Sabbatical Teil 17: Zurück in Schweden

Unsere erste Station in Schweden war extrem kurz, deshalb haben wir sie mit der zweiten zusammengefasst.

Donnerstag, 17. August 2023

Am Donnerstag hieß es zunächst Bye, Bye, Norwegen. Nach 1,5 Monaten in diesem Land löste das durchaus gemischte Gefühle aus. Aber wir packten wie immer unsere Sachen und beluden das Auto. Nachdem wir die Ferienwohnung abschließend fotografiert hatten, schlängelten wir uns um den Bagger herum aus der Einfahrt, der sich just an diesem Morgen dort zu schaffen machte.

Auf dem Weg zur schwedischen Grenze ließen wir noch unseren Pfand in einem norwegischen Supermarkt und machten eine letzte Pause an einem norwegischen Rastplatz, dann stand der Ausreise nichts mehr im Weg.

Direkt nach der Grenze hielten wir auf einem Parkplatz, um unseren ersten schwedischen Wasserfall zu besuchen.

Danach ging es weiter zum Tännforsen, dem angeblich größten Wasserfall Schwedens. Tatsächlich waren wir auch ordentlich beeindruckt.

Schließlich fuhren wir weiter nach Järpen, wo wir ein Tiny House gemietet hatten. Am Abend kauften wir noch kurz ein bisschen ein und gingen gemütlich essen, danach war irgendwie die Luft raus.

Freitag, 18. August 2023

Für den Freitag hatten wir uns fünf kleinere ToDos vorgenommen. Während es am Vormittag langsam aufklarte, kamen Schatzi-Moppel ebenfalls in die Gänge. Wir fuhren zunächst zum Tegeforsen, einem Wasserfall, den wir erst ein bisschen suchen mussten. Wir konnten ihn zwar hören, aber nicht sehen. Schließlich fanden wir einen Weg und waren durchaus begeistert.

Danach suchten wir uns einen Parkplatz in Åre, wo wir ein bisschen herumstromerten und uns ein Mittagessen suchten. Åre ist ein ziemlich beliebter Wintersportort, aber auch im Sommer recht hübsch.

Zurück am Auto fuhren wir weiter zum nächsten ToDo: Ein Schokoladenladen. Es war himmlisch und die Krümelmonster waren extrem begeistert.

Auf der Weiterfahrt stand eigentlich noch ein zweiter Schokoladenladen auf der Liste, aber den haben wir nicht gefunden. Das war allerdings nicht so schlimm, denn wir hatten im ersten schon ausgiebig zugeschlagen. Es ging daher weiter zum letzten ToDo: Der Wasserfall Ristafallet. Hier musste man ein Parkticket für mindestens eine Stunde lösen, deshalb bummelten wie gemütlich herum und genossen den sonnigen Nachmittag mit Wasserfall, Schaukeln und Eis.

Zurück in Järpen setzte der Moppel das Schatzi am Supermarkt ab, wo sie die ganzen alten schwedischen Pfandflaschen und Dosen loswurde und anschließend zu Fuß zur Ferienwohnung zurück kam. Dass sie dabei noch Fotomotive fand, war nicht eingeplant, sonst hätte sie ein Begleitplüschi mitbekommen.

Der restliche Tag wurde im Tiny House vertrödelt. Die Krümis bewunderten ihre Beute, durften sie aber noch nicht probieren.

Samstag, 19. August 2023

Heute stand viel auf dem Plan und wie wild der Tag werden würde, ahnten wir noch nicht, als wir unsere Sachen ins Auto luden und nach der obligatorischen Fototour durchs Häuschen Richtung Süden aufbrachen.

Die geplante Fahrtstrecke war fast 5 Stunden lang und außer einem kleinen Foto an einer Kirche und einer Toilettenpause an einem Seerestaurant passierte zunächst nicht viel.

Wir düsten die E45 runter, bis uns plötzlich ein Geräusch irritierte. Es wurde schnell lauter und durchdringender und klang schabend oder kratzend metallisch. Das hörte sich gar gut an. Schließlich rollten wir zu dem Eingang eines Feldweges. Hier wurde geguckt und beratschlagt und am Ende der Pannendienst gerufen. Wir konnten nicht herausfinden, was das Geräusch beim Fahren verursachte, aber es war so komisch, dass wir Angst hatten, etwas Essentielles ginge kaputt, wenn wir weiterführen. Also warteten wir 1,5 Stunden im Nirgendwo auf den Pannendienst.

Uns war schon am Telefon gesagt worden, dass man das Auto nur bis zur nächsten Werkstatt abschleppen könnte, wo sich jemand am Montag darum kümmern würde. Mit leichter Verzweiflung hatten wir überlegt, was das für uns bedeutete. Die nächste Ferienwohnung war noch fast zwei Stunden entfernt. Mietwagen? Hotel vor Ort? Umso froher waren wir, dass der nette Mann vom Pannendienst anbot, kurz zu schauen, ob er eine Ursache fand. Er horchte aufs Fahrgeräusch und legte sich auf den Boden neben das Auto. Schließlich krabbelte er halb darunter und holte einen Stock heraus, der sich dort verkanntet hatte. Nicht wahr, oder? Aber doch, das war der Übeltäter! Das Geräusch war weg und wir konnten weiterfahren. Den Stock nahmen wir natürlich mit.

