Buchrezension: Sirkka Saltnes – Nordschweigen: Wo der Sommer stirbt

Eigentlich könnte ich die Bücher von Sirkka demnächst auch blind empfehlen, da mich bisher alle, die ich gelesen habe, begeistert haben. Aber da würde ich mir ja selbst den Spaß am Lesen nehmen. Glücklicherweise durfte ich den neuen Krimi, der diesmal in Schweden spielt, wieder vorab als Rezi-Exemplar lesen. Vielen Dank dafür 😊

Darum geht’s

Die gefährlichste Person im Leben jeder Frau ist ein Mann.
Ermittlerin Elin Lunde freut sich auf ein freies Jahr, fernab vom stressigen Polizeialltag. Die brutal zugerichtete Leiche einer jungen Frau im tausend Kilometer entfernten Umeå interessiert sie zunächst nicht weiter. Als sich jedoch die Möglichkeit ergibt, genau dort einen Neuanfang zu wagen, verwirft sie ihre Pläne. Mit Hund Oskar im Gepäck zieht es sie in die nordschwedische Einsamkeit, um für die neugegründete Sondereinheit NSE zu arbeiten.
Während Elin darum kämpft, sich im Team zu behaupten, fordert ein zweiter Mord ihre volle Aufmerksamkeit. Wieder ist eine Studentin das Opfer, nicht einmal zwei Monate liegen zwischen den Taten. Zunehmend geraten die Beschäftigten der Universität Umeå ins Visier der Ermittlungen. Und mit jedem Tag steigt die Gefahr, dass eine weitere Frau sterben muss …

(Buchbeschreibung von Amazon)

Mein Fazit

Durch den gewohnt flüssigen Schreibstil war ich sofort in die Geschichte involviert. Elin ist eine sympathische und zugleich ehrgeizige Polizistin, die offen ausspricht, was sie denkt. Das führt im Zusammenspiel mit ihrem etwas merkwürdigen Kollegen Snorre immer wieder zu Reibereien, die häufig auf tiefgreifende Themen aufmerksam haben, hin und wieder aber auch einfach lustig zu lesen sind.

Alle Charaktere sind nachvollziehbar gezeichnet und interessant dargestellt. Auch das im Vergleich zu den vorherigen Büchern geänderte Setting ist hervorragend beschrieben und klingt erneut nach einem Ort, den man besuchen möchte – natürlich ohne Psychopathen in der Nähe.

Die Handlung ist gut durchdacht und durchweg spannend. Ab etwa der Mitte des Buches, konnte ich es kaum noch aus den Händen legen, weil es mich so gepackt hatte.

Die Perspektivwechsel zum Täter finde ich sehr gelungen und hilfreich, um Zusammenhänge zu verstehen. Und zu guter Letzt hat mir auch das Finale gut gefallen, wobei ein paar lose Enden im Leben von Elin und Snorre bleiben, nicht aber in der Auflösung selbst.

Ich kann euch den neuen Krimi von Sirkka daher nur wärmstens empfehlen. Offensichtlich erscheint sogar noch dieses Jahr ein zweiter Teil dazu, der vermutlich die losen Fäden weiterspinnt. Ich bin sehr gespannt!

⭐⭐⭐⭐⭐

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