Buchrezension: Sirkka Saltnes – Überflutet

Sirkka zählt schon länger zu meinen Lieblingsautorinnen und praktischerweise darf ich häufig ihre Bücher rezensieren. Nun hat sie neben der Lofoten-Reihe eine andere Geschichte veröffentlicht und auch diese durfte ich bereits vorab lesen. Nochmal Danke dafür 😊

Darum geht’s

An der nordfriesischen Küste vor Husum lebt es sich beschaulich. Die ersten Tage des neuen Jahres pendeln zwischen geschäftigem Treiben und entspannter Gemütlichkeit. Dann jedoch kündigt sich zum pünktlich zum Jubiläum der Januarflut von 1976 wieder eine Sturmflut an. Während die meisten Bewohner der Althaatstinger Marsch mit typisch norddeutscher Gelassenheit abwarten, wird Cafébesitzerin Lene mit jeder Stunde, die die Flut näher rückt, panischer. Zu Recht, denn als Katastrophenalarm ausgelöst wird, droht ihr schlimmster Albtraum wahr zu werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen das Meer beginnt.
Je wütender die Wellen, desto drängender die Frage – wird der Deich halten?

Mein Fazit

Lene war mir sofort sympathisch und ihre steigende Panik hat sich sehr real angefühlt. Durch den Countdown auf die Flut hin (statt Kapitelnummern) wurde die Brenzligkeit der Situation immer deutlicher.

Dass Lene alles versucht, um Menschen und Tiere zu retten, obwohl sie selbst in höchster Panik war, fand ich sehr bewundernswert. Alle Probleme, die so eine Sturmflut mit sich bringen kann, waren sehr gut und nachvollziehbar dargestellt. Einzig die plattdeutschen Unterhaltungen oder Sprichwörter habe ich nicht immer vollständig verstanden, aber meist lies sich der Sinn aus dem Kontext erschließen.

Insgesamt hat mir der schriftstellerische Ausflug von Sirkka an die Nordsee gut gefallen. Das Buch ist wie immer flüssig geschrieben, durchgehend spannend und die Handlung wird durch die interessanten Charaktere, die allerdings recht knapp gezeichnet sind, gut getragen.

Definitiv ein sehr lesenswertes Buch zum Jahresbeginn 2026.

⭐⭐⭐⭐

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