Sabbatical Teil 4: Unbekanntes Dänemark

Okay, völlig unbekannt ist Dänemark für uns nicht, aber im Grunde waren wir bisher nur in Kopenhagen. Es wurde also Zeit, die fehlenden Ecken auf der Landkarte zu erkunden. Angefangen haben wir damit in Mitteljütland. Unser Ferienhäuschen ist ein wenig nördlich von Ringkøbing.

Sonntag, 11. Juni 2023

Zunächst starteten wir am vergangenen Sonntag in Eckernförde. Nachdem der Moppel unser Gepäck im Auto verstaut und das Schatzi die Ferienwohnung in Ordnung gebracht hatte, fuhren wir los. Unser erstes Ziel war ein Leuchtturm in der Nähe von Esbjerg. Als erstes gab es ein kleines Mittagessen, dann haben wir mal kurz am Strand und beim Blåvandshuk Fyr geschaut.

Anschließend ging es weiter zu unserer Unterkunft. Dort wurde das Auto wieder ausgeladen und alles Gepäck so gut es ging im Häuschen verteilt. Nach einer kurzen Pause wurde noch ein Einkauf erledigt, denn auch hier haben sonntags die Geschäfte geöffnet.

Nach dem Abendessen in unserem Ferienhaus haben wir noch einen Spaziergang nach Hindø gemacht. Das ist eine kleine Insel die Straße hinunter, auf die man über eine Holzbrücke gelangt. Da auf der Brücke viele Vögel in der Sonne lagen, haben wir nur Fotos gemacht und sind dann umgekehrt, um sie nicht aufzuschrecken.

Montag, 12. Juni 2023

Am Montag starteten wir mit dem Besuch des Sandskulpturenfestivals in Søndervig. Das Ganze war total beeindruckend, obwohl wir erst dachten, dass uns das Thema Griechische Mythologie nicht so interessieren würde.

Danach nahmen wir den nächsten Leuchtturm ins Visier. Wir fuhren zum Lyngvig Fyr. Auf dem heutigen Ausflug hatten wir auch den Fanti dabei, der sich total gefreut hat.

Nach kurzer Beratschlagung haben wir uns entschieden, auf den Leuchtturm zu steigen. Der hat immerhin 228 Stufen. Wir erwarben eine Vorteilskarte, mit der wir auch noch weitere coole Sachen besuchen konnten. Dadurch hatten wir auch gleich ein paar ToDos auf dem Zettel. Dann ging es endlich rauf auf den Leuchtturm – natürlich mit dem Fanti!

Als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Hvide Sande. Dort gab es zunächst ein richtig gutes Fischbrötchen, anschließend bummelten wir durch den Ort, den wir aber recht unspektakulär fanden.

Das zweite ToDo unserer Vorteilskarte war dann das Museum in Hvide Sande, das Fiskeriets Hus. Das war ein bisschen langweilig, aber halbwegs kühl und es gab ein ganz nettes Aquarium im Keller.

Am Ende gab es noch ein Eis und einen Elefanten in der Waschanlage (okay, im Auto sitzend), dann haben wir uns auf den Rückweg zur Ferienwohnung gemacht.

Dienstag, 13. Juni 2023

Am Dienstag sind nach Bork Vikingehavn gefahren, eine Art Freilicht-Wikingermuseum. Das war super interessant.

Außerdem konnte man auch Bogenschießen, was Schatzi-Moppel natürlich ausprobiert haben. Sie waren auch gar nicht so schlecht.

Danach haben wir uns noch etwas umgeschaut und waren auch im Souvenirshop. Bei den süßen Trollen war ich schon etwas traurig, dass wir niemanden mitnehmen konnten.

Inzwischen waren Schatzi-Moppel hungrig. Wir sind daher in den Ort Bork Havn gefahren, wo es ein eher mittelmäßiges Mittagessen und eine schlechte Partie Minigolf auf einer eigentlich hübschen Anlage gab. Übrigens hat das Schatzi das Kellerduell gewonnen.

Eigentlich wollten wir danach noch etwas im Naturschutzgebiet Skjern Enge herumlaufen und haben auch dort angehalten.

Tatsächlich waren wir aber zu geschafft, deshalb sind wir zum Ferienhaus zurückgefahren und haben dort den restlichen Tag im Schatten verbracht.

Mittwoch, 14. Juni 2023

Aufgrund der Temperaturen waren Schatzi-Moppel nicht so richtig zu irgendwas zu begeistern. Am Ende konnten wir sie überreden, zum Naturkraft zu fahren, eine Art Naturerlebnispark. Und das war richtig cool. Zuerst sind wir einfach ein bisschen auf dem Gelände herumgelaufen.

Dann haben wir an einer Station mit Naturmaterialien gebaut. Beim Moppel ist es ein Floß geworden. Beim Schatzi eine Art Oberteil für mich. Muldvarp heißt übrigens Maulwurf. Im Nachhinein betrachtet, hätte sie mir eigentlich ein Cape basteln können, aber naja. Hab ich auch nicht dran gedacht.

Später gab es ein ziemlich leckeres Mittagessen und wir haben uns die extrem tolle Indoor-Ausstellung angeschaut.

Danach haben wir noch einen Drachen steigen lassen, Kräuterbrot am Lagerfeuer gemacht (leider ohne Foto), sind Zipline gefahren und haben uns noch etwas umgeschaut.

