Sabbatical Teil 16: Trondheim

Wir können es noch gar nicht richtig glauben, aber tatsächlich haben wir unsere letzte Station in Norwegen erreicht. Damit gehen 1,5 Monate in diesem Land zu Ende.

Montag, 14. August 2023

Am Montag war es Zeit, unsere Ferienwohnung in Langøya zu verlassen. Nachdem wir alles gepackt und verstaut hatten, machten wir noch die übliche Fototour durch die Wohnung, dann brachen wir auf.

Unser Weg führte uns vorbei an Kristiansund und zur Fähre von Kanestraum nach Halsa. Das war vermutlich unsere letzte Fährfahrt und damit schon fast etwas denkwürdig.

Die weitere Fahrt nach Trondheim war eher unaufgeregt, bis auf einen zehnminütigen Platzregen, bei dem man kaum noch die Straße gesehen hat. Das haben wir aber leider nicht fotografiert.

In Trondheim hatte sich das Wetter zum Glück beruhigt. Wir konnten also in Ruhe ausladen, einkaufen und später noch einen Spaziergang am Trondheimfjord entlang machen.

Dienstag, 15. August 2023

An unserem ersten vollen Tag in Trondheim fuhren wir zunächst mit dem Bus in die Innenstadt und landeten am Torvet, einem großen Platz u.a. mit einer sehr hohen Statue.

Anschließend liefen wir die Munkegata hinunter, die am Amtsgericht mit interessantem Eingang und einer Wildstatue vorbei führte.

Kurz darauf standen wir am Nidarosdom, einer gotischen Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert, in dem früher die norwegischen Könige gekrönt wurden. Von außen ein ziemlich beeindruckendes Bauwerk.

Danach gingen wir zur Gamle Bybro, einer historischen Brücke über den Fluss Nidelva, von der aus man viele bunte Häuser sieht.

Auf der anderen Seite der Brücke gingen wir in Richtung dem Viertel Nyhavna weiter und hatten noch einige hübsche Blicke auf den Fluss und die nähere Umgebung.

Über die Nidelva Bru kehrten wir nach einer Weile ins Zentrum zurück.

Dort schlenderten wir ein wenig herum und waren total begeistert von dieser bunten Stadt.

Da das Wetter völlig anders vorhergesagt war, hatten wir Tickets für den Barbie-Film und waren fast ein bisschen traurig, dass wir den blauen Himmel nicht weiter genießen konnten.

Der Film hat uns trotzdem gefallen und als wir aus dem Kino kamen, war der Himmel zugezogen. Als wir in der Ferienwohnung angekommen waren, regnete es tatsächlich auch schon wieder.

Mittwoch, 16. August 2023

Heute hat es das Wetter leider nicht so gut mit uns gemeint. Der Vormittag war nahezu komplett verregnet, weshalb niemand Lust hatte rauszugehen. Erst in der frühen Mittagszeit wurde es etwas besser, sodass wir mit dem Bus Richtung Innenstadt aufbrechen konnten. Wie gestern beschlossen, kauften wir uns Tickets und besichtigten den Nidarosdom von innen. Der war wirklich imposant.

Für das Mittagessen hatten wir uns ein norwegisches Lokal ausgesucht. Es gab typisch norwegisches Essen und danach einen Akevitt für Teile von uns.

Als wir weiterzogen, war es immer noch kalt und ein Hauch von Nieselregen lag in der Luft. Zumindest entdeckten wir noch den berühmten Pier mit Blick auf die bunten Häuser am Fluss.

Den Nachmittag verbrachten wir im Rockheim, einem Museum über Rockmusik seit den 50er Jahren, in dem man viel anhören und ausprobieren konnte.

Besonders gut hat uns die Smile-Ausstellung mit Fotos von Lynn Goldsmith gefallen. Es war allerdings sehr dunkel, deshalb war fotografieren schwierig.

Danach haben wir uns auf den Rückweg zur Ferienwohnung gemacht, auf dem es am Ende schon wieder zu regnen anfing.

Morgen geht es also weiter und hinaus aus Norwegen hinüber nach Schweden. Wir bleiben noch kurz auf dieser nördlichen Ecke, bevor wir uns danach in mehreren Stopps nach Südschweden zurückarbeiten.