Ziemlich geschafft erreichten wir am frühen Abend unsere Ferienwohnung in Orsa. Nachdem wir die Überraschung überwunden hatten, dass laut Kennzeichen nebenan eine Familie aus Esslingen (also unser Nachbarkreis zu Hause) wohnte, luden wir aus und trugen alles ins . Hier brachen wir zunächst zusammen, nur um eine halbe Stunde später doch wieder zu unserer ursprünglichen Idee mit dem Open Air zurückzukehren. Es gab tatsächlich noch Tickets! Schnell kauften wir zwei, Schatzi-Moppel machten sich frisch und dann düsten wir los. Eine dreiviertel Stunde später parkten wir das Auto und gingen zum Veranstaltungsort: Dalhalla, ein alter Steinbruch. Was für eine Kulisse!

Schnell wurde etwas zu Essen und zu Trinken organisiert, dann suchten wir pünktlich für The Sounds unsere Plätze.

Die erste Band war schon super und nach einer halben Stunde Pause ging es weiter mit Mando Diao. Inzwischen war es schon dunkler.

Nach einer weiteren Pause kamen am Schluss The Hives. Was für eine tolle Lichtshow das war.

Begeistert, dass wir uns nach dem anstrengenden Tag doch noch zu diesem Highlight hatten durchringen konnten, gingen wir etwas fröstelnd zum Auto und fuhren zur Ferienwohnung zurück. Geschafft aber happy fielen wir um halb zwei ins Bett.

Sonntag, 20. August 2023

Am Sonntag war aus naheliegenden Gründen Erholung angesagt. Wir schliefen im Rahmen der Möglichkeiten (insbesondere der Abreise der Esslinger Familie mit zwei Kleinkindern) aus, frühstücken und fuhren dann zum Supermarkt. Auf dem Rückweg hatte es zu regnen begonnen und das hielt auch den ganzen Tag an. Ich nutzte die Möglichkeit, mich mit Stocki fotografieren zu lassen und schlaue Gedanken vorbeiziehen zu lassen.

Montag, 21. August 2023

Auch am Montag kamen wir zunächst nicht in Schwung. Es gab zwar einen Mini-Spaziergang nach dem Frühstück, aber es war grau und kühl und niemand war richtig für Fotos aufgelegt.

Nach dem Mittagessen schien es etwas freundlicher. Nachdem wir ein Ziel ins Auge gefasst hatten, brachen wir zügig auf. Als wir am Naturum Dalarna ankamen, war es zwar noch immer grau, aber das kostenlose, mega tolle Infozentrum entschädigte uns dafür.

Anschließend fuhren mit dem Fahrstuhl zur Aussichtsplattform oben auf dem komplett aus Holz gebauten Turm. Was für ein Ausblick!

Hinunter sind wir gelaufen und haben noch gelernt, dass an dieser Stelle früher schon ein Holzturm stand.

Draußen wollten wir noch ein bisschen spazierengehen, mussten aber bald umkehren, denn der Weg wurde zunehmend matschig.

Stattdessen gingen wir noch den für Rollstuhlfahrende angelegten Weg durch den Wald um den Turm herum, der sehr hübsch war.

Am Ende genossen wir noch den Blick vom Parkplatz, dann ging es zur Ferienwohnung zurück.

Am Abend hatten wir noch einen schönen Blick auf den Orasjön vor unserem Fenster.

Dienstag, 22. August 2023

Für heute war sehr wechselhaftes Wetter vorausgesagt. Da es nach dem Frühstück trocken war, kamen wir zügig in die Gänge und fuhren nach Mora. Dort spazierten wir zunächst am Wasser entlang, das deutlich mehr Platz einnahm als üblich. Es gab aber auch schöne Sachen zu entdecken.

Anschließend liefen wir ein bisschen in der Stadt herum, die ganz nett war.

Auf dem Rückweg fotografierten wir noch kurz die Fontäne und das Dala-Pferd mit hübschem Himmel.

Die Mittagszeit verbrachten wir in der Ferienwohnung. Am Nachmittag zogen wir nochmal los und besuchten in Nusnäs die beiden Firmen, die die Dala-Pferde herstellen. Es gab ein lustiges Außengelände vor den beiden Läden.

In dem einen Laden konnte man Souvenirs kaufen und sehen, wie die Pferde handbemalt werden.

Im anderen Laden konnte man einen Blick in Werkstatt werfen und natürlich Souvenirs kaufen.

Schließlich fotografierten wir draußen noch das alte Ruderboot, mit dem die Menschen früher zur Kirche gerudert sind.

Zu guter Letzt wollten wir noch einen Aussichtspunkt besuchen, aber als wir dort ankamen, fing es an zu regnen. Wir machten daher nur ein paar Fotos aus dem Auto heraus und fuhren in einem kräftigen Schauer zur Ferienwohnung zurück, wo schon wieder die Sonne schien.

Da es morgen weitergeht, wird nun noch aufgeräumt und gepackt.

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