Tage 16 und 17: Massachusetts – Cape Cod

Ich hoffe, ihr könnt mir verzeihen, dass es gestern keinen Blogpost gab, aber durch verschiedene Umstände waren gestern nicht so viele Fotos zusammengekommen. Heute möchte ich euch daher die letzten beiden richtigen Urlaubstage nachreichen.

Tag 16: Von MV nach Ptown

Gestern nach dem Frühstück sind Schatzi-Moppel zunächst noch ein bisschen durch die Geschäfte in Vineyard Haven geschlendert, denn unsere Fähre sollte erst gegen Mittag von Oak Bluffs fahren und wie wir bereits vorgestern festgestellt hatten, war in OB nicht mehr so wirklich was los. Das erste offene Geschäft war ein Buchladen, in dem Schatzi-Moppel recht lange gestöbert haben. Das Ergebnis war ein Buch, eine Art Leine, um mich zu sichern oder zu ärgern, und ein Hai. Hierbei handelt es sich nicht um ein Kuscheltier, denn deren Kauf ist ja verboten, sondern eine Handpuppe. Mir scheint, als wäre ich reingelegt worden. Der Hai wurde Bruce genannt und muss permanent daran erinnert werden, dass hier niemand gefressen wird. Ich hoffe, das lernt er noch.

In einem der Läden hat uns die Shopbesitzerin erzählt, dass aufgrund des starken Winds die Fähren zum Teil nicht von OB sondern von VH abfahren. Wir haben dies daher gecheckt und festgestellt, dass unsere Fähre dazu gehört. Wir mussten also noch etwas mehr Zeit totschlagen, bis es endlich losging.

Um 14 Uhr waren wir dann endlich auf dem Festland angekommen und hatten noch eine recht weite Strecke bis nach Provincetown (Ptown) vor uns. Zwischendurch haben wir zwei Leuchttürme  besucht. Der erste war das Chatham Lighthouse, ziemlich südlich auf Cape Cod.

Nach einer kurzen Fotopause sind wir direkt zum nächsten Leuchtturm weitergefahren. Unterwegs gab es noch ein paar nette Ausblicke, wobei man dort natürlich meistens nicht parken durfte.

Das zweite war das Nauset Lighthouse, noch nicht ganz auf der Mitte der Halbinsel.

Anschließend sind wir nach Ptown gefahren, wo unser B&B ist. Hier war alles etwas merkwürdig und eng. Zum einen war unser Parkplatz an einer engen Stelle neben dem Haus, dass es schwierig war, dass noch ein Auto zum hinteren Teil des Parkplatzes fahren konnte, wenn wir geparkt hatten. Es war auch niemand da (außer zwei weiteren Gästen, die zeitgleich mit uns ankamen und die Parkplatz-Situation dadurch nicht gerade erleichtert haben), zumindest wussten wir aus einer E-Mail unsere Zimmernummer und konnten so unser Zimmer finden. Dieses war ungefähr so groß wie der Schuhkarton in Malmö, allerdings mit kleinerem Bad. Toller Ort also für die letzten beiden Urlaubstage und -nächte.

Nachdem wir unsere Sachen ins Zimmer gebracht hatten, haben wir eine Runde durch den Ort gedreht. Wie wir schon vorher wussten, ist Ptown eine Hochburg für Homosexuelle, ähnlich wie San Francisco. Wir sind nun hier zur Women\’s Week, sodass sich überwiegend Frauen hier tummeln.

Nach einem kleinen Abendessen haben wir noch ein bisschen Zeit im Schuhkarton verbracht, bevor es ans Schlummimachen ging.

Tag 17: Ptown

Für den heutigen Tag hatten wir drei Leuchttürme geplant. Die ersten beiden lagen auf der Insel Wood End, die man auf dem Landweg oder über eine Art Felswall jeweils zu Fuß erreichen konnte. Schatzi-Moppel sind vom B&B aus hingewandert und konnten so noch ein paar wenige Fotos im Ort machen.

Schließlich kamen wir am Pilgrims First Landing Park an.

Hier begann der Fellswall und wie sich bald herausstellen sollte, hatte dieser es in sich. Es ging über verschieden hohe und breite Felsplatten und zum Teil recht ordentliche Löcher sehr, sehr weit bis zur Insel hinüber. Irgendwie war es auch ziemlich windig.

Dort angekommen, steuerten wir halb den Strand, halb den ersten Leuchtturm an.

Der Wood Head Light war ganz schön, aber auch ziemlich verlassen.

Hinter dem Leuchtturm sind wir an den Strand gegangen, eigentlich mit dem Ziel, in einem kleinen Bogen zurück zum Felswall zu gehen, denn der andere Leuchtturm schien wirklich furchtbar weit weg, anfangs haben wir ihn gar nicht gesehen.

Irgendwie sind wir trotzdem immer weiter gelaufen und plötzlich tauchte die Spitze vom Long Point Light hinter der Düne auf. Okay, denn gehen wir also hin.

Von hier sind wir an der kürzeren Seite der Insel zurück zum Felswall gegangen, das war auch noch ordentlich weit und netterweise hatten wir einen schönen Blick auf Ptown, das allerdings echt weit weg war.

Auch der Rückweg auf dem Felswall entlang hat sich ganz schön gezogen. Zurück in Ptown ging es zum nahezu nächstbesten Lokal für ein spätes Mittagessen, immerhin war es schon kurz nach 15 Uhr. Danach gab es eine kleine Erholungspause in unserem Zimmer bis wir gegen 17 Uhr zum dritten Leuchtturm mit dem Auto gefahren sind. Leider hat uns Google mal wieder über Straßen schicken wollen, die einfach nicht möglich (und auch gar nicht erlaubt) waren. Wir haben daher am Strand etwas nördlich geparkt und schnell festgestellt, dass wir es bis zum Sonnenuntergang und auch so in unserem Zustand bis zum Race Head Lighthouse nicht schaffen würden. Wir haben also nur ein paar Fotos am Strand gemacht und sind dann wieder gegangen.

Am Abend waren Schatzi-Moppel noch ohne uns etwas essen und waren ziemlich überrascht, wie viel in Ptown los war. Horden von Frauen und vereinzelt ein paar Männer waren auf den Straßen unterwegs. Jetzt wird noch ein bisschen gepackt und morgen geht es dann mit zwei oder drei Zwischenstopps zurück nach Boston, von wo aus wir gegen 17 Uhr zunächst nach Frankfurt und dann weiter nach Stuttgart fliegen. Obwohl der Urlaub wahnsinnig toll war, freuen wir uns auch alle auf zu Hause und unsere Kuschelfreunde auf der Couch. Ich melde mich vermutlich am Sonntag wieder.

2 Kommentare zu „Tage 16 und 17: Massachusetts – Cape Cod“

  1. Hallo, Aufgrund der tollen Bilder und Geschichten glaube ich dass esFür alle Mitreisenden ein super toller Urlaub war.😎Ich möchte mich nochmalsfür Fotos und Text recht herzlich bedanken. Es war sehr schön euch zu folgen.Bis bald kommt gut nach Hause.😘😘😘

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