Der heutige Tag war zum Erholen und Entspannen gedacht, nachdem wir gestern so ein hammermäßiges Programme absolviert haben. Fast wäre uns das auch gelungen, hätte es nicht einen schlimmen Zwischenfall mit zum Glück glimpflichem Ausgang gegeben. Aber der Reihe nach.
Nach dem Frühstück hatten wir uns einige Museen in Victoria vorgenommen. Es war sonnig, aber noch windig. Als erstes waren wir im Besucherzentrum der Kathedrale, wo ein kleines Museum die Geschichte der Zitadelle und von Victoria an sich erzählt. Das war für Schatzi-Moppel ganz interessant, für uns eher weniger, deshalb sind wir auch in der Tasche geblieben. Am Ende gab es noch einen kleinen Film in einem 4D-Kino.
Danach kamen wir wieder ans Tageslicht und gingen hinauf zur Zitadelle. Hier haben wir das Old Prison, also das alte Gefängnis, besucht. Wir hatten Bruce ein paar Gefangene zum Anknabbern versprochen, aber irgendwie gab es nur einen und den fand er nicht lecker.
Als nächstes waren wir im Archäologie- Museum, das recht interessant war, aber auch ein wenig zusammen gewürfelt gewirkt hat.
Im Anschluss waren wir im Gran Castello Historic House, einem Museum in einem alten Wohnhaus. Hier verließ uns plötzlich die Museumsmuße, sodass wir recht zügig den Rückzug angetreten haben.
Danach haben wir noch einige wenige Außenaufnahmen gemacht,
bevor es erstmal zurück ins Hotel für eine Pause ging. Nachdem Schatzi-Moppel genug gelesen hatten, sind wir nach Xlendi gefahren. Das ehemalige Fischerdorf ist eines der beiden Haupttourismuszentren Gozos. Hier gab es zunächst ein spätes, aber ganz vorzügliches Mittagessen.
Anschließend sind wir an der Hafenpromenade entlang spaziert, um ein paar Fotos zu machen.
Als das Schatzi in einem Souvenirshop Postkarten ausgesucht hat, hörte sie plötzlich hinter sich ein Kreischen. Aufgrund der Tonlage war ihr sofort klar, dass etwas Schlimmes passiert war. Sie rannte aus dem Laden (die Postkarten unbezahlt in der Hand) und sondierte die Lage. Bei einer kleinen Fotosession mit Fischi und Bienchen war das Bienchen vom Wind erfasst und ins Hafenbecken geweht worden.
Sofort war helle Aufregung. Der Moppel warf seine Tasche, Kamera und was er noch so bei sich hatte dem Schatzi zu und war drauf und dran hinterher zu springen. Nach einigen kopflosen Momenten realisierte das Schatzi zunächst, dass sie die Postkarten noch in der Hand hatte und die Ladenbesitzerin vor dem Laden stand. Sie brachte also brav die Karten zurück, entschuldigte sich und bat um Hilfe. Ein Fischer (vielleicht der Mann der Ladenbesitzerin) schaute zunächst, was eigentlich passiert war und verschwand dann kurz. Der Moppel turnte immer noch auf der Kaimauer herum, fixierte das Bienchen und überlegte fieberhaft, wie man es retten könnte. Der Abstand zur Wasseroberfläche betrug bestimmt 1,5 m, einfach herunterlehnen ging also nicht. Als er schon fast soweit war, an der Seite ins Wasser zu gehen und hinzuschwimmen (mindestens 30 m und mit kräftigen Wellen), kam der Fischer mit einem Kescher zurück. Damit konnte der Moppel das Bienchen herausfischen. Was für eine Erleichterung! Von dem Unglück an sich wurden natürlich keine Fotos gemacht, aber das Schatzi hat danach noch das Hafenbecken fotografiert.
Nachdem wir durchgeatmet und alle Sachen zusammen gesucht hatten, waren wir im Souvenirshop, um die Karten und noch ein bisschen mehr zu kaufen und uns nochmals zu bedanken. Gut, dass es noch hilfsbereite Menschen gibt. Der Fischer hat das Geld, das wir ihm zum Dank geben wollten, sogar lachend abgelehnt. Um uns zu beruhigen, sind wir an der Küste entlang gegangen und haben uns erstmal auf einer Bank niedergelassen.
Im Anschluss haben wir den Spazierweg zum Tower von Xlendi eingeschlagen, der schöne Ausblicke zu bieten hatte. Da das Bienchen so nass war, musste es außerhalb der Tasche bleiben und hat sämtliche Fotos abgestaubt. Außerdem hat sich von uns keiner aus der Tasche trauen wollen, nur Bruce war noch mutig, weil er dachte, er könnte ein paar Touristen anknabbern.
Der Tower war nicht gerade der Tower von London, aber der Blick aufs Meer ganz nett.
Auf dem Rückweg zum Auto haben wir auch noch ein paar Fotos gemacht, allerdings ohne Plüschis, weil niemand wollte.
Nachdem wir unser Auto geparkt hatten, sind wir zufällig in Victoria noch in einen hübschen osterlich dekorierten Park gestolpert, wo alle dann doch noch mal aufs Foto wollten. Hier schien es uns sicher genug, um die Tasche zu verlassen.
In unserem Zimmer wurde das Bienchen dann gewaschen. Aus Solidarität hat Basti ihr Gesellschaft geleistet. Nun trocknen die beiden und wir sind froh, dass niemand verloren gegangen oder zu Schaden gekommen ist.






















Oh je oh je ganz schön gefährlich bei euch😱 ihr wolltet doch besseraufpassen.
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Das haben wir eigentlich 😞
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