Fazit Norwegen

Nachdem wir so lange in Norwegen unterwegs waren, finden wir ein kleines Fazit ganz passend. Habt ihr Lust? Dann lest jetzt weiter.

  • Die norwegische Landschaft ist einfach der Kracher. Wir waren völlig fasziniert von den Bergen, den Fjorden und den Wasserfällen. Diese Landschaft entschädigt auch für fast alles.
  • Das norwegische Sommerwetter hat uns dagegen nicht so gut gefallen. Wir waren durchaus darauf eingestellt, dass es kühl sein würde, aber der viele Regen hat uns doch den einen oder anderen Plan vereitelt.
  • Von den vier größeren Städten, die wir besucht haben, war Trondheim unser Platz 1, Oslo Platz 2 und Bergen und Stavanger teilen sich Platz 3.
  • Hier geht fast alles online bzw. digital und Bargeld ist quasi unnötig, wenn man EC- und Kreditkarte dabei hat. Für die Maut empfehlen wir die Registrierung bei epass24, für die Fähren benötigt man zusätzlich ferrypay. Damit geht dann alles automatisch.
  • Alles ist sehr teuer. Natürlich wussten wir das, aber bei den ersten Supermarktbesuchen haben wir trotzdem geschluckt. Eine Gurke oder eine Paprika zB kosten über 2 Euro, ein Schälchen Erdbeeren locker über 7 Euro, eine winzige Tüte Gummibärchen 4 Euro und eine große Flasche Cola über 3,50 Euro. Da man aber essen und trinken muss, haben wir uns gefügt und die notwendigen Lebensmittel gekauft. Je weiter nach Norden man kommt, umso teurer wird es. Die Auswahl dagegen wird immer kleiner.
  • Während sich Schatzi-Moppel zu Hause normalerweise überwiegend vegetarisch bis vegan ernähren, war das in Norwegen praktisch unmöglich. Es gibt nahezu keinen Markt für solche Produkte. Fleisch, Fisch und Milchprodukte bestimmen hier alles.
  • Bei den Restaurants dominieren Burger, Pommes und Pizza das Bild. Typisch norwegische Restaurants gibt es nur sehr wenige. Und eine Pizza kostet über 20 Euro, auch wenn quasi nichts drauf liegt.

Wir hoffen, ihr könnt mit unserem Fazit etwas anfangen und habt in den letzten Wochen einen guten Eindruck von Norwegen bekommen.

Und jetzt heißt es: Auf nach Schweden!

4 Kommentare zu „Sabbatical Teil 16: Trondheim“

  1. Hui, der Nidarosdom erscheint auf den ersten Blick nicht typisch norwegisch, sehr spannend das.

    Mein Besuch in Norwegen ist schon einige Jahre her, aber als Vegetarier/Veganer verhungerte ich da nicht. Restaurants hatten wir immer gefunden, die was Passendes auf der Karte hatten und im Supermarkt gab es ja Brot, Obst, Gemüse und auch ein paar Alternativen.
    Ich nehme auch an Happy Cow ist euch bekannt.

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    1. Ja, Happy Cow kenne ich. In den größeren Orten mit großen Supermärkten ging es auch, aber in kleinen Orten war es teilweise nicht möglich, da ich keine Zwiebeln vertrage und das gefühlt überall drin ist 🙄

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      1. Ich hab anfänglich immer Lebensmittel bzw Snacks mitgenommen. Mit dem Motorrad ist der Patz aber natürlich auch begrenzt und habe sonst schnell festgestellt, dass es außerhalb Deutschlands nicht ganz so schwierig ist. In Restaurants kann man immer fragen, was drin ist und ob man dies oder jenes anders haben kann.
        Letztes Jahr in Island war ich äußerst überrascht. Da gibt es in jedem Kaff etwas. Aber ich kann mich auch problemlos tagelang von Brot und Hummus ernähren. 😁

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  2. Wow. Trondheim sieht echt spannend aus. Und auch die Museen. Schade, dass ihr mit dem Wetter nicht so viel Glück hattet. Aber ich denke, dass die Zeit in Norwegen trotzdem viel hinterlassen hat.

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