Dann war irgendwann die Luft raus und wir sind zum Ferienhaus zurückgefahren. Nach einer längeren Pause und dem Abendessen sind wir nochmal aufgebrochen. Wir wollten die Nordsee sehen. Unser Ziel war daher der Strand in Søndervig. Wir haben neben dem Sandskulpturenfestivalgelände geparkt und sind losgelaufen. Allerdings ein bisschen querfeldein, denn bis wir tatsächlich den Strand gefunden hatten, hat es ein bisschen gedauert.

Unten am Meer angekommen waren wir etwas irritiert: Keine Strandpavilions, keine Strandkörbe, nix. Was ist denn hier los? Wie soll man denn so gemütlich aufs Meer gucken?

Donnerstag, 15. Juni 2023

Für Donnerstag hatten wir mal wieder einen Ausflug mit Fanti geplant. Unser erstes Ziel war der Bovbjerg Fyr in der Nähe von Ferring. Dort haben wir ausgiebig Fotos gemacht, auch wenn es ganz schön kühl war.

Anschließend sind wir nach Thyborøn weitergefahren, wo wir das Sneglehuset besucht haben. Das Haus ist mit jeder Menge Schnecken und Muscheln verziert, hat ein kleines Museum und man kann einen Film über die Geschichte des Hauses schauen. Sieht das nicht alles toll aus?

Danach wurde es Zeit fürs Mittagessen. Da in Thyborøn außer dem Schneckenhaus nicht viel zu holen war, fuhren wir nach Lemvig, wo Schatzi-Moppel sich erst einmal stärkten.

Bevor wir weiterfuhren, haben wir uns auch noch ein bisschen im Ort umgeschaut, der ganz hübsch war.

Das letzte Ziel an diesem Tag war der Grisetå Odde Fyr, südlich von Odby. Der Leuchtturm war ziemlich klein und außer uns war niemand hier. Aber er war rot-weiß gestreift und deshalb für den Fanti ein besonderes Highlight.

Danach war bei allen die Luft raus, inzwischen war es auch schon nach fünf. Nur das Schatzi hatte noch ein bisschen Bewegungsbedarf und ist deshalb noch nach Hindø spaziert.

Freitag, 16. Juni 2023

Am Freitag haben wir uns endlich dem nur 8 km entfernten und damit naheliegendsten Ort zugewandt: Ringkøbing. Wir suchten uns einen Parkplatz in der Innenstadt und schlenderten ein bisschen herum.

Nach einer Weile kamen wir am Hafen an, der zum Ringkøbing Fjord führt. Dort saßen wir kurz auf einer Bank, aber durch den Wind wurde es im T-Shirt doch schnell frisch.

Wir gingen daher zurück in den Ortskern, bis wir schließlich das Museum erreichten.

Das Haupthaus des Museums beschäftigt sich mit der lokalen Geschichte im Zweiten Weltkrieg. Das Ganze war gut gemacht und ziemlich beklemmend. Aus offensichtlichen Gründen haben wir im Museum nicht fotografiert.

Draußen im Garten stand ein Haus, das wohl um 1920 errichtet wurde, und zwar so, wie man sich Häuser im 16. Jahrhundert vorgestellt hat.

Auf der anderen Straßenseite war noch ein Museumsteil, der sich mit der Geschichte Ringkøbings befasst hat.

Anschließend bummelten wir weiter auf der Suche nach einer Möglichkeit fürs Mittagessen. Nachdem wir im ausgesuchten Lokal einfach nicht bedient wurden, gab es am Ende Sushi.

Danach gingen wir zurück zum Auto, erledigten noch kurz den Einkauf und fuhren dann zum Ferienhaus zurück, wo der restliche Tag zwischen Hausarbeit vertrödelt wurde.

Samstag, 17. Juni 2023

Heute war schon wieder der letzte Tag an dieser Station. Richtig motiviert waren wir irgendwie nicht, noch etwas zu unternehmen. Aber wir hatten uns vorgenommen, einen Spaziergang am Strand zu machen, also brachen wir nach dem Frühstück dorthin auf. Allerdings mussten wir feststellen, dass es am Strand ziemlich gruselig war: Nebel, tiefhängende Wolken oder was auch immer – es sah etwas gespenstisch aus.

Nach etwa 3 km sind wir umgedreht und zum Auto zurückgegangen. Da uns in der Nähe kein Restaurant angesprochen hat, sind wir nochmal nach Hvide Sande gefahren und waren dort in der Fischräucherei. Das war wieder sehr lecker.

Anschließend sind wir zum Ferienhaus gefahren, haben gepackt und die restliche Zeit vertrödelt.

Insgesamt hat es uns hier recht gut gefallen. Ich denke aber, die Gegend ist „auserzählt“, weshalb wir nicht nochmal wiederkommen werden.

2 Kommentare zu „Sabbatical Teil 4: Unbekanntes Dänemark“

  1. Wir erfahren gerade über die zwei Serien die wir schauen, ein wenig über das Geschehen in Dänemark im zweiten Weltkrieg. Auch wenn sie in Norwegen spielen. Das Museum muss sicherlich bedrückend gewesen sein.
    Aber der Rest hört sich entspannt an.

    PS. Ich schreibe diesen Kommentar gerade zum zweiten Mal, da in der Mobil Ansicht der „Kommentar absenden“ Button nicht angezeigt wird.

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