die hatten eine Anreise von etwa 1,5-2 Stunden und waren zufällig eben auch an diesem Tag zu diesem Ort gefahren. Das allein ist schon recht unwahrscheinlich.
Zwischenstopp am Spielturm
Dass man sich aber in einem so großen Zoo mit so vielen Menschen zufällig auch noch über den Weg läuft – also, nee, das ist schon kein Zufall mehr. Aber als die drei Menschlein an der Cafeteria anstanden, stand da plötzlich Schatzis Bruder ein Stück vor ihnen in der Schlange. Was für eine Überraschung! Auch der Rest der Familie hat sich riesig gefreut und nach einer Mittagspause auf dem Spielplatz haben wir gemeinsam die Runde durch den Park fortgesetzt, denn wir hatten bis hierher den gleichen Weg zurückgelegt.

Der Safari-Truck

Als nächstes führte uns der Weg zur Australien-Anlage, wo wir leider kein Känguru entdecken konnten. Nach einer kurzen Fahrt im Safari-Truck ging es weiter nach Pongoland, wo eine ganze Menge verschiedene Affenarten beheimatet waren.

Meine Freunde, die Äffchen

Na, Kumpel?

Danach durfte der zweitkleinste Knirps der Runde auf einem Kamel reiten, das aus irgendeinem Grund Manfred hieß.

Ein Kamel namens Manfred

Danach ging es am Okapi-Wald und der Kiwara-Savanne vorbei zu den Flamingos und den Giraffen.

Elmo und die Flamingos

Auf dem Weg hierin hatten wir kurz einen Teil der Gruppe verloren, aber schließlich waren wir bei den Giraffen wieder alle vereint.

Yeah, Giraffen

Danach ging es weiter zu den Löwen,

Löwen beim Mittagsschlaf

 Zebras,

Im Hintergrund verstecken sich Zebras

Erdmännchen,

Zwei Erdmännchen wie wir

Nashörner
 

Nashorn müsste man sein

und Hyänen.

Das geübte Auge entdeckt die Hyäne

Bevor wir das Aquarium besucht haben, haben wir noch einen Abstecher zu den Robben gemacht. Hierüber war Robbie natürlich ganz besonders glücklich und hat einige tolle Bilder abgestaubt.

Robbie bei der Robbenfütterung

Uih, so viele Robben

Beim abschließenden Besuch im Aquarium konnten noch eine ganze Reihe hübscher bunter Fische, Schildkröten und anderer Meeresbewohner bestaunt werden. Nachfolgend ein paar Fotos vom Aquarium ohne weitere Kommentierung:

Dann gab es noch ein kleines Abschieds-Szenario mit Eis für die Knirpse und schließlich mussten wir \“Auf Wiedersehen\“ sagen.

Spaß im Souvenier-Shop

Die Gärtnerin fuhr uns zum Bahnhof und dann hieß es auch hier Abschiednehmen, denn ein schönes Leipzig-Wochenende mit vielen tollen Eindrücken sollte nun zu Ende gehen.

Noch schnell ein Blick in den Bahnhof

Rückreise mit Hindernissen

Um die Heimreise nicht allzu langweilig zu gestalten, hat uns die Bahn noch ein wenig geholfen. Bis kurz vor Frankfurt lief alles ganz normal, dann kam es zu \“Verzögerungen im Betriebsablauf\“ wegen eines \“Notarzteinsatzes im Gleis\“. Aus Sorge, unseren Anschlusszug in Mannheim nicht zu kriegen, sind wir bereits in Frankfurt umgestiegen, da beide zufälligerweise hier gehalten haben. Durch die recht ordentlichen Verspätungen aller Züge haben wir den Stuttgarter Hauptbahnhof erst um 23:15 Uhr erreicht, die nächstbeste U-Bahn genommen und waren so um kurz vor Mitternacht zu Hause.

Vor der Abfahrt in Leipzig

Da die Kuschelrunde bereits geschlafen hat, habe ich einfach Elmo und Robbie mit ins Bettchen genommen, wo wir auch quasi direkt ins Reich der Träume entflohen sind. Schatzi-Moppel haben es quasi gleichgetan: Nur noch Zähne geputzt und dann gab es endlich Schlummi.

2 Kommentare zu „Zu Besuch in der Heimat der Roten Bullen“

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